Archiv

Aus dem Wigwam – Eine Sintflutsage der Tlingit

Karl Knortz
Aus dem Wigwam
Uralte und neue Märchen und Sagen der nordamerikanischen Indianer
Otto Spamer Verlag. Leipzig. 1880

Noch vierzig Sagen
Mitgeteilt vom Navajohäuptling El Zol

Eine Sintflutsage der Tlingit

ls die große Flut die Erde überschwemmte, wurden nur wenige Menschen auf einem Balken gerettet. Sobald sich das Wasser wieder zurückzog, brach dieser Balken entzwei. Von den Leuten auf der einen Hälfte stammen die Tlingit und von denen auf der anderen die übrigen Völker der Erde ab.

Als die Flut anfing zu steigen, wurde Chethl von seiner Schwester, welche Ah-gisch-an-akhau oder die Frau unter der Welt hieß, getrennt. Er sagte in diesem Augenblick zu ihr: »Du wirst mich nie wieder sehen, aber solange wie ich lebe, wirst du meine Stimme hören!«

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Oberhessisches Sagenbuch Teil 109

Oberhessisches Sagenbuch
Aus dem Volksmund gesammelt von Theodor Bindewald
Verlag von Heyder und Zimmer, Frankfurt a. M., 1873

IX.

Tiere, Elemente, Pflanzen, Legendäres und Historisches

Weiße Pferde

Westlich von dem großen und stattlichen Dorfe Ulfa, unterhalb Stornfels, ragt ein Berg empor, der Kirchberg.

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Ein Ostseepirat Band 2 – Kapitel 1

Carl Schmeling
Ein Ostseepirat
Historischer Roman
Zweiter Band

I. Eine kleine Jagd

Es gibt nichts Imposanteres, als eine an sich schon pittoreske Gegend, besonders ein Wasser in der Nähe durch Leuchtkugeln der größeren Art, wie sie eigentlich nur zu militärischen Zwecken verwendet werden, erhellt zu sehen.

So klar und genau in ihrem Lichtkreis eine solche Beleuchtung ist, behält sie doch immer noch einen magischen Weiterlesen →

Die zwei unzertrennlichen Freunde (1030)

Historische Denkwürdigkeiten

Die zwei unzertrennlichen Freunde (1030)
Herzog Ernst von Schwaben und Graf Werner von Kyburg fallen aus Freundschaft füreinander unter den Schwertern der Kaiserlichen.

Der unerwartete Tod Kaiser Otto des III., der noch unvermählt in der Blüte seiner Jahre zu Palermo in Italien starb, stürzte das Gebäude, welches sein Großvater Otto der Große mit so vieler Mühe aufgeführt hatte, wieder zusammen.

Im Heiligen Römischen Reich war man bisher gewohnt, die Söhne ihrer verstorbenen kaiserlichen Väter nachfolgen zu sehen. Bei dem unerwarteten und kinderlosen Absterben Otto des III. entstand daher eine große Spannung, Weiterlesen →

Gespensternovellen 10

Vilhelm Bergsøe
Gespensternovellen
Aus dem Dänischen übersetzt von Adolf Strothmann
Autorisierte Ausgabe, Verlag Otto Janke, Berlin 1873
Schimmelmanns Pferd
V.

Niels Kei fährt nicht mehr mit dem Braunen zwischen Hellebeck und Helsingör. Er ist längst schon nordwest gefahren mit der großen Extrapost, die uns alle abgeholt. Ob er vor seinem Tod Schimmelmanns Pferd sah, habe ich niemals erkundet. Dagegen fand man in seinem Nachlass ein rechtsgültiges Testemonium auf Stempelpapier, worin zweihundert Reichstaler für arme Kinder in Hellebeck ausgesetzt waren.
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