Der Mythos Tempelritter – Teil 3.22
Einst waren sie im Hochmittelalter die mächtigste Organisation auf Gottes Erden. Sie waren führend im Bankwesen, sie besaßen die größte Flotte des Abendlandes. Zeugen ihrer schier übermächtigen Größe und ihres Reichtums findet man noch heute: Der Newport Tower in Newport, Rhode Island, der als Leuchtturm der Templer gilt; Santa Mariá de Eunate in Spanien, welche die Templer nach dem Vorbild der Grabeskirche in Jerusalem erbauten; Temple Church in London, die den Templern als englisches Hauptquartier diente; die Klagemauer sowie der Tempelberg in Jerusalem, wobei aufgrund der derzeitigen religiösen und politischen Auseinandersetzungen zwischen Israel und Palästina es dort unmöglich erscheint, umfangreiche Ausgrabungen Weiterlesen
Das Wrack des Piraten – 1. Kapitel
Friedrich Gerstäcker
Das Wrack des Piraten
1. Kapitel
La Pulpería
In dem Seitenstübchen einer kleinen, aber keineswegs unbedeutenden Pulpería am westlichen Ende der Stadt Valparaíso saß am Abend des 5. August des für Chile besonders wichtigen Jahres 1810 eine stattliche Anzahl von Gästen bunt gemischt zusammen. Sie besprachen vor allem die Hauptereignisse des Tages: die Absetzung des Generalkapitäns Carrasco, die am 18. Juli in der Residenzstadt Santiago stattgefunden hatte, sowie den Antrag des berühmten, über die Kordilleren herübergekommenen Álvarez de Jonte. Dieser forderte, eine Regierungsjunta einzuberufen, um das spanische Joch abzuwerfen, das noch auf ihren Schultern ruhte und mit jedem Jahr drückender wurde.
Señora Fostero – die vortrefflichste lebendige Empfehlung, die je hinter einem Schanktisch gestanden hatte, und zugleich die ehrbare Besitzerin dieser Wirtschaft – würde es uns sicher übel nehmen, wollten wir uns nicht erst einen Augenblick mit ihr Weiterlesen
Eine Reise ins Jahr 2000 – Kapitel 21
William Wallace Cook
Eine Reise ins Jahr 2000
Kapitel 21
Kinchs Einfallsreichtum
Kinch und Lumley bahnten sich ihren Weg durch die Dachluke des Nachbarhauses. Beide erkannten, dass keine Zeit für Förmlichkeiten blieb.
Lumley, völlig überwältigt von der plötzlich hereinbrechenden Gefahr, ergab sich ganz in die Hände des Detektivs. Kinch hingegen ließ sich durch nichts aus der Ruhe bringen – selbst als der riesige Muglug ihn mit einer Axt gejagt hatte, verlor er keineswegs die Fassung. Ihm waren lediglich die Mittel ausgegangen, das war alles.
Das Haus, in dem sie sich nun befanden, war ebenso verwüstet wie das vorherige. Niemand hinderte sie am Durchqueren des Gebäudes. Obwohl aus einem der Räume Stimmen zu hören waren, schien sich nicht einmal jemand für sie zu interessieren.
Die Schwarzmäntel – Band 1 – Kapitel 2
Paul Féval
Die Schwarzmäntel
Originaltitel: Les Habits Noirs
Band 1
Kapitel 2
Monsieur Lecoq
Hundert Francs! Weiß man, was ein Schwartz von der guten Sorte mit 100 Franc anfangen kann?
J.-B. Schwartz hatte noch nie 100 Franc besessen. Hätte er 100 Franc gehabt, hätte J.-B. Schwartz ein Bankhaus in einer Dachkammer eröffnet. Zum Dichter wird man geboren; J.-B. Schwartz hingegen war mit einem exquisiten Sinn für Abrechnungen und dem Genie für Wechselrechnungen auf die Welt gekommen.
Ihn überkam ein Schwindelgefühl, denn der schlechte Schnaps des Wirtshauses gärte zusammen mit dem Ehrgeiz in seinem Kopf, Weiterlesen
Tür des Todes – Kapitel 8
John Esteven
Tür des Todes
Kapitel 8
Unerwartete Dinge
Für Norse war der Fall also noch nicht abgeschlossen. Was mich betraf, so hatten mich seine Anspielungen und sein Verschweigen, mein eigenes Abenteuer mit Hasta und der Fund von Eleanors Taschentuch beunruhigt, aber auch völlig verwirrt zurückgelassen. Denn warum sollte es letztlich noch irgendeinen Zweifel oder ein Problem geben? Wir hatten ein unterzeichnetes Geständnis von derjenigen Person, auf die alle anderen Beweise als Schuldige hinwiesen – ein Geständnis, das ihn selbst belastete und alle anderen entlastete. Das war eine klare Tatsache und schien die Angelegenheit zu beenden. Aber wenn Norse trotz alledem nicht überzeugt blieb – und ich musste zugeben, dass die Entwicklungen der Nacht ihn nicht ganz unvernünftig erscheinen ließen –, wen verdächtigte er dann? Vermutlich Hasta. Aber dann hatte er von irgendeinem anderen Helfershelfer gesprochen, der im Hintergrund und im Verborgenen agierte und nach dem er tastete.

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