Der Gefangene der Stadtvogtei – Kapitel 4
Der Gefangene der Stadtvogtei
Eine Berliner Kriminalgeschichte
von Jodocus Donatus Hubertus Temme
G. Behrend (Falkenbergische Verlagsbuchhandlung), Berlin, 1861
Kapitel 4
Ein Ochsenhändler
In der Jerusalemer Straße in Berlin gibt es viele Keller, in denen bei Tag wie bei Nacht ein reger Verkehr herrscht. Es verkehren allerlei Leute dort, und zu der Zeit, aus der ich erzähle, waren in mehreren davon, vor allem nachts, immer einige Berliner Diebe anzutreffen.1 Die Berliner Diebe bilden eine Genossenschaft für sich, freilich zusammen mit ihren Frauen. In jenen Kellern pflegten daher nachts nur Diebe mit ihren Frauen zu verkehren.
In einem dieser Keller war es noch in später Nacht sehr voll. Es fand eine Zusammenkunft statt. Es wurde Musik gemacht, Weiterlesen
Die letzte Fahrt der FLYING SCUD – Kapitel 12
Die letzte Fahrt der FLYING SCUD
Eine spannende Geschichte aus alten Freibeuterzeiten
Von einem alten Hasen geschrieben
Kapitel XII.
Der Traum eines Piraten
Noch bevor der Schlaf seine Augen schloss und seine körperlichen Sinne betäubte, begann Kidd zu träumen. Er lag so ruhig und still da, dass er wie ein Teil eines großartigen orientalischen Gemäldes von barbarischer Pracht wirkte. Der größte Dichter der Welt könnte sagen:
Die Schlafenden und die Toten sind wie Bilder.
Der gefürchtetste aller Seeräuber, der Piratenchef, lag eine Zeit lang vollkommen ruhig und still da, obwohl sein Geist damit beschäftigt Weiterlesen
Nick Carter – Band 19 – Ein schauerlicher Fund – Kapitel 1
Nick Carter
Amerikas größter Detektiv
Ein schauerlicher Fund
Ein Detektivroman
Kapitel 1
Nick Carters Ankunft in Kansas City
Vom Vorderende einer Rauchcar des nach Westen fahrenden Schnellzugs schwang sich ein Bauer auf den Stationsperron herab. Dabei hantierte er so ungeschickt mit einer unförmigen Reisetasche, dass er der Länge nach auf den Boden hinschlug.
Schwerfällig rappelte sich der biedere Landonkel wieder auf, ließ seinen Ingrimm an dem sicherlich schon von der seligen Großmutter gestickten Reisesack aus und versetzte ihm einen derben Tritt. Dabei knurrte er halblaut: »Bin nur froh, dass es meine Alte nicht gesehen hat. Sie würde wieder meinen, ich hätte mir einen Rausch geholt. Hol der Teufel alle Eisenbahnen und Weiterlesen
Wölfe – Staffel 1, Episode 5 von 6
Wölfe
Staffel 1, Episode 5 von 6
Krähen
Das Suprematsgesetz erklärte Heinrich VIII. zum obersten Oberhaupt der Kirche in England. Doch Kaiser Karl V. und sein Botschafter Eustache Chapuys weigern sich, seinen neuen Titel oder seine Ehe mit Anne Boleyn anzuerkennen.
Cromwell besucht Katharina. Sie ist zunehmend gebrechlich und müde und sehnt sich danach, ihre Tochter Mary zu sehen. Cromwell hat Mitleid mit Katharina und versucht, den König davon zu überzeugen, Chapuys den Besuch bei ihr zu erlauben. Heinrich lehnt dies jedoch ab: Solange der Kaiser Anne nicht als seine rechtmäßige Ehefrau anerkennt, wird er keine diplomatischen Zugeständnisse machen.
Da Anne erneut schwanger ist und sich nicht am Hof aufhält, beginnt Heinrich Jane Seymour zu beachten. Die Seymours bitten Cromwell um Hilfe bei ihren Verhandlungen mit dem König.
Der Kurier und der Detektiv – Kapitel 23
Allan Pinkerton
Der Kurier und der Detektiv
Originaltitel: The Expressman and the Detective
Chicago: W. B. Keen, Cooke & Co., 113 and 115 State Street. 1875
Kapitel 23
In Jenkintown war alles in Ordnung. Mrs. Maroney hatte sich mit De Forest versöhnt, und sein gegenwärtiges Glück war so groß, dass er seine vergangenen Sorgen völlig vergessen hatte. Er mochte Flora sehr und ging gerne mit ihr spazieren, besonders wenn ihre Mutter dabei war. Madame Imbert fuhr manchmal mit Mrs. Maroney zum Einkaufen nach Philadelphia, und De Forest war immer ihr Kutscher. Mrs. Maroney hielt sich an ein Versprechen, das sie ihrem Mann gegeben hatte, und fuhr nie ohne Madame Imbert mit De Forest aus.
De Forest hatte nur einen Sitz in seiner Kutsche, und es war ziemlich lästig, ständig zwei Damen zu befördern. Er hatte nur wenig Platz zwischen ihnen, und da es warm war, fühlte er sich oft sehr unwohl. Er war groß, und seine Knie stießen dicht gegen das Verdeck, aber Weiterlesen
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