Archiv

Literatur

Catherine Parr Band 1 – Kapitel 4

Luise Mühlbach
Catherine Parr
Erstes Buch
Historischer Roman, M. Simion, Berlin 1851

IV.
Der König von Gottes Zorn

»Wer wagt es, uns zu stören?«, rief der König, indem er mit ungestümen Schritten den Balkon verließ und in das Zimmer zurückkehrte. »Wer ist so vermessen, hier einzudringen?«

»Ich wage es!«, sagte eine junge Dame, welche bleich, mit entstellten Zügen, in furchtbarer Aufregung nun auf den König zueilte und Weiterlesen →

Der Wildschütz – Kapitel 10

Th. Neumeister
Der Wildschütz
oder: Die Verbrechen im Böhmerwald
Raub- und Wilddiebgeschichten
Dresden, ca. 1875

Zehntes Kapitel

Die Pilgerin. Ein Wiedersehen nach langer Trennung

Wir verließen Mutter Elisabeth, als sie während der Gefangennahme ihres Pflegesohnes in Ohnmacht gesunken war. Das Ereignis hatte einen unbeschreiblichen Eindruck auf sie gemacht und der Gedanke, dass den armen Curt gewiss ein recht unglückseliges Los treffen Weiterlesen →

Der Vampir – Unter dem Jasmin

Hans Wachenhusen
Der Vampir
Eine Novelle aus Bulgarien, 1878

Unter dem Jasmin

Viktor erhob sich zerstreut, unruhig. Er trat ins Haus, um danach den Abend in der Stadt bei den europäischen Offi­zieren zu verbringen, ihnen Adieu zu sagen. Auch er wollte fort! Was kümmerte ihn Jowan, was dieses Mädchen …

Im Hausflur streifte eine dunkle Gestalt an ihm vorüber. Er erkannte nur das Weiße der Augen, er sah, wie die Gestalt vor ihm den Gang hinabeilte und am Ende desselben ver­schwand.

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Turnier- und Ritterbuch – Teil 7.1.

Heinrich Döring
Turnier- und Ritterbuch
Verlag von E. F. Schmidt, Leipzig
Sitten und Gebräuche des Rittertums im Mittelalter

Ludwig der Springer

Erstes Kapitel

Wie Ludwig um des Herzogs Ulrich von Sachsen Tochter freite und deren Hand erhielt

Als der edle Landgraf von Thüringen, Ludwig mit dem Bart auf seinem Heimritt von Speier zu Mainz von einer schweren Krankheit Weiterlesen →

Der Stern der Anthold – Band 1.3.

Adolph Streckfuß
Der Stern der Anthold
Band 1
Kriminalroman aus dem Jahr 1883

3.

Einen traurigen, peinvollen Abend verlebte Hermann in Schloss Warnitz. Am liebsten hätte er sich auf sein Zimmer zurückgezogen, um den Abend allein oder nur in der Gesellschaft seines Bruders zu verleben, das aber litt die auf dem Schloss herrschende Sitte nicht. Es würde den Dienern auffällig gewesen sein, wenn der kaum von seiner weiten Reise zurückgekehrte älteste Sohn des Hauses am Abend nicht im Salon erschienen wäre, in welchem sich alle Mitglieder der Antholdschen Familie und gewöhnlich noch einige Gäste aus der Weiterlesen →