Frank Reade Library – Eine Einführung Teil 3
Frank Reade Library
Eine Einführung
Teil 3
Im Rahmen der Diskussion über die Frank-Reade-Geschichten wird für gewöhnlich auf die Figur des Frank Reade Jr. Bezug genommen, während die Darstellung des Frank Reade Sr. in der Regel eine untergeordnete Rolle einnimmt. Letzterer ist im Vergleich zu seinem Sohn als weniger signifikant einzustufen und hat sich in der Regel darauf beschränkt, für Tousey einen Seriennamen zu etablieren und einen berühmteren Namensvetter hervorzubringen.
Im Jahr 1879 wurde die Frank-Reade-Serie von Senarens übernommen, woraufhin eine Vielzahl an Änderungen in der Struktur der Geschichten vorgenommen wurden. Die vorgenommenen Änderungen könnten darauf abzielen, potenzielle Probleme mit Enton zu antizipieren, der ein Anspruch auf Eigentum erheben könnte. Es besteht die Möglichkeit, dass sie sich aus einer Neubewertung der Marktwünsche ergaben oder schlichtweg ungeplante Zufallsprodukte waren.
Deutsche Märchen und Sagen 199
Johannes Wilhelm Wolf
Deutsche Märchen und Sagen
Leipzig, F. A. Brockhaus, 1845
276. Bischof Wulfhelm
Kaiser Ludwig II., auch der Deutsche genannt, verirrte sich eines Tages bei der Jagd und kam spät abends in den Ort Katzenhausen. Dort kehrte er in der Wohnung des Pfarrers ein. Der Pfarrer war ein schlichter, armer Mann, aber von gutem Herzen. Er empfing den Kaiser freundlich und liebevoll und ließ ihn in seinem eigenen Bett schlafen. Er hatte nur dieses eine, doch das machte ihm nichts aus: »Ich schlafe ebenso gut auf meinem Strohsack«, sprach er. Auch kochte er ihm einen guten Brei. Am anderen Morgen brachte er ihm nach der Messe Brot und Butter und einen Becher frisches, klares Wasser.
Als der Kaiser nun wieder aufbrechen wollte, sprach er zu dem Pfarrer: »Sagt mir, Herr, welchen Dienst ich Euch erweisen kann; Ihr habt mir so viel Liebes erwiesen.«
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Die Virginier Erster Band – 11. Kapitel
William Makepeace Thackeray
Die Virginier
Erster Band
Wurzen, Verlags-Kontor, 1858
11. Kapitel
In welchem sich die beiden Georges zum Blutvergießen rüsten
Der Oberst weilte in einer Kammer der Schenke und war mit trüben Vorbereitungen für das bevorstehende Treffen beschäftigt. Sein Gegner im anderen Zimmer dachte ebenfalls daran, seine letztwilligen Verfügungen zu treffen, und diktierte einem gehorsamen Bruder und Sekretär einen hochtrabenden Brief an seine Mutter, von der er in diesem Schreiben feierlich Abschied nahm. Sie würde, so glaubte er, den Plan, den sie im Auge hatte, nach dem Ereignis dieses Morgens kaum weiterverfolgen, wenn er fallen sollte, was wahrscheinlich war.
Die wunderbare und merkwürdige Geschichte vom Zauberer Virgilius … Teil 15
Oskar Ludwig Bernhard Wolff
Die wunderbare und merkwürdige Geschichte vom Zauberer Virgilius,
seinem Leben, seinen Taten und seinem Ende
Volksbücher Nr.46, Verlag Otto Wigand, Leipzig
Wie Virgilius starb
Da Virgilius in seinem Leben bereits viele wunderbare und künstliche Dinge vollbracht hatte, versprach er dem Kaiser, noch viel größere und wunderbarere Dinge zu vollbringen, falls er so glücklich sein sollte, am Leben zu bleiben. So wollte er unter anderem erreichen, dass die Fruchtbäume und das Getreide dreimal im Jahr tragen, dass jeder Baum zur gleichen Zeit reife Früchte und Blüten haben sollte, dass Schiffe ebenso leicht und jederzeit gegen den Strom wie mit dem Strom segeln können sollten, dass man einen Pfennig ebenso leicht verdienen wie ausgeben könnte, dass Frauen ihre Kinder ohne Schmerzen zur Welt bringen könnten und vieles andere mehr, was hier zu weit führen würde, wenn man es einzeln aufzählen wollte.
Al Capone – Band 18
Al Capone
Band 18
O’Banions Ermordung
1. Kapitel
Der bekümmerte Frank Rio
Dion O’Banion hatte soeben in einer Zeitung, die er von einem Jungen gekauft hatte, von der Ermordung des Harry Benson Beltman, des Direktors des Chicago Herald, und von der Verhaftung seines mutmaßlichen Mörders, des deutschen Gangsters Ed Weller, gelesen.
»Bravo, bravo!«, rief der Ire vergnügt, während er sich die Hände rieb. »Alle Umstände sprechen gegen ihn. Niemand wird daran zweifeln, dass Ed Weller diesen Mann ermordet hat. Oh, das wird ihn teuer zu stehen kommen, dass er aus meiner Bande desertiert ist. Nicht einen Cent gebe ich für das Fell dieses Jungen. Noch ehe zwei Monate vorüber sind, sitzt er auf dem Weiterlesen
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