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Deutsche Märchen und Sagen 174

Johannes Wilhelm Wolf
Deutsche Märchen und Sagen
Leipzig, F. A. Brockhaus, 1845

229. Trappler zu Coolscamp

Zu Coolscamp bei Lichtervelde liegt eine weite Haide, Stuifoen genannt. Durch dieselbe führt ein Weg, der nun sehr viel gebraucht ist, vor etwa fünfzig Jahren aber so sehr gescheut wurde, dass kein Mensch es wagte, denselben gegen Abend und noch weniger nachts zu betreten, und dies darum, weil sich dort ein Nachtspuk aufhielt. Nie oder selten nahm der Geist eine Gestalt an, man hörte ihn nur, und zwar trappelte er stets in der Nähe herum, wovon er auch den Namen der Trappler erhielt. Seit undenklichen Zeiten trug er den schon, aber noch keiner hatte den Spuk gesehen. Das war einem betrunkenen Bauern aufbehalten, der eines Nachts, des erwähnten Weges Weiterlesen →

Slatermans Westernkurier 07/2023

Auf ein Wort, Stranger, hast du schon einmal etwas von den blutigen Espinosas gehört?

Im Sommer 1863 fürchteten sich immer mehr Reisende davor, das Colorado Territorium zu durchqueren, und auch dessen Bewohner bekamen es langsam mit der Angst zu tun.

Ein Umstand, der allerdings nichts mit dem Bürgerkrieg zu tun hatte, der nach dem Osten inzwischen auch die westlichen Staaten erfasst hatte und dessen Auswirkungen allmählich bis in die Nachbarstaaten des Colorado Territoriums zu spüren waren.

Es waren vielmehr Berichte über das Verschwinden von Alleinreisenden und einsamen Reitern, deren entstellten Leichen später in abgelegenen Schluchten oder schwer zugänglichen Buschgebieten entdeckt wurden.

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Sagen und alte Geschichten der Mark Brandenburg 29

Das Schildhorn bei den Pichelsbergen

Bei den Pichelsbergen – einem bekannten Vergnügungs­ort der Berliner – bildet die Havel einen großen See. Von dem jenseitigen Ufer zieht sich beim Dorf Pichelsdorf, welches dort nach Spandau zu liegt, eine Landzunge in die­sen See hinein, die man den Sack nennt, der gegenüber dann auf der Seite der Pichelsberge nach dem Grunewald zu eine andere weit in das Wasser vorspringt, das Schild­horn genannt. Hier soll in alten Zeiten während eines großen Weiterlesen →

Aus den Geheimakten des Welt-Detektivs – Band 1 – 9. Kapitel

Aus den Geheimakten des Welt-Detektivs
Band 1
Das Geheimnis der jungen Witwe
9. Kapitel

Die Zaubersessel

Der Direktor der Lebensversicherungsgesellschaft Grasham saß an seinem Schreibtisch und musterte die soeben eingelaufene Morgenpost.

Ganze Stöße Briefe waren vor ihm aufgetürmt, denn die Grasham unterhält mit allen Ländern Verbindungen und Filialen, und mit der Morgenpost pflegten gewöhnlich die Anträge für neue Versicherungen einzulaufen, welche die Agenten abgeschlossen hatten.
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Die wundersamen Märlein vom Berggeist Rübezahl – 13. Kapitel

Heinrich Döring
Die wundersamen Märlein vom Berggeist Rübezahl
Verlag C. F. Schmidt, Leipzig, ca. 1840

Dreizehntestes Kapitel

Von des Schneidergesellen Bendix Übermut und der Beraubung des jüdischen Kaufmanns Moses

Es begab sich, dass an einem heiteren Sommertag mehrere Handwerksgesellen fröhlich daher zogen durch das Riesengebirge. Sie hofften Arbeit zu finden in dem Städtlein Hirschberg. Als sie nun so wanderten, erzählten sie sich zum Zeitvertreib allerlei lustige Din­ge, sangen auch wohl einige muntere Schelmliedlein. Plötzlich aber blieb der eine Geselle stehen und sprach leise: »Halt! Wir sind auf der Riesenkoppe, und zwar auf der Stelle, wo, wie die Leute sprechen, sich der Berggeist gewöhnlich zu zeigen pflegt. Damit wir nun sicher Weiterlesen →