Die Gespenster – Zweiter Teil – Neunundzwanzigste Erzählung
Die Gespenster
Kurze Erzählungen aus dem Reich der Wahrheit von Samuel Christoph Wagener
Allen guten Schwärmern, welchen es mit dem Bekämpfen und Ablegen beunruhigender Vorurteile in Absicht des Geisterwesens ernst ist, liebevoll gewidmet von dem Erzähler Friedrich Maurer aus dem Jahr 1798
Zweiter Teil
Neunundzwanzigste Erzählung
Der kalt anhauchende Geist im Anker zu Torgau
Der im Jahre 1796 verstorbene Hofrichter Müller zu Lübben war vor mehreren Jahren als Sachwalter in einer Rechtsangelegenheit nach Leipzig gereist und hatte dort für seinen Klienten eine beträchtliche Summe Geldes in Weiterlesen
Deutsche Märchen und Sagen 21
Johann Wilhelm Wolf
Deutsche Märchen und Sagen
Leipzig, F. A. Brockhaus, 1845
21. Der kühne Sergeant
Es waren einmal drei brave Soldaten, ein Tambour, ein Korporal und ein Sergeant, die gingen auf Reisen. Nachdem sie schon lange herumgezogen waren, kamen sie eines Abends in einen großen Wald. Weil sie nun bange waren, des Nachts möchten die wilden Tiere kommen und sie auffressen, während sie schliefen, kletterten sie auf einen hohen Baum, um da zu schlafen.
»Das ist das beste Mittel«, sprach der Tambour, »anders könnte es leicht geschehen, wenn wir morgen Früh Weiterlesen
Die Büffeljäger am Lagerfeuer – Kapitel 6
Thomas Mayne Reid
Die Büffeljäger am Lagerfeuer
Reisebilder und Naturschilderungen aus dem Westen
Verlag Schmidt & Spring. Stuttgart.1858
Sechstes Kapitel
Die Tötung eines Kuguars
Obwohl wir noch fünf Meilen über den Ort, wo wir zuerst halt gemacht hatten, um die Tauben zu schießen, hinausmarschiert waren, so befand sich doch unser Nachtlager immer noch innerhalb des Fluges. Wir konnten die Tauben während der Nacht immer noch von Zeit zu Zeit in geringer Entfernung hören. Hin und wieder Weiterlesen
Das schwarze Buch vom Teufel, Hexen, Gespenstern … Teil 18
Das schwarze Buch vom Teufel, Hexen, Gespenstern, Zauberern und Gaunern
Dem Ende des philosophischen Jahrhunderts gewidmet
Adam Friedrich Böhme, Leipzig, 1796
Schlage du nur einen Hufnagel von einem schwarzen Hengst in einen Baum.
In Lodersleben war im Jahr 1788 ein Knabe nach der vor einigen Jahren an ihm versuchten und nicht gelungenen Einimpfung der Kinderblattern sehr elend geworden. Die bisher gebrauchten Arzneimittel waren von keiner besonderen Wirkung gewesen. Daher entschlossen sich die Eltern desselben endlich, die Sympathie zu versuchen. Ein Dorfhirt nimmt den Patienten nach Sonnenuntergang mit in ein Holz und schlägt einen Hufnagel von einem schwarzen Hengst (bei Weibspersonen muss er von einer Stute sein) in einen Baum, nachdem er mit dem Nagel Weiterlesen
Der Detektiv – Der Mord im Sonnenschein – 3. Kapitel
Walter Kabel
Der Detektiv
Band 7
Kriminalerzählungen, Verlag moderner Lektüre GmbH, Berlin, 1920
Der Mord im Sonnenschein
3. Kapitel
Die Zigarrenspitze
Harst hatte sich zurückgelehnt und starrte in das zarte Maiengrün der Baumkronen. Sein schmales, rassiges Gesicht, das seit dem Tod seiner Braut noch magerer, noch durchgeistigter geworden war, hatte nun nicht jenen Weiterlesen

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