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American Indian Weekly Nr. 2 – Aufgespürt in seinem Versteck – Kapitel 8

American Indian Weekly
Nummer 2, 1910
Aufgespürt in seinem Versteck
oder Die Verfolgung des Mitternachtsräubers
von Colonel Spencer Dair
Kapitel 8
Red Rogers schickt eine Nachricht an das Fort

In angespanntem Schweigen sah Rose zu, wie der Bandit näher kam, um die Befehle seines Herrn auszuführen.

Einen Augenblick lang dachte das Mädchen daran, sich sowohl dem berüchtigten Gesetzlosen, der sie zurückgewiesen hatte, als auch seinem Handlanger zu widersetzen. Ein einziger Schnitt mit ihrem Bowie-Messer würde die Fesseln des Pfadfinders hinter ihrem Rücken durchtrennen – und dann könnte sie sowohl Red als auch Pedro mit ihren Revolvern in Schach halten.

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Kommissar Rosic – Band 1.10

Rodolphe Bringer
Kommissar Rosic
Band 1
Der Dolch aus Kristall
Kapitel 10: Rosics grausame Überraschung

In der Droschke, die ihn nach Hause brachte, schwamm Rosic im Glück, den wertvollen Koffer auf den Knien.

Was für eine glückliche Begegnung er doch gerade mit diesem T. D. Shap gehabt hatte! Man musste schon sagen: Diese amerikanischen Detektive waren schlaue Köpfe. Und Rosic konnte es sich ruhig eingestehen: Niemals hätte ein französischer Polizist diese Ermittlung so wunderbar geführt und dieses unentwirrbare Rätsel gelöst. Welch eine Kombinationsgabe! Welch eine Meisterschaft!

Und vor allem: Welch eine Uneigennützigkeit.

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Die Geschichte des goldenen Saffianschuhs – Kapitel 1

Antonina Domańska
Die Geschichte des goldenen Saffianschuhs
Original: Historia żółtej ciżemki
Eine Erzählung aus der Zeit der Herrschaft von Kasimir IV. Andreas
Mit 11 Illustrationen

1489 – 1867

Ein wertvolles Juwel des alten Krakau, der Stolz Polens, ein Meisterwerk von Meister Veit Stoß und ein Denkmal seines Ruhms – der Hochaltar der Marienkirche, im Jahr 1489 von der reichen Krakauer Bürgerschaft gestiftet – verfiel zusehends.

Nahezu vier Jahrhunderte lang nahm dieses wunderbare Schnitzwerk den bedeutendsten Platz im Gotteshaus ein und trotzte beinahe vier Jahrhunderte lang dem verheerenden Zahn der Zeit, bis es schließlich doch nachgab.

So heißt es im Bericht des Kirchenrats der Marienkirche aus dem Jahr 1867:

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Der Kurier und der Detektiv – Kapitel 28

Allan Pinkerton
Der Kurier und der Detektiv
Originaltitel: The Expressman and the Detective
Chicago: W. B. Keen, Cooke & Co., 113 and 115 State Street. 1875

Kapitel 28

Die Zeit verging, und am dritten Tag nach dem Ausflug nach Philadelphia war Madame Imbert bei Mrs. Maroney, die ununterbrochen davon sprach, das Geld herauszugeben. Sie spielte auf Cox’ Haltung in dieser Frage an. Er hatte erklärt, dass er White das Geld niemals geben würde; er kenne den Mann nicht und würde niemandem vierzigtausend Dollar anvertrauen. Er betonte, dass er das Geld nun in seinen Händen habe und es auch behalten werde. Sie bestand darauf, dass man ihr die Angelegenheit überlassen sollte, um sie nach ihren eigenen Vorstellungen zu regeln. Mrs. Cox war – genau wie ihr Ehemann – fest dazu entschlossen, dass White das Geld nicht bekommen sollte. Alles sprach gegen die Chance, dass White an das Geld gelangen würde.
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Zehn Geschichten aus Meister Hämmerlings Leben und Denkwürdigkeiten – Teil 5.2

Zehn Geschichten aus Meister Hämmerlings Leben und Denkwürdigkeiten

Memoiren eines Scharfrichters aus den Zeiten des Mittelalters
Herausgegeben von Wilhelm von Chézy

Benzs Ausfahrt 2. Teil

Nie hatten die Mauern der Abdeckerei einen so trübseligen Bewohner umschlossen wie den jungen Nürnberger. Vor Unlust und Heimweh vergingen ihm Essen, Trinken und Schlafen. Bald wandelte er wie ein hohläugiges Gespenst umher. Er mied die Gesellschaft seiner neuen Gefährten und schien sich nur in der Einsamkeit wohlzufühlen. Nach vielen vergeblichen Aufmunterungsversuchen überließen die anderen ihn schließlich gern seiner Abgeschiedenheit, da sie meinten, dass mit dem mürrischen Burschen nichts anzufangen sei.

Als er eines Abends nach Feierabend im kleinen Garten hinter dem Haus seinen Gedanken nachhing, trat die Frau seines Meisters in ihrer Kammer vor den Spiegel aus hell geschliffenem Stahl. Sie kämmte und lockte ihr Haar sorgfältig, wusch sich das Gesicht Weiterlesen