Das Astoria-Abenteuer – Teil 1
Max Felde
Das Astoria-Abenteuer
Nach den zeitgenössischen Aufzeichnungen von Washington Irving erzählt
Illustriert von L. Berwald
Union Deutsche Verlagsgesellschaft, Stuttgart, Berlin, Leipzig. Stuttgart, Berlin, Leipzig. 1912
Geleitwort
Um nicht der Gefahr ausgesetzt zu sein, zum übrigen Haufen der Indianergeschichten geworfen zu werden, bedarf das vorliegende Buch einiger einleitender Worte. Es könnte ihm sonst ergehen wie dem Mann, der im Zentrum der Handlung steht und leider allen Grund hatte, sich darüber zu beklagen, dass die wahre Natur seines Unternehmens von seinen Mitbürgern und Zeitgenossen zu spät erkannt wurde.
Die Erzählung schildert den Verlauf eines großzügigen, wohldurchdachten und höchst bedeutsamen Handelsunternehmens eines Deutschen, der als blutjunges Bürschchen arm und mittellos war und in seiner Heimat trübe Jugendtage durchleben musste. Doch als er zum Jüngling herangewachsen war, wagte er sich frisch und mutig in die Welt hinaus – auf seine eigene Kraft bauend. Durch größten Fleiß und unermüdlichen Unternehmergeist wurde Johann Jakob Astor – so hieß der junge Weiterlesen
Catherine Parr Band 1 – Zweites Buch – Kapitel 4
Luise Mühlbach
Catherine Parr
Zweites Buch
Historischer Roman, M. Simion, Berlin 1851
IV. Der König langweilt sich
König Heinrich war allein in seinem Arbeitszimmer. Er hatte einige Stunden damit verbracht, an diesem frommen Erbauungsbuch zu schreiben, das er seinen Untertanen statt der Bibel zur Lektüre empfehlen wollte, da er als Oberhaupt der Kirche die entsprechende Autorität besaß.
Doch der Oberpriester der englischen Kirche, der erhabene König von Gottes Gnaden, spürte, dass trotz dieser beiden großen und erhabenen Würden ein drittes Wesen in ihm wohnte: ein armes, schwächliches Menschenkind, das trotz der Erhabenheit des Priesters und der Größe des Königs Hunger und Langeweile, Ermattung und Überdruss empfinden konnte wie jeder andere Sterbliche auch.
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Aus Armand’s Frontierleben – Band 1- Kapitel 3
Fredéric Armand Strubberg
Aus Armand’s Frontierleben
Band 1
Carl Rümpler, Hannover, 1868
Drittes Kapitel
Der Pioneer
Zehn Jahre waren vergangen, seit Davis die Indianerin Kionata begraben und mit Leonide die Flucht ergriffen hatte. Während dieser Zeit waren die Ansiedlungen der Weißen den Gebirgen nur um wenige Meilen näher gerückt.
Am Fuße derselben, wo sie sich als einzelne Ausläufer in das niedere Land strecken, liegen die reichsten und reizendsten Länder, die noch alle Vorzüge der Gebirgsgegend sowie alle solche der Ebenen besitzen. Die üppigsten und buntesten Blumen übersäen die unabsehbaren, wellenförmigen Grasfluren, die von riesenhaften, prächtigen Waldstrichen durchzogen sind. Sie breiten ihre Weiterlesen
Auf den Spuren der Wegbereiter 06
George Bird Grinnell
Auf den Suren der Wegbereiter
Originaltitel: Trails of the Pathfinders. New York. Charles Scribner’s Sons. 1911
Kapitel 7
Alexander Mackenzie Teil 3
Am nächsten Tag schien der Wald in Flammen zu stehen, da dichte Rauchwolken mit einem starken Geruch von verbranntem Harz aus dem Holz aufstiegen. Am Nachmittag des 19. Juni sahen sie Rauch am Ufer. Bevor sie das Land jedoch erreichen konnten, hatten die Eingeborenen ihr Lager bereits verlassen. Mackenzie schickte seine Indianer hinter ihnen her. Sie waren jedoch bedrohlich und schossen fünf Pfeile ab, die jedoch keinen Schaden anrichteten. Die Männer wollten einige Habseligkeiten mitnehmen, die die Eingeborenen zurückgelassen hatten. Einige Gegenstände nahmen sie mit, und im Austausch ließen sie einige nützliche Werkzeuge zurück. Am nächsten Morgen brachen sie im Nebel früh auf und sahen Rotwild am Rand des Wassers. Ein weiteres Tier wurde gesichtet Weiterlesen
Die Geheimnisse Londons – Band 1- Kapitel 3
George W.M. Reynolds
Die Geheimnisse Londons
Band 1
Kapitel 3
Die Falltür
Der junge Fremde hatte das Gespräch der beiden Halunken mit unbeschreiblichem Erstaunen und Entsetzen belauscht. Durch die Umstände des Abends waren seine Nerven bis an den Rand des Wahnsinns angespannt. Es schien, als bliebe ihm keine andere Wahl, als sich auf den Boden zu werfen und dem Wahn des Gemüts, der aus heftigen Emotionen resultierte, nachzugeben.
Er hatte seine Gefühle unter Kontrolle gehalten, während er hörte, wie der Einbruch in das Haus von Mr. Markham kühl geplant und beschlossen wurde. Doch als die Unterhaltung dieser beiden Ungeheuer in Menschengestalt seiner Vorstellungskraft all die Schrecken des furchteinflößenden Ortes entfaltete, an dem er Schutz gesucht hatte, als er hörte, dass er tatsächlich am Rande Weiterlesen
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