Archiv

Mythen & Wirklichkeiten

Bergmann und Wilddieb II

Bergmann und Wilddieb
Eine Novelle von Julius Dornau
Johann Ambrosius Barth Verlag, Leipzig, 1841

Das Schicksal freut sich, Sterbliche zu quälen, und treibt mit ihnen grausam oft sein Spiel.

Horaz

II.

Das Gasthaus Zur Ölmühle

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Aus dem Wigwam – Der gute und der böse Geist

Karl Knortz
Aus dem Wigwam
Uralte und neue Märchen und Sagen der nordamerikanischen Indianer
Otto Spamer Verlag. Leipzig. 1880

Noch vierzig Sagen
Mitgeteilt vom Navajohäuptling El Zol

Der gute und der böse Geist

n einer reichen und schönen Gegend wohnte in Gestalt eines Indianers ein blutdürstiger Manitu, der nur von Menschenfleisch lebte, trotzdem Wild und Fische in Hülle und Fülle vorhanden waren. Das ehemals sehr bevölkerte Land wurde infolgedessen fast menschenleer, denn es verging kein Tag, an dem er nicht mindestens zwei Männer abschlachtete.

Das Geheimnis seiner Macht beruhte in seiner merkwürdigen Schnelligkeit im Laufen. Er konnte die Gestalt irgendeines schnellfüßigen Tieres annehmen und forderte daher jeden, den er sah, zum Wettlaufen heraus. Vor seiner Hütte stand eine große Stange, an der ein Messer hing. Von dieser Stange aus wurde gelaufen und wer dort zuerst wieder ankam, Weiterlesen

Oberhessisches Sagenbuch Teil 102

Oberhessisches Sagenbuch
Aus dem Volksmund gesammelt von Theodor Bindewald
Verlag von Heyder und Zimmer, Frankfurt a. M., 1873

Die Eggenzinken

Als Burkhards in den alten Zeiten noch sein Gericht hatte, war auch eine Apotheke im Ort. Später wurde sie abgerissen und ihr Holz verkauft. Wo sie gestanden hatte, auf eben dem Platz, sah ein Mädchen aus dem Dorf eines Abends einen Korb aus der Erde hervorkommen, der war bis obenhin mit lauter hell glänzenden Eggenzinken angefüllt. Eine andere Frau ging vorüber, die sah den Korb auch, und beide Weibsleute verfielen alsbald darauf, dass sich damit gewiss Geld angezeigt hätte. Da eilten sie geschwind wieder zurück, aber es war Weiterlesen

Bergmann und Wilddieb I

Bergmann und Wilddieb
Eine Novelle von Julius Dornau
Johann Ambrosius Barth Verlag, Leipzig, 1841

Das Schicksal freut sich, Sterbliche zu quälen, und treibt mit ihnen grausam oft sein Spiel.

Horaz

I.

Die Reise ins Erzgebirge

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Sagen der mittleren Werra 8

Sagen-der-mittleren-Werra

Allerlei Spuk in Möckers

Zwischen den Orten Schwallungen und dem nahe bei Schmalkalden gelegenen Heindorf liegt das Dörfchen Möckers. Hier zeigt sich in der heiligen Zeit allerlei Spuk.

In der neben dem Gottesacker hochgelegenen Schule soll früher einmal ein Mann ermordet worden sein. Der rumort dann auf dem Boden, kommt die Treppe herunter getappt, öffnet die Tür der Wohnstube, steckt den Kopf hinein, sieht sich um, schlägt die Tür wieder zu und geht zurück auf den Boden.
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