Das Unglaubliche
Es war ein Edelmann, der behauptete bei jeder Gelegenheit, in grader Linie von keiner geringeren Ältermutter denn der Jungfrau Maria abzustammen: Hatte sich auch derowegen eine Schilderei malen lassen und in seiner Ahnenhalle aufgehängt. Darauf war seiner Vorfahren einer abgemalt vor der Heiligen Jungfrau kniend; der aber gingen auf einem fein geschwungenen Spruchbändlein die Worte vom Mund: »Stehen Sie auf, Herr Vetter!«
Antwortete der Ritter, wie zu lesen stand: »Ich tue meine Schuldigkeit, Frau Muhme.«
Er war wohl ein ganzer Narr und wunderte sich täglich, dass er noch vom Regen nass wurde wie andere Menschen, und dass jemalen der Wind es wagen durfte, ihm sein Hütlein vom Haupt zu entführen, als wäre er nicht mehr denn Hinz und Kunz. Er fuhr mit vier Gäulen, anders tat er es nicht, und saß dann bocksteif im Wagen, sah über Dorf und Gärten und die Menschen hin, die ihn bescheidentlich grüßten, als wäre es seinen Augen Schaden oder Schande, so sie wen streiften, der ehrlich von seiner Hände Arbeit lebte.
Die Crawford-Chroniken – Die Krähen von Greengate
Die Crawford-Chroniken – Die Krähen von Greengate
In einer Welt, in der Adelstitel mit Blut bezahlt werden und Gerechtigkeit nur ein flüchtiger Traum ist, kämpfen die Crawfords um ihr Schicksal. Die Krähen von Greengate eröffnet den Reigen eines düsteren Fantasy-Epos, das tief hinabführt in eine mittelalterliche Gesellschaft, gezeichnet von Armut, Krieg und Verrat.
Twifloten – ein karges Land, zerrissen von den Wunden endloser Schlachten. Hier, in den Schatten der Macht, schlägt sich eine Gemeinschaft von Vogelfreien durch die Wirren der Zeit. An ihrer Spitze steht die rebellische Familie Crawford, verstoßen und unbeugsam. Als sie eintausend Flüchtlinge unter ihre Fittiche nehmen, setzen sie eine Lawine in Bewegung, die sie aus der Verbannung in die höchsten Kreise des Adels katapultiert. Doch mit dem Aufstieg wächst die Gefahr: Alte Feinde wittern ihre Chance, Intrigen spinnen sich um ihr neu gewonnenes Erbe, und die Geister der Vergangenheit fordern ihren Tribut.
Mit unerbittlicher Wucht und emotionaler Tiefe erzählen die Crawford-Chroniken von den dunklen Seiten einer Welt, in der Ehre und Verrat oft Hand in Hand gehen. Wo endet der Pfad des Helden – und wo beginnt der des Tyrannen? Was wiegt schwerer: Weiterlesen
Verlosungsaktion Im Reich des Wendigo
Im Reich des Wendigo
History meets mystery
Der Windigo (oder entstammt den spirituellen Überzeugungen der indigenen Völker, die große Teile sowohl der nordöstlichen Küste als auch des kontinentalen Binnenlandes bewohnten, insbesondere die Region um die Großen Seen und den Sankt-Lorenz-Strom. Diese Menschen, eine vielfältige Mischung aus vielen verschiedenen Kulturen und Nationen, teilen einen ähnlichen Dialekt des Algonkin. Daher werden sie oft als Algonkin-Völker bezeichnet.
Der Windigo, manchmal auch als Wendigo oder Weendigo bezeichnet, gilt als der Geist des Winters und als Symbol für die Gefahren des Egoismus. Obwohl die Überzeugungen variieren, wird der Windigo allgemein als schreckliches Wesen mit einem unersättlichen Verlangen nach Menschenfleisch angesehen. Jeder, der einem Windigo begegnet, läuft Gefahr, verschlungen zu werden oder selbst zu einem Windigo zu werden.
Gewöhnlich wird man ein Windigo als Strafe für unehrenhaftes oder tabubehaftetes Verhalten, wie etwa den Kannibalismus aus Weiterlesen
Nick Carter – Band 16 – Haken-Max – Kapitel 7
Nick Carter
Amerikas größter Detektiv
Haken-Max
Ein Detektivroman
Im dunkelsten Chicago
Was den biederen Sam so ungemein verblüfft hatte, das erschien dem jungen Detektiv nunmehr ohne Weiteres klar. Er selbst hatte sich zum anderen Mal nicht den Fuchsaugen der beiden Rowdies zu entziehen vermocht! Sie hatten ihn in der Nische stehen sehen und nun den Jungen zu ihm geschickt, um ihn zu verhöhnen – vielleicht auch noch zu schlimmerem Zweck, falls er so töricht war, das ihm angebotene Stelldichein einzuhalten. Wessen die verzweifelten Kerle fähig waren, das hatten sie in verwichener Nacht deutlich genug bewiesen, und ohne seine geistesgegenwärtige Gewandtheit hätte der junge Detektiv vielleicht schon sein Leben eingebüßt.
Das vertuschte Verbrechen
George Barton
Das vertuschte Verbrechen
Jennie Becker lebte mit ihrem Ehemann Abraham Becker in der New Yorker Bronx und war Mutter mehrerer Kinder. Er arbeitete als Chauffeur, und nichts deutete darauf hin, dass sie nicht so glücklich verheiratet waren wie ein durchschnittliches Ehepaar. Es stimmt zwar, dass die Arbeit des Mannes ihn zu jeder Tages- und Nachtzeit in Anspruch nahm, aber Mrs. Becker schien dies als selbstverständlich hinzunehmen und beschwerte sich nicht.
Jennie Becker war nicht unattraktiv, und einmal hörte man Becker halb im Scherz sagen, wenn er nicht aufpasse, könne er sie verlieren. Sicher ist, dass sie in der Nachbarschaft der East 150th Street, wo sie wohnten, sehr beliebt war. Sie war auch für ihre Zuneigung zu ihren Kindern bekannt. Am Morgen des 7. April 1922 verließ sie ihr Haus, um in die Stadt zu gehen. Sie war ordentlich und sauber, aber nicht modisch gekleidet. Sie trug ein blau-weißes Kleid, einen grauen Pullover, schwarze Schuhe und Strümpfe und einen hübschen Hut. Sie küsste jedes ihrer Kinder, bevor sie das Haus verließ.

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