Neue Gespenster – 1. Erzählung
Samuel Christoph Wagener
Neue Gespenster
Kurze Erzählungen aus dem Reich der Wahrheit
Erster Teil
Erste Erzählung
Der Geist eines schlesischen Grafen kehrt aus dem Fegefeuer zurück[1]
Um das Jahr 1715 ereignete sich auf einem der gräflich Sternbergischen Güter in Schlesien folgende höchstmerkwürdige Gespenstergeschichte:
Die gräflich Sternbergische Familie hatte den Zudringlichkeiten einiger benachbarten katholischen Weiterlesen
Schauernovellen – Der musizierende Satan
Schauernovellen – Der Bierfiedler auf dem Sabbat
Ferdinand Kleophas
Schauernovellen Band 1
Verlag Franz Peter, Leipzig 1843
Der Bierfiedler auf dem Sabbat
Mathias Wilmart war der beste Fiedler der Stadt Hesdin. In keinem Dorf auf drei Meilen in die Runde hätte man lustig getanzt, wenn ein anderer als Mathias Wilmart Bassgeige gespielt hätte. Auch war er eine Person von hoher Wichtigkeit. Er saß bei Hochzeiten neben den Eltern der Neuvermählten. Die junge Frau, welche nach der Sitte des Landes die Gäste während der Mahlzeit bediente, ermangelte nicht, ihm die besten Bissen zu geben. Kurz, wenn er zu reden begann, horchte jedermann hoch auf, denn keiner wusste besser als er eine Geschichte Weiterlesen
Schauernovellen – Die Geister der Gemordeten Teil 2
Ferdinand Kleophas
Schauernovellen Band 1
Verlag Franz Peter, Leipzig 1843
Die Geister der Gemordeten – Teil 2
Der Anblick Cambrais im Jahre 1136 war sehr verschieden von dem, welchen es nun darbietet. Diese Stadt dehnte sich eng und zusammengedrängt vom Schloss Selles bis zum Fuße des Ochsenberges. Hier streckte sie plötzlich zwei unermessliche Flügel aus, welche den Hügel bedeckten. Eine Kirche des St. Medard und St. Cloud beherrschte dieses weite Amphitheater.
Die Stadt bildete also zwei sehr verschiedene Teile; der eine war düster und von den armen Leuten bewohnt; der Weiterlesen
Hexengeschichten – Furia infernalis – Kapitel 5
Ludwig Bechstein
Hexengeschichten
Halle, C. E. Pfeffer. 1854
Furia infernalis
Kapitel 5
Still und einförmig ging das Leben dahin im Herrenhaus bei Krementschuk. Der Gebieter begann rasch zu altern, Agaphonika wechselte viele Briefe mit ihrem Bruder Basiliy, freute sich der Zeit entgegen, die diesen einmal wieder in ihre Arme führen sollte, pflegte ihre Tauben und überwachte die einfache Hauswirtschaft.
Aniuschka hatte einen kleinen Liebeshandel mit dem Leibdiener des verstorbenen Bräutigam, Peter Stephanow, Weiterlesen
Neueste Kommentare