Vom Staub des Wilden Westens zur universellen Hymne
Vom Staub des Wilden Westens zur universellen Hymne
Das Vermächtnis von Knockin’ on Heaven’s Door
In memoriam Torsten Low
Es gibt Lieder, die uns ein Leben lang begleiten, aber erst in den dunkelsten Momenten ihre volle emotionale Wucht entfalten. In den vergangenen Tagen lief mehrmals ein ganz bestimmter Song auf meiner Playlist. Der Anlass dafür ist ein unendlich trauriger: Der Tod meines Freundes und langjährigen Wegbegleiters Torsten Low hat eine Lücke hinterlassen, die sich nur schwer in Worte fassen lässt. Auf der Suche nach Trost, nach einem musikalischen Anker in einer aus den Fugen geratenen Welt, bin ich unweigerlich bei Bob Dylans Knockin’ on Heaven’s Door gelandet. Diese Kolumne widme ich Torsten – einem wunderbaren Menschen, der uns fehlen wird, dessen Erinnerung aber für immer bleibt.
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Dylans Meisterwerk, das längst seinen Schöpfer überwachsen und zu einem kollektiven Kulturgut der Menschheit geworden ist, Weiterlesen
Das Hitster-Phänomen
Hitster-Phänomen
Weshalb Deutschland derzeit Musikgeschichte neu schreibt
Erinnerst du dich an den Augenblick, in dem du ein bestimmtes Lied hörtest und sofort wusstest, wo du damals warst? Musik dient uns Menschen als unsere emotionalste Form der Zeitreise. Genau dieses einfache, aber brillante Prinzip liegt einem Trend zugrunde, der gegenwärtig in deutschen Wohnzimmern, bei Familienfeiern und geselligen Grillfesten für große Begeisterung sorgt. Ein bekannter Spieleverlag aus Amsterdam hat hier den Nerv der Zeit getroffen, indem er komplizierte Anleitungen und lange Aufbauphasen weglässt und stattdessen gemeinsame Erinnerungen sowie gute Musik in den Mittelpunkt stellt.
Das Grundkonzept wirkt überraschend minimalistisch und ist zugleich klug durchdacht. Es verbindet ein klassisches Kartenspiel mit modernen technischen Geräten, ohne dass dabei eine künstliche Verkomplizierung entsteht. Wer eine Karte zieht, zückt das eigene Handy, scannt den kleinen QCR-Code mit einer kostenfreien Programmdatei ein, und schon ertönt das Original des Liedes über die Lautsprecher im Raum. Die zentrale Aufgabe klingt unkompliziert, hat es aber in sich: Es gilt herauszufinden, in welchem Jahr das Lied veröffentlicht wurde. Danach ordnest du den Titel in deine ganz persönliche musikalische Reihenfolge ein. Wer als Weiterlesen
Aus dem Reiche der Phantasie – Heft 7 – Das Stahlross – 5. Teil
Robert Kraft
Aus dem Reiche der Phantasie
Heft 7
Das Stahlross
Verlag H. G. Münchmeyer, Dresden, 1901
Kapitel 5
Im roten Tal
»Achtung, wir werden verfolgt!«, sagte Richard kaltblütig zu Georg. »Zieh deinen Nackenschleier fest, dass er keine bloßen Stellen am Hals lässt, und wende nicht das unbedeckte Gesicht. Tr–r–r–ab, Galopp, Karriere!«
Ein Dutzend Schüsse fielen, eine ganze Salve krachte hinter ihnen.
»Ich bin verwundet!«, stöhnte Georg plötzlich.
Der Wolfdämon – 6. Kapitel
Albert W. Aiken
Der Wolfdämon
Oder: Die Königin von Kanawha
6. Kapitel
Ein weiteres Opfer
Als Murdock sich der Gruppe näherte, sah er, dass Oberst Boone und ein fremder Jäger im Zentrum der Männer standen. Auch ein weiteres unbekanntes Gesicht fiel dem Neuankömmling ins Auge: Das eines Mannes, der in die schlichte, selbstgewebte Kleidung der Siedler gehüllt war. Sein Haar war rabenschwarz und seine Haut beinahe so dunkel gebräunt wie die eines Indianers. Er stand am äußeren Rand der Gruppe und stützte sich auf ein langes Gewehr. Die scharfen, dunklen Augen dieses Fremden hatten einen rastlosen Blick und wanderten ununterbrochen umher.
Murdock war sich in dem Moment, als er das Gesicht des Fremden erblickte, sicher, dass er ihn schon einmal irgendwo gesehen hatte – doch um alles in der Welt wollte ihm nicht einfallen, wann oder wo das gewesen war. Langsam trat er näher, während er Weiterlesen
Sagen der mittleren Werra 110
Die Brabanter Gräfin am Hautsee
Einst reiste ein wohlhabender Graf aus Brabant mit seiner bildschönen Tochter in das Dorf Dönges. Er hatte vom sagenumwobenen Hautsee gehört, und da ihm die malerische Landschaft so sehr gefiel, nahm er für einige Zeit Quartier im örtlichen Gasthaus.
Der See mit seiner schwimmenden Insel übte jedoch eine magische Anziehungskraft auf die junge Gräfin aus. Sie konnte sich kaum von dem Anblick losreißen und verweilte oft bis spät in die Nacht am Ufer. Als sie eines Tages nicht mehr in die Herberge zurückkehrte, ließ ihr zutiefst besorgter Vater sogleich die gesamte Umgebung durchsuchen. Er versprach immense Belohnungen, doch seine Tochter blieb unauffindbar. Schließlich musste der Graf gebrochenen Herzens allein die Heimreise antreten.
Doch die Sehnsucht ließ ihm keine Ruhe. Immer wieder kehrte er zum Hautsee zurück und beklagte verzweifelt den Verlust seines Kindes, das er in den Tiefen des Gewässers vermutete.
Das Leid des Vaters rührte die dorfeigenen Bauern. Sie rieten ihm, ein Fest in der Nähe des Ufers auszurichten und keinesfalls die Musikanten zu vergessen. Die drei geheimnisvollen Wasserschwestern des Sees liebten den Tanz außerordentlich und würden sich Weiterlesen
Kommissar Rosic – Band 1.12
Rodolphe Bringer
Kommissar Rosic
Band 1
Der Dolch aus Kristall
Kapitel 13: Der Herr, der auf die B-14 wartete
Gegen zwei Uhr nachmittags schritt an diesem Tag ein kleiner, rothaariger Mann fieberhaft über die verlassenen Kaianlagen des Fährbahnhofs von Calais.
Er trug einen blauen Anzug, dessen weit geöffnetes Revers den Blick auf ein weißes Flanellhemd freigab. Seine feurige Mähne hatte genau die Farbe einer zu dunkel gebackenen Brioche und wurde von einer Marineoffiziersmütze bedeckt – abgesehen von einer schwarzen Seidenschnur ohne jede Abzeichen oder Borde.
Er schien kaum dreißig Jahre alt zu sein. Trotz der Schulterpolster war leicht zu erkennen, dass eine seiner Schultern höher stand Weiterlesen
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