Archiv

Marshal Crown – Band 41

Nachts, wenn die Zaunschneider reiten
Chronologie eines Weidekrieges Teil 1

Hamilton County, Texas, 31.Oktober 1876

Charles Dawley saß in seinem Schaukelstuhl, den er sich auf die Veranda gestellt hatte, und genoss die letzten wärmenden Sonnenstrahlen des Tages. Er wusste, dass sein lieb gewonnenes, spät nachmittägliches Ritual schon bald der Vergangenheit angehören würde, denn der Herbst neigte sich seinem Ende zu und in den Nächten wurde es bereits empfindlich kalt.

Deshalb wollte er nach seinem Tagewerk die wenigen verbleibenden Sonnenstunden des ausklingenden Jahres noch so lange genießen, wie es ging. Er machte die Beine lang, zog sich den Weiterlesen →

Die Sternkammer – Band 2 – Kapitel 5

William Harrison Ainsworth
Die Sternkammer – Band 2
Ein historischer Roman
Christian Ernst Kollmann Verlag, Leipzig, 1854

Fünftes Kapitel

Folgen der Warnung des Puritaners

Hugo Calveleys gegenwärtige seltsame Erscheinung und feierliche Warnung mit seinen früheren insgeheim ausgesprochenen Äußerungen und Andeutungen eines schrecklichen Planes, wozu er den jungen Mann anzuwerben gesucht, indem er gesagt hatte, dass die Ausführung sein Leben in Gefahr bringen werde. Dies alles Weiterlesen →

Deutsche Märchen und Sagen 89

Johannes Wilhelm Wolf
Deutsche Märchen und Sagen
Leipzig, F. A. Brockhaus, 1845

111. Korn verwandelt

Es war ein Bischof grauen Ordens von Zitel, gar ein guter heiliger Mann. Zu dem kam einmal ein gar reicher Mann, der bat ihn, dass er seine Beichte hören möge. Das tat der Bischof und er vernahm, dass der Mann viel unrechtmäßigen Gutes hatte.

Da sprach der Bischof zu ihm: »Nun geh hin und gib einer armen Wittib deines Kornes zwei Malter um Gottes willen.« Der Mann sprach: »Ja gerne«, tat es auch, kam wieder und sagte zu dem Herrn: »Herr, was Ihr mir Weiterlesen →

Aus dem Wigwam – Wakondas Sohn

Karl Knortz
Aus dem Wigwam
Uralte und neue Märchen und Sagen der nordamerikanischen Indianer
Otto Spamer Verlag. Leipzig. 1880

Vierzig Sagen
Mitgeteilt von Chingorikhoor

Wakondas Sohn

ls die Oto noch ihre Jagdgründe im Schatten der Berge des Großen Geistes durchstreiften, stand ihnen in Kriegs- und Friedenszeit ein tapferer und weiser Häuptling namens Wasabadschinga oder der Kleine schwarze Bär mit Rat und Tat zur Seite. Seine abenteuerlichen Kriegsfahrten und erstaunlichen Heldentaten bildeten lange Zeit das fast ausschließliche Gesprächsthema aller Stämme zwischen dem Mississippi und den Bergen der untergehenden Sonne und zwischen dem Missouri und dem See der Wälder. Er war stärker als ein Bär, schneller als ein Reh und schlauer als ein Puma. Keiner war so geschickt im Pferdestehlen wie er. Vor seiner Tür standen stets die besten Pferde des ganzen Landes, die er den Kusa, Omahas, Punka, Sioux und anderen Stämmen abgenommen hatte. In sternheller Nacht hatte er sich einst in das Lager der Missouri-Indianer geschlichen und denselben zahlreiche Skalpe Weiterlesen →

Das Polarschiff – Eine Verirrte

Fritz Holten
Das Polarschiff
Eine Erzählung für die reifere Jugend
Union Deutsche Verlagsgesellschaft, Stuttgart, Berlin, Leipzig, 1890

Eine Verirrte

Der Ingenieur Olaf Eriksen, sonst ein Mann von strammer Selbstzucht und Gelassenheit, war heute außer Rand und Band.

»Beim Jupiter, was soll das? … Und woher die außerordentliche Schwankung?«

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