Der goldene Fels Kapitel 4
Robert Kohlrausch
Der goldene Fels
Kriminalroman, Alster-Verlag, Hamburg, 1915
Viertes Kapitel
Es war drei Tage nach dem Fest in der Villa. Kommerzienrat Helbig stand im Büro seiner Fabrik an einem Stehpult aus ungestrichenem Tannenholz. Die wenigen sonstigen Möbelstücke waren von gleicher Einfachheit. An dem einzigen großen Fenster, das nach Norden ging, waren keine Vorhänge, nur nach innen zurückgeschlagene Holzläden, sodass es alles Licht hereinließ, das der trübe Tag nur hergab. Der Sturm, der in der Festnacht losgebrochen war, tobte mit noch unverminderter Kraft und kalte Regengüsse prasselten gegen die Scheiben.
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Der Teufel auf Reisen 45
Carl von Kessel
Der Teufel auf Reisen
Dritter Band
Ein humoristisch-satirischer Roman aus dem Jahr 1870
Neuntes Kapitel – Teil 5
Eine Jugendliebe
Inzwischen war der Herzog über Stock und Stein fortgesprengt, im Kampf der mannigfachsten Gefühle. Die Leidenschaft tobte in seiner Brust, er hielt sich für verraten, er war erbittert, dass man ihm ein Glück zerstören wollte, welches er als alleiniges Eigentum seines Herzens betrachtete und das er daher ungeschmälert genießen wollte, da er damit niemand schadete oder wehe tat. Er beschloss endlich, allen weiteren Zumutungen eine eiserne Weiterlesen
Felsenherz der Trapper – Teil 9.2
Felsenherz der Trapper
Selbsterlebtes aus den Indianergebieten erzählt von Kapitän William Käbler
Erstveröffentlichung im Verlag moderner Lektüre GmbH, Berlin, 1922
Band 9
Die belagerte Hazienda
Zweites Kapitel
Die List des blonden Trappers
In derselben kleinen Lichtung, wo in der verflossenen Nacht die Vaqueros gelagert hatten, saßen am Morgen acht Apachen mit unterschlagenen Beinen in einem Halbkreis um den Eingang eines ledernen Jagdzeltes herum, das für den Großen Bär, den Oberhäuptling der Apachenstämme, errichtet worden war.
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Pamfilius Frohmund Eulenspiegel 17
Des Erzkalfakters, Quadratschlankels und durchtriebenen Leutvexierers, Pamfilius Frohmut Eulenspiegel, des allbekannten, berüchtigten und weltverrufenen Till Eulenspiegel einzigen Sohnes pfiffigen Streiche, Ränke, Schwänke und lustige Possen als: Hendlschnipfer, Brotschwindler, Rahmkripfer, Fischdieb, Entenangler, Zigeuner-, Schneider- und Schusterlehrbua, Herzogslebensretter, Herold, Schatzgräber, magistratischer Bademeister, Hofnarr, Feldherr, frommer Pilger, glücklich dem Galgen entgangener Spieler usw.
In die weite Welt
wollte ich nun wandern, da ich bereits 18 Jahre alt war, und zum Erlernen eines anderen Handwerkes durchaus keine Lust mehr hatte. Der Herr Prälat war damit einverstanden, da ich bei meinem aufgeweckten Kopf doch irgendwo noch unverhofft mein Glück würde machen können. Er schenkte mir 4 Taler Reisegeld und gab mir mehr Weiterlesen
Der Freibeuter – Verrat und Treue
Der Freibeuter
Zweiter Teil
Kapitel 16
Christine, starr vor Verwunderung und Angst über das, was sie vernommen hatte, schlich auf ihr Zimmer und brachte eine schlaflose Nacht zu. Wenn sie die Augen schloss, sah sie einen grässlich blickenden Mann – sie wusste es, es war Kapitän Norcroß – mit blutigem Schwert vor der Leiche des Kronprinzen stehen oder mit gezucktem Schwert auf ihn eindringen oder ihren Geliebten, Lord Palmerston, von einer Kugel getroffen, sich verbluten. Gequält von den Schreckbildern ihrer aufgeregten Fantasie, ersehnte sie den Morgen, er brachte ihr keine Ruhe. Zwar wurde sie nicht mehr von Schreckbildern gemartert, wohl aber von der Überzeugung geängstigt, dem Kronprinzen und ihrem Geliebten drohe ein großes Unglück. Von Jugend auf gewohnt, die Glieder des Weiterlesen
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