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Reise zum Mittelpunkt der Erde (1959)

Reise zum Mittelpunkt der Erde (1959)

Im Jahre 1864, einer Ära, in der Tapferkeit und Mut die Charakteristik der Männer prägten und selbst die Aussprache komplexer isländischer Vulkannamen wie Snæfellsjökull als Beweis ihrer Unerschrockenheit diente, konzipierte der renommierte Science-Fiction-Autor Jules Verne eine faszinierende Expedition zu einem geheimnisvollen Land im Erdinneren. Zu jener Zeit hielt man diese Vorstellung für real. Obwohl zahlreiche Wissenschaftler seiner Zeit Vernes Theorie ablehnten und der Autor selbst mit Zweifeln und einem Hauch von Humor auf seine Ideen blickte, blieb der Glaube an ein solches Abenteuer so stark, dass ein halbes Jahrhundert später Pläne geschmiedet wurden, um dieses sagenumwobene Land zu entdecken. Der Film, der 1959 unter der Regie von Henry Levin das Licht der Welt erblickte, behandelt dieses Thema als reine Fantasie, bleibt jedoch fest verankert in den ehrgeizigen Visionen des 19. Jahrhunderts und einem Abenteuergeist, der bis in die Gegenwart widerhallt.

James Mason brilliert in der Rolle des Professors Lindenbrook, eines angesehenen Akademikers aus Edinburgh, der unerwartet einen Hinweis erhält, der seiner Meinung nach belegt, dass ein früherer Entdecker tatsächlich das verborgene Land betreten hat. Gemeinsam mit seinem leidenschaftlichen Schüler Alec, verkörpert von Pat Boone, begibt er sich auf eine Entdeckungsreise Weiterlesen

Die wunderbare und merkwürdige Geschichte vom Zauberer Virgilius … Teil 8

Oskar Ludwig Bernhard Wolff
Die wunderbare und merkwürdige Geschichte vom Zauberer Virgilius,
seinem Leben, seinen Taten und seinem Ende
Volksbücher Nr.46, Verlag Otto Wigand, Leipzig

Wie der Kaiser Virgilius um Rat fragte, auf welche Weise er die Straßen von den Übeltätern und Nachtschwärmern reinigen solle

Diele Klagen waren zu des Kaisers Ohren gekommen über Diebe und Mörder, welche zur Nachtzeit die Straßen zu Rom sehr unsicher machten. Er erbat sich dieser bald den guten Rat des Virgilius und fragte ihn, was er tun solle, um solchem Unwesen zu steuern.

Da antwortete Virgilius dem Kaiser: »Ihr müsst ein Pferd von Erz machen lassen mit einem ehernen Reiter auf dem Rücken, der in der Hand eine eiserne Keule hält. Dieses Pferd lasst ihr vor dem Rathaus aufstellen und lasst ausrufen, dass in Zukunft abends um zehn Uhr mit einer Glocke geläutet werde, wer aber dann noch auf der Straße sei, würde totgeschlagen werden.«
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Führer durch die Sagen- und Märchenwelt des Riesengebirges 15

Max Klose
Führer durch die Sagen- und Märchenwelt des Riesengebirges
Mit zahlreichen Abbildungen aus dem Riesengebirge
Verlag von Brieger & Gilbers. Schweidnitz (Świdnica). 1887.
Überarbeitete Fassung

III. Greiffenstein und Liebenthal

10. Der Nonnenraub zu Liebenthal

Nordöstlich von dem Greiffenstein liegt das Kloster Liebenthal. Als Christoph von Naschwitz auf dem Greiffenstein Burghauptmann war, überfiel er mit seinen Knechten einst das Kloster, plünderte dasselbe und führte der frommen Jungfrauen Schönste mit Gewalt auf die Burg, wo er sie mit widrigen Liebesanträgen peinigte. Die Gott geweihten Schwestern weinten und beteten hinter festen Kerkertüren. Plötzlich aber Weiterlesen

Der Welt-Detektiv – Band 11 – 5. Kapitel

Der Welt-Detektiv Nr. 11
Johnson, der Boxerkönig
Verlagshaus für Volksliteratur und Kunst GmbH Berlin

5. Kapitel

Eine seltsame Automobilfahrt

Nicht viel später verließen drei Männer das Hotel. Johnsons Komplize nahm wieder seinen Sitz am Steuer ein. die beiden anderen nahmen im Fond des Wagens Platz.

Überflüssig ist es wohl, zu sagen, dass auch der Weltde­tektiv lautlos seinen Sitz am Gepäckhalter bezog.

»Fahrt zu, was das Zeug hält«, rief der eine der beiden Hotelgäste dem Mann am Steuer zu.

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Sagen und alte Geschichten der Mark Brandenburg 55

Pater Wichmann in Neuruppin

In der Klosterkirche steht noch die Bildsäule vom Pater Wichmann, einem der Grafen von Lindow, der das Kloster hier gegründet haben soll und sein erster Prior gewesen ist. Er soll die Gabe gehabt haben, Wunderwerke zu tun, wo­von in alten Schriften namentlich eine Begebenheit erzählt wird. »Einstmals«, heißt es, »hatte er jenseits des Ruppiner Sees, welcher dicht vor dem Kloster vorbeigeht, im Namen seines Konvents etwas zu verrichten. Weiterlesen