Xaver Stielers Tod – Kapitel 6
Robert Kohlrausch
Xaver Stielers Tod
Kriminalroman
Erschienen 1928 im Josef Ginger Verlag Berlin
Sechstes Kapitel
Stefan ging durch den mittäglich stillen Wald rasch auf nächstem Wege dem Bahnhof zu. Nicht nur durch Eile war sein Fuß beflügelt. Er fühlte sich immer so gehoben, des Erdengewichtes entkleidet, von aller Nachlässigkeit und Schlaffheit befreit, wenn er mit Hanna beisammen gewesen war. Der elektrische Strom, der von ihr ausging und Lebens- und Liebeskraft in ihm merkte, wirkte stets noch eine Weile nach. Seine Zufriedenheit mit sich Weiterlesen
Der Teufel auf Reisen 27
Carl von Kessel
Der Teufel auf Reisen
Zweiter Band
Ein humoristisch-satirischer Roman aus dem Jahr 1870
Sechstes Kapitel – Teil 2
Die Familie Purps
Während dieses Gesprächs waren beide in das Wohnzimmer getreten. Therese schien wirklich mehr als schüchtern zu sein, denn sie bebte nicht allein förmlich zusammen, als sie den Fremden erblickte, sondern wurde auch feuerrot und beugte sich tief auf die Arbeit, mit der sie beschäftigt war, herab.
John Tanner – Das Leben eines Jägers 30
John Tanner
Das Leben eines Jägers
oder
John Tanners Denkwürdigkeiten über seinen 30-jährigen Aufenthalt unter den Indianern Nordamerikas
Erstmals erschienen 1830 in New York, übersetzt von Dr. Karl Andree
Dreißigstes Kapitel
Der Frühling nahte und wir gingen an den Wälder-See zurück. Als wir an sein Ufer gelangten, fanden wir ihn noch mit Eis bedeckt. Wir standen am Strand, da sah ich in der Ferne eine Otter über das Eis gehen. Die Indianer hatten mir oft gesagt, dass selbst der stärkste Mann keine Otter töten könnte, wenn er dabei nicht eine Waffe zu Weiterlesen
Der Totenwirt und seine Galgengäste 16
Der Totenwirt und seine Galgengäste
Eine abenteuerliche und höchst wundersame Ritter-, Räuber-, Mörder- und Geistergeschichte aus der grauen Vorzeit, um 1860
Heimkehr und Rettung
Der Junker sann darüber nach, was nun alles zu geschehen habe, wenn die Mordschenke des Totenwirts in seinem Rücken liegen würde.
Schon nach einer Stunde hörte er die Raubmörder in der anderen Stube fortpoltern.
Nach einer Viertelstunde öffnete Eva leise die Tür und fragte flüsternd: »Lebt Ihr noch, Herr Junker?«
Das Gespenst von Amalfi – Teil 4
Das Gespenst von Amalfi
Eine Erzählung von Robert Kohlrausch
Es war ein wunderschöner, schon sommerlicher Frühlingsabend mit unbewegter Luft, stillem Sternenlicht und fernen Mandolinenklängen gewesen, der uns bis tief in die Nacht hinein auf der Terrasse versammelt gehalten hatte. Mein angstvoll-aufgeregter Zustand hatte mich in diesen Tagen die menschliche Gesellschaft mit Eifer suchen lassen, und ich hatte mich mit gezwungener Lebhaftigkeit an Gespräch und Scherz beteiligt, sodass niemand etwas von der Norm Abweichendes an mir hätte bemerken können. Der mir mit Absicht auferlegte Zwang veranlasste vielleicht eine noch stärkere Reaktion der Nerven wie gewöhnlich. Als ich in mein Zimmer trat, packte mich ein Angstgefühl so gewaltig, dass ich allen Ernstes anfing, zu überlegen, ob ich nicht meine schon weit vorgeschrittene Arbeit im Stich lassen und Hals über Kopf abreisen sollte.
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