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Sagen und alte Geschichten der Mark Brandenburg 19

Die weiße Frau auf dem Berliner Schloss

An viele alte Schlösser der Mark sowie an Stätten, wo Burgen und Klöster gestanden haben und namentlich noch Ruinen vorhanden sind, knüpft sich die Sage, es ließe sich eine weiße Frau dort zu Zeiten sehen. Wo in Alt-Ruppin das Schloss war, da soll eine solche wanken, mit einem Schlüsselbund am Gürtel, ebenso auf dem Räuberberg bei Phöben im Havelland, wo ein Schloss der von Rochow gestanden hatte, desgleichen in Chorin, wo noch Ruinen Weiterlesen →

Sagen der mittleren Werra 44

Sagen-der-mittleren-Werra

Von der Wallenburg und ihrem Weinkeller

Eine Viertelstunde östlich vom Dorf Herges ziert noch der Turm der von den Dynasten von Frankenstein auf dem Hön erbauten Wallenburg, früher Waldenburg, die Gegend. Viele Schätze liegen in den Gewölben des alten Schlosses, unter diesen auch alter, köstlicher Wein.

Der Keller ist jedoch bisher noch nicht entdeckt. Einst kam ein feiner Weinkenner in der zwölften Stunde des Johannistages dort vorüber. Der roch sofort Weiterlesen →

Die wundersamen Märlein vom Berggeist Rübezahl – 1. Kapitel

Heinrich Döring
Die wundersamen Märlein vom Berggeist Rübezahl
Verlag C. F. Schmidt, Leipzig, ca. 1840

Ich, Rübezahl, hab’
jederzeit an Possen und Schwänken mich erfreut.
Stets lass’ ich meinem Humor den Zügel,
kurzum, ich bin im Geisterreich
das ungefähr, was, Menschen, unter euch
der kluge Schalksnarr Eulenspiegel.
S. G. Bürde

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Sagen der mittleren Werra 43

Sagen-der-mittleren-Werra

Von der Kröte in der Mommel bei Herges

Der alte Steiger Storch aus Herges erzählte: »Ich war damals noch ein kleiner Junge, als wir auf der Mommel im Schacht Güte Gottes einen Versuchsort in taubem Eisengestein machten. Da geschah es, dass eine Druse angehauen wurde, in der sich eine lebende Kröte befand. Die Alten meinten, das sei ein gutes Zeichen. Die Kröte wurde beiseitegeschafft, saß aber am anderen Morgen wieder an der nämlichen Stelle. Wir warfen sie in den Schacht, allein Weiterlesen →

Sagen und alte Geschichten der Mark Brandenburg 18

Berliner Wahrzeichen

Früher wusste man in Berlin noch viel Geschichten aus alten Zeiten zu erzählen, wo die Stadt noch klein war, nun aber, wo so viele Tausende von außerhalb hereingezogen, da ist alles anders geworden, und die wenigsten wissen noch, was die Rippe am Molkenmarkt zu bedeuten hat oder was es mit dem Jungfernküssen für eine Bewandtnis hatte oder warum an der Statue des Großen Kur­fürsten vorn ein Kind vor dem Kurfürsten auf dem Pferd sitzt.
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