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Slaterman

Westernkurier – 07/2009

Dänisch Dynamite

Auf ein Wort, Stranger,
heute will ich mich einmal dem Thema Einwanderer zuwenden.

Ein sehr interessantes Thema übrigens, weil nämlich über gewisse Volksgruppen in der Geschichte Amerikas leider nur spärlich berichtet wird. Hierzu zählen zum Beispiel die Dänen, die zwar nur einen minimalen Teil unter den Einwanderern in Amerika bildeten, aber dennoch waren diese wenigen eine höchst explosive Spezies der Sorte Mensch.

Willard Erastus Christiansen zum Beispiel, der Sohn eines aus Dänemark konvertierten Mormonen. Seine Schwester war mit dem Anführer der berüchtigten Blue Mountain Viehdiebesbande verheiratet, und als Willard mit 13 von zu Hause ausriss, wurde er deshalb schon bald für sie bei Späh- und Kurierdiensten eingesetzt. Er war einer der wenigen Outlaws, die über siebzig Jahre alt wurden und eines Weiterlesen →

Westernkurier 05/2009

Auf ein Wort, Stranger,
kennen Sie eigentlich Abilene?

Moment, ich meine jetzt nicht das Abilene mit seiner Texas-Street, seinen Marshals Bear River Tom Smith oder Wild Bill James Butler Hickok, also jenes Bild, wie es ständig in allen Büchern und Filmen dargestellt wird. Die Rede ist hier vom wahren Abilene, dem realen Leben in jener Stadt, die man damals auch unter den Namen Sixshooter City oder das Gomorrha der Plains kannte.

Jener Ort, der nicht nur mit Begriffen wie Cowboys, Rindern, oder Pulverdampf verbunden war, sondern in dem es auch Mühlen, ein Operahouse, kirchliche Sekten und jede Weiterlesen →

Westernkurier 04/2009

Auf ein Wort, Stranger,
Pioniere, Legende und Wirklichkeit, wie war das damals wirklich?

Wenn man in den Geschichtsbüchern zum Thema Pioniere des Wilden Westens nachblättert, liest man immer wieder von unbeugsamen Männern und Frauen, die sich in einem unbekannten Land mit einer menschenfeindlichen Natur, blutrünstigen Ureinwohnern und wilden Tieren herumschlagen mussten.
Da die Besiedelung des Westens in den Jahren nach dem Bürgerkrieg ihren Weiterlesen →

Westernkurier 01/2009

Auf ein Wort, Stranger,
wahre Helden vergisst man leichter!

Tagebucheintrag von Joseph Conrad am Ostermorgen im Jahre des Herrn 1873:

»Am 13. April kam der Wind, kalt und laut. Der Sturm hat einen Teil des Daches weggerissen und das Haus voll Schnee geweht. Ich habe es geflickt, aber dabei sind mir die Füße erfroren. Katharina ist gegangen, um die Hühner zu füttern und nicht mehr zurückgekehrt. Das war vor zwei Tagen. Seit 10 Stunden ist der Ofen kalt. Siebenmal haben wir in diesem verdammten Land neu begonnen, ein achtes Mal wird es nicht mehr geben. Ich habe eine Tochter in New York. Gebt ihr das Büchlein, wenn wir durch die Sonne wieder zum Vorschein Weiterlesen →

Westernkurier 10/2008

Auf ein Wort, Stranger,
vergesst die Namenlosen nicht!

Vielleicht liegt es daran, das in unserer oberflächlichen Zeit die Mehrzahl der Buch- und Zeitschriftenverlage zum Thema Eroberung des Wilden Westens schreiben können, was sie wollen. Frei nach dem Motto, diese ollen Kamellen interessiert doch außer ein paar spinnerten Historyfans eh kein Mensch mehr.

Aber weit gefehlt!

Es gibt da nämlich einige recht unbequeme Zeitgenossen wie auch meiner einer, die Weiterlesen →