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Phänomene und Legenden

Der Aufstand der Mucker

Der Aufstand der Mucker
Eines der dunkelsten Kapitel in der Geschichte der deutschen Auswanderer

Novo Hamburgo ist heute die nördlichste Stadt im Ballungsraum der brasilianischen Metropole Porto Alegre, der Hauptstadt des Bundesstaates Rio Grande do Sul, die sich inzwischen zu einem riesigen Moloch aus Beton, Glas und Stahl entwickelt hat, der ganze 81 Stadtteile umfasst.

Noch um 1680 waren dort nichts als Felsen, Urwald und wilde Tiere.

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Elbsagen 28

Elbsagen
Die schönsten Sagen von der Elbe und den anliegenden Landschaften und Städten
Für die Jugend ausgewählt von Prof. Dr. Oskar Ebermann
Verlag Hegel & Schade, Leipzig

28. Die Zerstörung von Helfenstein

Wenn man bei Tolkewitz in der Nähe von Pillnitz über die Elbe setzt, so kommt man in das Dorf Niederpoiritz und wendet sich dann rechts den Grund hinauf zum Rittergut Helfenberg, in dessen Nähe auf einem Hügel die Ruinen der alten Burg Helfenstein, die auch Rothfels (von ihren ehemaligen Besitzern, den Dehn-Rothfelsern) oder die Hilfenburg hieß, liegen, die früher unter dem Volk den wendischen Spottnamen Babaricy, die Burg des Weiberkerls Weiterlesen →

Aus dem Wigwam – Der Waldwolf und der Steppenwolf

Karl Knortz
Aus dem Wigwam
Uralte und neue Märchen und Sagen der nordamerikanischen Indianer
Otto Spamer Verlag. Leipzig. 1880

Der Waldwolf und der Steppenwolf

in großer Waldwolf und ein kleiner Steppenwolf durchstreiften einst das Land in allen Richtungen nach Nahrung. Als sie schon beinahe verhungert waren, kamen sie an einen Wigwam, aus welchem ihnen eine frisch gebratene Hirschkeule entgegenduftete. Dieser verlockende Geruch machte sie gleichgültig gegen alle Gefahren, und sie beschlossen, auf die Hütte loszugehen und um Nahrung zu fragen. Die Indianer fütterten und behandelten sie sehr freundlich. Die Wölfe aßen sich satt und ruhten sich auf den Fellen aus, die man für sie hingelegt hatte.

Als sie nun am Morgen wieder abreisen wollten, sagte der Steppenwolf: »Wir haben hier eine angenehme Heimat gefunden. Alles ist in Hülle und Fülle vorhanden. Warum sollen wir sie nun verlassen? Lass uns doch bei unseren Weiterlesen →

Oberhessisches Sagenbuch Teil 32

Oberhessisches Sagenbuch
Aus dem Volksmund gesammelt von Theodor Bindewald
Verlag von Heyder und Zimmer, Frankfurt a. M., 1873

Das Frauchen im Hirzenbergsrod

Am Hirzenbergsrod, nicht weit von der Betzenröder Grenze, hat schon mancher Mensch etwas erlebt, dass ihm der Schrecken davon sein Lebtag in den Knochen geblieben ist. Dort geht nämlich zur Abendzeit ein altes Frauchen um, das sich ehemals dick hat sehen lassen. Es ist grau, angetan am Leib. Auf dem Kopf aber trägt es ein weißes Striffelhäubchen und ist, wenn man sich nicht mit ihm foppt, ganz harmlos. Man braucht sich nicht vor ihr zu fürchten. Dass es aber keinen Spaß versteht, lehrt diese Geschichte.

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Der Konstanzer Hans Teil 1

W. Fr. Wüst
Der Konstanzer Hans
Merkwürdige Geschichte eines schwäbischen Gauners
Reutlingen, 1852

Einleitung

In der zweiten Hälfte des verflossenen Jahrhunderts, nämlich von 1750 an, hausten in verschiedenen Gegenden unseres deutschen Vaterlandes einzelne Gauner und kleinere und größere Gaunergesellschaften. Wer hat nicht schon vom Sonnenwirtle, vom bayrischen Hiesel, vom Hannikel, vom Schinderhannes usw. gehört? Zu dieser gefährlichen und gefürchteten Menschenklasse gehörte auch der Konstanzer Hans, welcher vier Jahre lang vom Weiterlesen →