Archiv

Deutsche Märchen und Sagen 150

Johannes Wilhelm Wolf
Deutsche Märchen und Sagen
Leipzig, F. A. Brockhaus, 1845

195. Sankt Gudulas Grab bestohlen

Die heilige Gudula wurde mit vielem köstlichen Schmuck und Edelsteinen geziert begraben. Das hatte ein Dieb gesehen. Der ging bei nächtlicher Weile zu dem Grab und nahm all das reiche Gut von dem heiligen Leichnam bis zu den Armbändern ab. Das blieb aber nicht ungestraft. Wenige Tage danach, als die Mädchen Hand in Hand auf der Straße tanzten, kam auch des Grabschänders Tochter. Die trug Gudulas Armbänder und mengte sich unter die Tanzenden.
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Turnier- und Ritterbuch – Teil 5.1

Heinrich Döring
Turnier- und Ritterbuch
Verlag von E. F. Schmidt, Leipzig
Sitten und Gebräuche des Rittertums im Mittelalter

Fünftes Kapitel

Die Gottesurteile

Allgemein verbreitet war im Mittelalter der Glaube, dass der allmächtige und allwissende Gott in Fällen, wo kein menschlicher Beweis hin oder wieder mög­lich sei, die Wahrheit durch Wunder ans Licht ziehen müsse. Daher herrschte besonders unter den Deutschen die Sitte, dass Beklagte, deren Schuld oder Unschuld auf gewöhnliche Weiterlesen →

Sherlock Holmes – Die neuen Fälle – 50

Sir Arthur Conan Doyles Sherlock Holmes in »Die neuen Fälle«
Fall 50
Im Zeichen des Vollstreckers

Hörspiel, Krimi/Thriller, Romantruhe, Kerpen-Türnich, 03.12.2021, CD, ca. 65 Minuten, 8,95 EUR, ISBN: 9783864734519
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Sagen und alte Geschichten der Mark Brandenburg 3

Die wilde Jagd

Eine Sage, welche noch vor allen aus der alten Heidenzeit herstammt, ist die vom wilden Jäger. Besonders knüpft sie sich an waldreiche Gegend. Unter Brausen zieht da die gespenstige Erscheinung meist des Nachts durch die Luft. Man hört lärmende Stimmen und zwischendurch das Giff Gaff der Hunde. Es ist ein Gejuche, heißt es, dass einem die Haare zu Berge stehen. Dabei Weiterlesen →

Ein Ostseepirat Band 2 – Kapitel 19

Carl Schmeling
Ein Ostseepirat
Historischer Roman, Zweiter Band
XIX. Die neuen Stadtaffichen

Die ehemalige Hansestadt und schwedische Festung Stralsund hatte von der Not des gegenwärtigen Krieges nicht viel zu leiden.

Im Gegenteil, in ihr entwickelte sich nur der Pomp der schwedischen Armee, die bessere Seite des Feldzugslebens, welche Handel, Wandel und Spekulationsgeist zu heben imstande sind.

Die Armeereserve befand sich hier; der Stab der Flotte, des Höchstkommandierenden und mit ihnen die Weiterlesen →