Aus Armand’s Frontierleben – Band 1- Kapitel 7
Fredéric Armand Strubberg
Aus Armand’s Frontierleben
Band 1
Carl Rümpler, Hannover, 1868
Siebentes Kapitel
Bald darauf wurde der Wald lichter und ein freier Platz öffnete sich, um den herum wohl gegen zwanzig Häuser standen. Die meisten waren Blockhäuser, doch zwischen ihnen befanden sich auch einige Gebäude aus Dielen.
In mehreren davon war noch Licht, und vor den Türen standen und bewegten sich Leute hin und her.
Der Diener lenkte sein Pferd über den Platz auf die andere Seite, wo aus dem Eingang des größten Hauses ein helles Licht hervordrang. In dessen Schein wurden mehrere Männer sichtbar. Zugleich aber hörte Armand bei seiner Annäherung sehr laute Stimmen aus dem Haus, die er bald als heftige Schwüre und Flüche erkannte.
Aus Armand’s Frontierleben – Band 1- Kapitel 6
Fredéric Armand Strubberg
Aus Armand’s Frontierleben
Band 1
Carl Rümpler, Hannover, 1868
Sechtes Kapitel
Es war so schön und friedlich still hier unter den alten, dicht belaubten Eichen. Das Gras unter ihnen war so frischgrün und das Abenddunkel, das ihn bereits umgab, ließ das feurige Rot des Himmels, das zwischen den dunklen Laubmassen über ihm glühte, nur noch mehr erstrahlen.
Armand dachte an seine alte Heimat, an die prächtigen, vertrauten Wälder in Deutschland und an die feierlichen, lieben Klänge der Abendglocken, die über Berg und Tal wogten. Sein Hengst war wieder in den Schritt übergegangen und näherte sich dem nächsten Hügel, während Joe in einiger Entfernung voranlief. Auf der Höhe blieb der Hund aber stehen und sah sich nach seinem Weiterlesen
Aus Armand’s Frontierleben – Band 1- Kapitel 5
Fredéric Armand Strubberg
Aus Armand’s Frontierleben
Band 1
Carl Rümpler, Hannover, 1868
Fünftes Kapitel
So widerstrebend es Armand auch war, kam nun wieder recht oft die Sprache auf die Notwendigkeit, bald einmal nach der nächsten Ansiedlung hinunterzureiten, um neue Vorräte heranzuschaffen, denn die mitgebrachten begannen sich dem Ende zu neigen. Fast täglich zeigte sich ein neuer Mangel, und wenn er auch nur einen wertlosen Gegenstand betraf, so war er doch recht unangenehm. Die alten Blecheimer waren abgenutzt, die große blecherne Kaffeekanne war nicht mehr dicht, die Zahl der irdenen Milchgefäße hatte sich sehr verkleinert, es war kein Docht mehr für die Öllampen vorrätig, Werkzeuge, Nägel, Lebensmittel wie Weizenmehl, Kaffee, Salz und Gewürze mangelten – kurz: Armand hatte bereits eine bogenlange Liste davon aufgeschrieben und immer fand sich noch mehr dazu.
Aus Armand’s Frontierleben – Band 1- Kapitel 4
Fredéric Armand Strubberg
Aus Armand’s Frontierleben
Band 1
Carl Rümpler, Hannover, 1868
Viertes Kapitel
Der brave Jude
Beim Anbruch des Tages sprang Armand von seinem Lager auf und öffnete schnell eines der Fenster, um den Morgen zu begrüßen und zu sehen, was das Wetter machte.
Der Himmel war tiefblau, und nicht das kleinste Wölkchen war mehr an ihm zu sehen, die Prärie, die sich wellenförmig über drei Meilen südwärts bis an den Mustang River ausdehnte, prangte im frischesten Grün, und eine erquickende duftige Luft strömte Armand entgegen. Friedlich und still lag es auf der Gegend, als ob die Natur in langen ruhigen Zügen die neue Lebenskraft in sich
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Aus Armand’s Frontierleben – Band 1- Kapitel 3
Fredéric Armand Strubberg
Aus Armand’s Frontierleben
Band 1
Carl Rümpler, Hannover, 1868
Drittes Kapitel
Der Pioneer
Zehn Jahre waren vergangen, seit Davis die Indianerin Kionata begraben und mit Leonide die Flucht ergriffen hatte. Während dieser Zeit waren die Ansiedlungen der Weißen den Gebirgen nur um wenige Meilen näher gerückt.
Am Fuße derselben, wo sie sich als einzelne Ausläufer in das niedere Land strecken, liegen die reichsten und reizendsten Länder, die noch alle Vorzüge der Gebirgsgegend sowie alle solche der Ebenen besitzen. Die üppigsten und buntesten Blumen übersäen die unabsehbaren, wellenförmigen Grasfluren, die von riesenhaften, prächtigen Waldstrichen durchzogen sind. Sie breiten ihre Weiterlesen
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