Aus dem Reiche der Phantasie – Heft 7 – Das Stahlross – 3. Teil
Robert Kraft
Aus dem Reiche der Phantasie
Heft 7
Das Stahlross
Verlag H. G. Münchmeyer, Dresden, 1901
Kapitel 3
Auf dem Stahlross
Georg machte die Bewegung des Schluckens. Dadurch kam er wieder zu sich. O, wie so angenehm kühl rann es ihm durch den Leib! Ach, so hätte er ewig trinken mögen!
Als er die Augen aufschlug, sah er einen in dunkelgrünen Stoff gekleideten Knaben vor sich stehen, der ihm eine große Flasche an den Mund hielt, und als er, ohne mit Trinken aufzuhören, die Augen etwas weiter wandte, erblickte er auch das blanke Pferd, das Weiterlesen
Nick Carter – Band 20 – Ein Kindesraub – Kapitel 5
Nick Carter
Amerikas größter Detektiv
Ein Kindesraub
Ein Detektivroman
Kapitel 5
Ein Verzweiflungskampf
Die Bahnstrecke kam in Sicht. Nick Carter hatte sie noch rechtzeitig erreicht.
Ein Blick auf seine Uhr belehrte ihn, dass bis zum Eintreffen des Zuges mindestens noch fünf Minuten verstreichen mussten.
Eine solche Frist war auch notwendig, denn der Detektiv musste das Haltesignal stellen, ohne welches der Personenzug an der kleinen Nebenstation nicht anhielt.
Einbrecher aus Leidenschaft – Wer zuletzt lacht
E. W. Hornung
Einbrecher aus Leidenschaft
Wer zuletzt lacht
Wie ich schon an anderer Stelle zu bemerken Gelegenheit hatte, sind die Glanzstücke unserer Unternehmungen – vom rein kriminellen Standpunkt aus betrachtet – für die lauteren Zwecke dieser Aufzeichnungen am wenigsten zu gebrauchen. In einem Fachblatt (sofern einem solchen Bedürfnis abgeholfen werden könnte) würden sie von versierten Meistern des Brecheisens und des Dietrichsatzes vielleicht geschätzt werden; als Berichte über lückenlose, aber bedeutungslose Erfolge fände man sie jedoch auf Anhieb zu banal und zu technisch, ganz zu schweigen davon, dass sie obendrein unappetitlich und unrentabel wären. Die letzteren Schimpfwörter und noch schlimmere sind in der Tat bereits angewendet worden – wenn schon nicht auf Raffles und all seine Werke, so doch zumindest von mehr als einem wackeren Führen einer tugendhaften Feder auf meine Schriften über ihn. Ich brauche wohl kaum zu betonen, wie herzlich ich dieser wahrlich frommen Meinung widerspreche. Weit davon entfernt, auch nur ein einziges Wort davon einzuräumen, behaupte ich vielmehr, dass ich der Welt die eindringlichste Warnung erteile. Raffles war ein Genie, und selbst er konnte daraus kein Kapital schlagen! Raffles besaß Erfindungsgeist, Tatkraft, unvergleichliche Kühnheit und Weiterlesen
Sagen der mittleren Werra 109
Vom Geldbirnbaum bei Unterrohn
Auf dem sogenannten Schlösschen am Haspelsgraben, wo sich zuweilen eine weiße Frau zeigen soll, stand noch vor wenigen Jahren ein riesiger Feldbirnbaum. In der Gegend nannte man ihn nur den Geldbirnbaum, weil unter ihm ein großer Schatz vergraben lag.
Einst spielten mehrere Kinder aus Unterrohn in seiner Nähe. Da erblickte ein Junge unter dem Baum einen alten Topf, der bis an den Rand mit blanken Talermünzen gefüllt war. Doch als er die anderen mit den Worten »Herrje, was ist das! Schnell, schnell!« herbeirief, versank der Topf ebenso rasch wieder vor seinen Augen im Boden.
Von den Wichtelmännchen am Haspelsgraben bei Unterrohn
»Sie wissen doch«, so erzählt die alte Tiefenorter Botenfrau, »dass sich zwischen Unterrohn und Tiefenort von den Werrawiesen aus ein kleines Tal bergauf zieht, das man Haspelsgraben nennt. Rechts auf der Ecke des Berges stand einmal ein altes Schloss, von dem heute nur noch der tiefe Graben, Kalk und Ziegelsteine übrig sind. Dort in der Gegend wohnen immer noch Wichtelmännchen. Wie ich von alten Leuten gehört habe, sollen sie mittlerweile allerdings mehr als zehn Fuß tief unter der Erde stecken.
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Die letzte Fahrt der Enora Time
Andreas Gruber
Die letzte Fahrt der Enora Time
Science-Fiction, Kurzgeschichten, Softcover, Goldmann, München, April 2026, 336 Seiten, 14,00 EUR, ISBN: 9783442497423
Autor Andreas Gruber hat die im vorliegenden Buch gesammelten Texte, die allesamt schon in anderen Publikationen erschienen sind, im Jahr 2025 komplett überarbeitet und mit persönlichen Anmerkungen versehen, die Hintergründe zur jeweiligen Entstehung offenbaren, was nicht nur eine Einordnung in den zeitlichen Veröffentlichungsrahmen zulässt, sondern z.B. Aufschluss zu Inspiration und Motivation des Autors gibt.
Andreas Gruber ist kein Unbekannter und in vielen Genres bewandert. Man kennt ihn als Krimi- und Thrillerautor wie auch als Verfasser unheimlicher Romane.
Wie er zur Science-Fiction kam, erzählt der mehrfach ausgezeichnete Schriftsteller in seinem launigen Essay zu Beginn des Buches: Mein Zugang zur Science-Fiction.
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