Aus den Geheimakten des Welt-Detektivs – Band 13 – 2. Kapitel
Aus den Geheimakten des Weltdetektivs
Band 13
Das Spitzenkleid der Königin
2. Kapitel
Ein Ruf aus dem Jenseits
Es war ein hoher, stattlicher Mann, kraftvoll gebaut, mit einem schönen, kräftigen Schnurrbart, dunklem, etwas lichten Haar und offenen und ehrlichen Zügen, die in diesem Moment nur durch eine tiefe seelische Erregung ein wenig entstellt zu sein schienen.
Von einer tiefen Bewegung fortgerissen, eilte er auf Lord Warwick zu, streckte ihm wie flehend beide Hände entgegen und sagte: »Mein Oheim, mein teuerster Freund – vergib mir!«
»Was hätte ich dir zu vergeben, Harald?«, fragte Lord Warwick mit milder Stimme.
»Dass ich gegen deinen Willen gehandelt habe.«
Sitting Bull – Band 2
Sitting Bull, der Letzte der Sioux
Auf zur Eroberung des Goldtals
1. Kapitel
Ein waghalsiges Unterfangen
Felsen mit seltsamen Formen ragten über der Ebene auf, auf die die Mittagssonne ihre brennenden Strahlen sandte und die sich, so weit das Auge reichte, gleichmäßig grau erstreckte, unterbrochen hier und da von langen Reihen aus Birken. Von den Bergen und ihren felsigen Ausläufern kamen kleine Flüsse oder Bäche herab, die sich in der Ferne im Sand verloren und nur durch die Weidengruppen erkennbar waren, die an ihren Ufern wuchsen. Ganz am Fuße dieser Berge hielt sich eine kleine Anzahl Pferde in einer Geländeunterbrechung versteckt.
An ihrem eigenartigen Zaumzeug und ihrer Ruhe konnte man indianische Rösser erkennen, jene schnellen Mustangs, die, ebenso vorsichtig wie ihre Herren, ihre Anwesenheit niemals durch das leiseste Wiehern verrieten. Ein einzelner Krieger bewachte die angebundenen Pferde, unbeweglich wie eine Marmorstatue, während seine Gefährten im Schatten der umliegenden Büsche lagen Weiterlesen
Al Capone – Band 42
Al Capone
Band 42
Aus der Opiumhöhle befreit
1. Kapitel
Die Beichte
Wir haben im vorigen Heft geschildert, wie Capone in der Verkleidung des Chauffeurs Silverdy Moran überlistete und wie dieser aus Angst um sein eigenes Leben sich hütete, Scarface hinterrücks zu erschießen. Nach jener rasenden Fahrt hatte Al Capone den Wagen jetzt zum Stehen gebracht.
»Raus aus dem Wagen!«, befahl Capone dem Gangster, ohne ihn auch nur eine Sekunde aus den Augen zu lassen.
Scarface selbst machte bei diesen Worten die Tür des Wagens auf, sodass der andere keinen Grund hatte, die Hände sinken zu lassen, um angeblich die Tür aufzumachen, in Wirklichkeit aber die gute Gelegenheit zu benutzen, seine zweite Schusswaffe Weiterlesen
Weekly Ghost Story – Dickon der Teufel
Vor etwa dreißig Jahren wurde ich von zwei wohlhabenden alten Damen damit beauftragt, ein Anwesen in jenem Teil von Lancashire zu besichtigen, der in der Nähe des berühmten Pendle-Waldes liegt – jener Gegend, die uns durch Mr. Ainsworths Lancashire Witches so vertraut und angenehm geworden ist. Meine Aufgabe war es, die Aufteilung eines kleinen Besitzes vorzunehmen, bestehend aus einem Haus und dem dazugehörigen Grundbesitz, den sie vor langer Zeit als Miterben angetreten hatten.
Die letzten vierzig Meilen meiner Reise war ich gezwungen, mit der Postkutsche zu fahren, hauptsächlich über Nebenstraßen, die wenig bekannt, kaum befahren und landschaftlich oft äußerst reizvoll und hübsch waren. Die malerische Landschaft wurde durch die Jahreszeit, Anfang September, in der ich reiste, noch hervorgehoben.
Ich war zuvor noch nie in dieser Gegend gewesen; mir wurde gesagt, sie sei heute weitaus weniger wild und folglich auch weniger schön.
Der Welt-Detektiv – Band 13 – 7. Kapitel
Der Welt-Detektiv Nr. 13
Die unsichtbare Geheimpost
Verlagshaus für Volksliteratur und Kunst GmbH Berlin
7. Kapitel
Eine furchtbare Stunde
Sherlock Holmes starrte auf die Zeilen. Wut packte ihn. Woher konnte jemand wissen, was in diesem Zimmer gesprochen worden war? Plötzlich fixierten seine Augen einen dünnen Draht an der Wand. Hoch oben an der Decke glänzte ein kleines, seltsam geformtes Etwas.
Der Weltdetektiv stürmte aus dem Zimmer und rannte die Treppe empor zu Miss Condell. Jonny bestätigte, dass sie das Zimmer nicht verlassen hatte. Holmes trat ein. Miss Condell blickte ihn aus großen Augen an. »Haben Sie ihn, Mr. Holmes?«, fragte sie zitternd.

Neueste Kommentare