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Sagen der mittleren Werra 28

Sagen-der-mittleren-Werra

Woher der Name Todenwarth stammt

1.

Wernshausen gegenüber auf einem von der Werra umrauschten, hier steil abfallenden Hügel liegt die Todenwarth, seit Jahrhunderten der Sitz der Freiherren gleichen Namens, den die Sage auf folgende Weise entstanden sein lässt.

Der deutsche Kaiser lag hart darnieder. Da erschien der Tod, um ihn abzurufen. Das aber gewahrte der Leibarzt des erlauchten Kranken, trat zwischen den Tod und den Kaiser und rief dräuend und mit fester Stimme dem unheimlichen Gast zu: »Tod, wart!«
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Sagen und alte Geschichten der Mark Brandenburg 2

Die Zwerge oder Unterirdischen

Außer den Riesen, heißt es, hat es vordem auch Zwerge auf Erden gegeben. Die sind so klein gewesen, sagt man in Liepe bei Rathenow, dass ihrer neun in einem Backofen haben dreschen können. Unter der Rüster am Haus des Küsters haben sie dort ihren Ein- und Ausgang gehabt, und von ihrem gewöhnlichen Aufenthalt unter der Erde nennt man sie auch allgemein die Weiterlesen →

Sagen der mittleren Werra 27

Sagen-der-mittleren-Werra

Von der gespenstigen Braut in Niederschmalkalden

In Niederschmalkalden erschien, freilich schon vor langen Jahren, einem aus der Familie Hess um Mitternacht eine bildschöne Jungfrau in ihrem bräutlichen Schmuck. Der Mann erschrak und kroch unter die Decke. In der folgenden Nacht hatte er dieselbe Erscheinung. Da ging er zu seinem Pfarrer, berichtete ihm über das Gesicht und bat um seinen Rat und Beistand. Als nun in der dritten Nacht die Braut wiederkam, fragte er sie ermutigt, was sie wolle. Darauf teilte sie ihm mit, dass sie seit hundert Jahren Weiterlesen →

Sagen und alte Geschichten der Mark Brandenburg 1

Die Riesen in der Mark

Es ist eine alte deutsche Sage, dass es vor den Menschen Riesen und Zwerge auf Erden gegeben habe. Auch in der Mark Brandenburg geht diese Sage um. Am Wandlitzer See – etwa drei Meilen nördlich von Berlin – liegt zum Beispiel auf dem Stolzenhagenschen Feld ein gewaltiger Stein, der noch etliche Fuß in die Erde hineingeht, oben aber den Eindruck von einer sehr Weiterlesen →

Oberhessisches Sagenbuch Teil 125

Oberhessisches Sagenbuch
Aus dem Volksmund gesammelt von Theodor Bindewald
Verlag von Heyder und Zimmer, Frankfurt a. M., 1873

Der Helg in Burkhards

Die stumpfe Kirche unter Burkhards war endlich baufällig geworden. Man beschloss, auf den heutigen Kirchhof, der dem Ort näher liegt, die neue zu errichten, dazu aber das Material der alten zu benutzen. So brach man denn auch ein kleines uraltes und hochverehrtes Heiligenbild aus der dortigen Mauer und versetzte es an die neue Kirche. In jeder Nacht aber wurde das Bild von unsichtbaren Händen weggetan und man sah es wieder morgens am gewohnten alten Platz. Man mochte es dort noch so oft wegholen, immer war es morgens wieder daselbst, Weiterlesen →