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Geisterwelten

Simon Heiser: Der Fall Scheib

Alles begann mit einem Typen, der ein Schwert in der Hand hielt. Simon Heiser weiß heute nicht mehr, ob das in Star Wars oder im Herrn der Ringe war, oder vielleicht auch ganz woanders. Aber er erinnert sich an den Eindruck, den dieser Krieger damals, als er noch ein Kind war, auf ihn gemacht hat. Jemand, der für eine gute Sache, für ein höheres Wohl eingetreten ist, und das innerhalb eines fantastischen Rahmens voller unbekannter Horizonte. Dass das für ein Kind atemberaubend ist, ist klar. Aber die Faszination, die gut erzählte Geschichten und interessante Charaktere auf ihn ausübten, hat ihn seitdem nicht mehr losgelassen. Schon früh verlangte es Simon danach, selbst die Geschicke solcher Erzählungen und aller in ihnen vorkommenden Figuren zu lenken, sich eigene Rahmen auszudenken, die er mit Leben füllen konnte. Von der Fantasy kam der Autor nach und nach zum Horror und den Kinderbüchern; er liebt es einfach, das Spektrum Weiterlesen →

Die Chroniken von Kull

Ich mag diese sogenannten modern short stories, Kurzgeschichten als eine literarische Gattung, deren Ursprung Anfang des 20. Jahrhunderts zu suchen ist. Sie entstanden innerhalb der angloamerikanischen Literatur wie zum Beispiel von Edgar Allan Poe oder William Faulkner und übten nach dem Zweiten Weltkrieg auch auf die deutsche Literatur einen maßgeblichen Einfluss aus. Es entstanden bedeutende Kurzgeschichten von Wolfgang Borchert, Heinrich Böll, Ilse Aichinger, Elisabeth Langgässer, Alfred Andersch, Marie Luise Kaschnitz und Siegfried Lenz, um nur einige zu nennen. Obwohl ein Teil der Bedeutung dieser literarischen Gattung ab Mitte der 1960er Jahre verloren ging, ist es um so erfreulicher, dass besonders im Segment der Klein- und Selbstverlage das Interesse an der Veröffentlichung von Kurzgeschichtensammlungen nach wie vor sehr hoch ist und auch weniger bekannte Autoren weitab vom Mainstream eine Chance erhalten, ihre Werke veröffentlichen zu können.
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Larry Moon – Insektenarmee

Seit Anbeginn der Zeit tobte ein Kampf zwischen der dunklen, satanischen Seite und dem Guten auf der Erde. Die Kräfte, die dabei freigesetzt wurden, ließen den Urkontinent Pangäa zerbrechen und ihn sich in mehrere Kontinente aufteilen. Das Gute erlangte in der Schlacht langsam die Oberhand. Tausende Jahre nach dem Beginn des großen Krieges hatte sich die Menschheit über den Planeten verbreitet. Die ersten Hochkulturen entstanden, die ersten Reiche dominanter Völker markierten ihre territorialen Hoheitsgebiete. Die Menschheit hatte sich, bis auf einige abtrünnige Völker, der Seite des Guten angeschlossen. Fortan kämpfte sie auch weiterhin Seite an Seite mit den Kriegern des Guten gegen die Armeen der dunklen Mächte. Schließlich gelang es dem Bündnis, das Böse zu bezwingen und einstweilen von dem Planeten Erde zu verbannen.
Aus Dankbarkeit für ihren Mut, ihre Treue im Kampf und ihre erbrachten Opfer übergaben die Anführer der Krieger des Guten den Menschen den Planeten in ihre Obhut. Fortan sollte die menschliche Rasse dafür Sorge tragen, dass eine Rückkehr Satans und seiner Vasallen auf die Erde unmöglich würde. Die Völker der Weiterlesen →

Retreat #1 – Pandemie

Retreat #1 – Pandemie

Seit der Pest im Mittelalter eignete sich die Menschheit sehr viele Kenntnisse über mögliche Pandemien an. Hat die damalige Pest etwa drei Jahre gebraucht, um von Sizilien über Mitteleuropa bis nach Norwegen zu gelangen, verbreitete sich die Lungenkrankheit Sars in Windeseile über den Globus und brauchte dabei vom Ursprungsort in der südchinesischen Provinz Guangdong bis Kanada nur wenige Wochen. Es liegt vor allem daran, dass der Mensch heutzutage binnen kürzester Zeit Tausende Kilometer zurücklegen und überall auf der Welt Menschen infizieren kann, eher er selbst der Krankheit zum Opfer fällt.
Denkt man an Vogel- und Schweinegrippe, treten aus dem Unterbewusstsein die Bilder von toten Hühnern und Wildvögeln zutage. Diese Art von Bedrohung ist nicht gebannt worden. Weiterlesen →

Mit Zähnen und Klauen

Für Craig DiLouie sind Zombies Wesen, welche zuvor als ganz normale Menschen unter uns weilten und durch Krankheiten oder Organismen infiziert und zu gewalttätigen Monstren wurden, mit dem einzigen Ziel, ihre Opfer zu überwältigen, zu beißen und somit zu infizieren. Die Lebenden dienen ihnen dabei nicht als Nahrung. Dieses Szenario klingt für den Autor plausibler und gruseliger als andere.
Die Zombi-Thematik ist im Grunde genommen nicht tot. Sie ist keine Modeerscheinung, die dem Mainstream der großen Verlage folgt. Es sind gerade die kleinen Nischenverlage und Self-Publisher, die diese Thematik am Leben erhalten. So wie der Mensch von der Angst vor seiner eigenen Sterblichkeit fasziniert ist, so ist er gleichwohl vom möglichen Ende unserer Spezies fasziniert. In den Fünfzigern waren es außerirdische Invasoren, in den Siebzigern der Weiterlesen →