Archiv

Phänomene und Legenden

Aus dem Wigwam – Säketschäk

Karl Knortz
Aus dem Wigwam
Uralte und neue Märchen und Sagen der nordamerikanischen Indianer
Otto Spamer Verlag. Leipzig. 1880

Vierzig Sagen
Mitgeteilt von Chingorikhoor

Säketschäk

uf dem kleinen Hügel Wetscheganawaw, am Ufer des Kaddoquesees, lebte ein tüchtiger Jäger und Fischer mit Namen Säketschäk oder Otterfänger. Er war mager, aber sehr groß, und konnte sechs Tage hintereinander fasten, ohne dass man es ihm ansah. Auch war er ein tapferer Krieger, und wenn sich die Paduka seinem Stamm mit feindlichen Absichten näherten, so war er immer der Erste, der den Kriegsruf ausstieß und den ersten Skalp erbeutete.

Sein Rat wurde stets befolgt, da er ein weiser und kluger Mann war, der seine Augen nach allen Seiten richtete. Auch war allgemein bekannt, dass er fromm war und er nie vergaß, dem Großen Geist das beste Stück Fleisch zu Weiterlesen →

Bisonjäger – Teil 1

Bisonjäger – Teil I

Frühe Entwicklung

Die nachfolgenden Seiten hätten nie geschrieben werden können ohne die stille Mitarbeit unzähliger Männer, deren unmittelbare Erfahrungen die Grundlagen bilden, auf denen unser heutiges Wissen von den Bisonjägern beruht.

Reisende und Trapper, Pelzhändler und Soldaten haben ihr Wissen dazu ebenso beigesteuert wie Geologen, Weiterlesen →

Die Legende von Tom Dooley 2

Die Legende von Tom Dooley
Die traurige Wahrheit

Die wirkliche Geschichte von Tom Dooley und Laura Foster ist viel komplizierter als die Version, die in dem Song erzählt wird. Und es geht um viel mehr Probleme.

Tom Dula wurde 1845 in den tiefen, verarmten Bergen rund um das Yadkin Valley geboren. Irgendwann, als er noch ein ziemlich junger Halbstarker war, begann er, den Haushalt von James Melton und seiner Frau Anne zu teilen. Melton war ein erfolgreicher Schuster und hatte das Interesse an seiner viel jüngeren Frau verloren, die ungefähr im gleichen Alter wie Dula war. Mit James Meltons Einverständnis begannen Tom Dula und Anne Melton, sich ein Bett in Meltons Hütte zu teilen. James Melton schlief allein.
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Elbsagen 49

Elbsagen
Die schönsten Sagen von der Elbe und den anliegenden Landschaften und Städten
Für die Jugend ausgewählt von Prof. Dr. Oskar Ebermann
Verlag Hegel & Schade, Leipzig

49. Der Kobold zu Pausitz

Zu Pausitz bei Riesa hat sich um 1696 ein Kobold aufgehalten, der in dem Haus des Viertelhüfners Hans Preußiger vielerlei Unfug verübte. Er verschleppte Lebensmittel und Wäsche aus dem Haus und versteckte sie an verschiedenen Orten, Butter ballte er zu Klumpen und vergrub sie unter der Spreu, Mehl- und Getreidesäcke stürzte er um. Wenn gebacken werden sollte, verdarb er den Sauerteig durch Erde und Spreu, in der Küche füllte Weiterlesen →

Oberhessisches Sagenbuch Teil 49

Oberhessisches Sagenbuch
Aus dem Volksmund gesammelt von Theodor Bindewald
Verlag von Heyder und Zimmer, Frankfurt a. M., 1873

Werwolf am Rainhof
In der Mundart der Umgegend

Moi Eller hott mersch, bie eich noch su e klôi Madchesding wahr, glôatt deck verzäihlt, doss fir Zeide däi biese Minsche seich ian Wärwilf verschtahlt hätte. Aach ias ehr sälwer emôal ian der Oart e wonnerlich Geschieht bassehrt. Nämlich e sû: Ehr Loit hû Haa gemoht uffem Platz iam Feld, bû mersch haast: »Uff der Päifersch Schaanz.« Säi hottes Aesse ianner Mahne uffem Kobb, en trahts enaus zor Meddôakssobbe. Wäi se uff däi Wiss Weiterlesen →