Slatermans Westernkurier 11/2017
Auf ein Wort, Stranger, denn heute wird es unanständig.
Das Thema, mit dem wir uns diesmal beschäftigen, gehört eigentlich genauso zur amerikanischen Pionierzeit wie die Besiedelung des Westens, die Indianerkriege, die großen Viehtrecks oder die Eisenbahn und der Bürgerkrieg.
Dennoch wird bis heute sowohl von zeitgenössischen Chronisten über die posthume Geschichtsschreibung hin bis zu den immer noch gedruckten fiktiven Abenteuerromanen, die im sogenannten Wilden Westen spielen, eben jenes Thema ausgenommen, mit wenigen Ausnahmen mit einer geradezu perfekten Ignoranz bedacht.
Die Rede ist hier von der Sexualität im Wilden Westen.
Damit sind nicht die allseits üblichen schwülstig-trivialen Liebesgeschichten oder der Hauch einer Andeutung von Weiterlesen
Marshal Crown – Band 31
Langsam ritten die drei Cowboys im Licht des frühen Morgens über den staubigen Overland-Trail, der von Preston City aus auf direktem Weg nach Morton führte, der Hauptstadt des Cochran Countys.
Bill Emerson sah sie zuerst.
Mit ungläubigem Gesicht deutete er auf den flachen Farmwagen, der unweit des ausgefahrenen Karrenweges auf einer grasbewachsenen Ebene stand.
Bei dem Wagen befanden sich zwei Männer. Einer von ihnen stand auf der Ladefläche und warf Holzpfähle zu Boden, der andere trieb etwa zwanzig Yard von ihm entfernt einen davon gerade mit einem schweren Weiterlesen
Slatermans Westernkurier 10/2017
Auf ein Wort, Stranger, heute packen wir weiter.
Wenn einer eine Reise macht, tut er gut daran, seine Habe ordentlich zu verpacken. Das gilt heute und das galt besonders im 19. Jahrhundert entlang der Frontier.
Nachdem wir in der letzten Kolumne über das Packen und Beladen im Einzelnen sowie über das Verschnüren der Last im Besonderen berichtet haben, wollen wir uns diesmal den Hilfsmitteln zuwenden, die das Packen leichter, sicherer und bequemer machen sollten.
Dazu gehört zum Beispiel der Pack Saddle, zu deutsch Packsattel. Er wurde von den spanischen Eroberern nach Amerika gebracht und bestand ursprünglich aus einem mit schwerem Filz unterlegten, halbkreisförmigen Holzgestell, das mit einem Sattelbauchgurt und mit Riemen um Hinterhand und Brust unverrückbar Weiterlesen
Marshal Crown – Band 30
Die Sonne stand tief über den westlichen Hügelausläufern der Guadalupe Mountains. Ihr purpurner Schein kündigte den Einbruch der Dämmerung an, trotzdem war es immer noch unerträglich heiß. Selbst der Abendwind, der von Norden her die Berghänge hinab wehte, brachte keinerlei Abkühlung.
Stuart Preston, der trotz seiner geringen Größe im Sattel eines riesigen Morganhengstes saß, stöhnte ob der Hitze und zog sich mit einer theatralisch wirkenden Geste seine maßgefertigten Wildlederhandschuhe aus. Dabei musterte er den hageren Mann, der nur wenige Schritte von ihm entfernt am Boden lag, angewidert wie ein lästiges Insekt.
Der Mann bewegte sich stöhnend und erwiderte den Blick des Ranchers aus aufgerissenen, angstvollen Augen. Weiterlesen
Slatermans Westernkurier 09/2017
Auf ein Wort, Stranger, heute packen wir.
Mein Gott, wie banal, wird der eine oder andere jetzt denken. In unserer modernen Welt sind doch selbst so einfache Dinge wie Packen, Laden oder Ladesicherheit gesetzlich geregelt. Man muss nur Begriffe wie Antirutschmatte, Auffanggurt, Hebebänder und Spanngurte googeln und schon ist das Thema erklärt.
Das mag schon sein, aber wie war das eigentlich damals, bei den Indianern, Trappern, Mountain Men und Goldsuchern oder bei den Cowboys, als es solche Hilfsmittel noch nicht gab, geschweige denn irgendwelche Verordnungen darüber?
Der Westernkurier wollte es genau wissen und forschte nach. Herausgekommen ist dabei die Erkenntnis, dass es schon damals gewisse Regeln und Rituale für das Packen gab. Beide Dinge wurden im Lauf der Jahrzehnte Weiterlesen


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