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Sagen- und Märchengestalten – Segen und Beschwörung

Sagen- und Märchengestalten sowie Geister-, Wunder- und Aberglauben des deutschen Volkes
Mit Erzählungen von Begebenheiten der Vorzeit, die den Glauben an eine Geisterwelt förderten, Berlin, Verlag von Burmester & Stempell,1874

Segen und Beschwörung

Eine große Macht besitzt nach dem Glauben der Leute das gesprochene Wort. Es vermag zu binden und zu lösen, zu schaden und zu heilen, es dient zum Fluch und zum Segen. Laute Verwünschungen entfahren den Lippen gereizter Helden. Leise murmelt das Zauberweib den Verderben bringenden Spruch und kaum hörbar wird der Segen über kranke Glieder geflüstert. Wie die Worte dichterischer Begeisterung in gebundener Rede dem Weiterlesen →

Rübezahl – Wie Rübezahl zu seinem Namen kam

Rübezahl
Der Berggeist des Riesengebirges
Sagen und Schwänke neu erzählt nach R. Münchgesang
Wie Rübezahl zu seinem Namen kam

Lange Zeit blieb nun Rübezahl still für sich, denn er hatte die Lust verloren, sich mit den Menschenkindern näher einzulassen. Nur von Weitem sah er ihnen neugierig zu.

Eines Tages lag er in seinem Garten, dem wildesten Teile des Gebirges, in dem er niemand duldete. Einem Felsblock ähnlich lag er still da, schlief und träumte. Schon öfters hatte er bemerkt, dass ein Schwarm munterer Mädchen seiner Behausung nahe kam. Bei heiterem Wetter spielten und tändelten sie im Walde. Sobald sich aber Weiterlesen →

Hessische Sagen 25

Die zwei Brüder

In der alten Kirche zu Vöhl hingen zwei Schwerter, deren einem ein Stück fehlte. Dies sollen die Waffen gewesen sein, mit denen zwei Brüder oder Vetter vor Zeiten gegeneinander fochten, sodass der eine von des anderen Hand fiel, wie solches die Limburger unterm Jahr 1354 berichtet.
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Sagen- und Märchengestalten – Der Frauen Umzug

Sagen- und Märchengestalten sowie Geister-, Wunder- und Aberglauben des deutschen Volkes
Mit Erzählungen von Begebenheiten der Vorzeit, die den Glauben an eine Geisterwelt förderten, Berlin, Verlag von Burmester & Stempell,1874

Der Frauen Umzug

Auf Wolken thronte einst die Gattin Odins oder Wotans, die im weiten Himmelsraum wie über die Fülle des Erdbodens gebietende Frigga. Sie bewohnt den goldstrahlenden Palast, in den die Geister der Helden aufgenommen wurden, sobald ihr Leib dem Tod verfiel. Aus unerschöpflichen Quellen spendet die Hohe des Segens Überfluss. Unter ihrer Hand bedecken sich die Felder mit schweren Halmen, kleiden sich die Bäume in liebliches Weiterlesen →

Von der Arbeit und dem Schmerz

Von der Arbeit und dem Schmerz

Manche Besucher des Geisterspiegels wissen es bereits – im Januar 2011 beschloss meine Halswirbelsäule, mir das Leben schwer zu machen.

Schon in den Jahren zuvor hatte ich häufig Schmerzen im Nacken, doch ließen sich diese mit einer Kombination aus Ibuprofen und Paracetamol recht ordentlich behandeln.

An jenem Morgen aber, da ich aus dem Schlaf erwachte, aus dem Traum gerissen von einem enormen Schmerz sowie Ausfallerscheinungen im linken Arm und der Hand, wusste ich, dass es nun ernst werden würde.

Wie ernst, das ahnte ich nicht.

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