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Mythen & Wirklichkeiten

Till Eulenspiegel in 55 radierten Blättern – 47. Blatt

Till Eulenspiegel in 55 radierten Blättern
von Johann Heinrich Ramberg, mit Text nach der Jahrmarkts-Ausgabe. Verlag C. B. Griesbach. Gera. 1871

Eulenspiegel näht zu Leipzig eine Katze in ein Hasenfell und verkauft sie an einen Kürschner für einen Hasen.

ulenspiegel war den Kürschnern wegen des Geruchs der Felle nicht gewogen und suchte Gelegenheit, ihnen aufs Neue einen Schelmenstreich zu spielen. Als er von Aschers­leben nach Leipzig kam, so erfuhr er, dass die Kürschner zu Fastnacht eine große Zusammenkunft hätten, wobei die löbliche Gilde zu Abend speiste und ein Hasenbraten nicht fehlen dürfe.

Jetzt ist es Zeit, dachte Eulenspiegel, wieder einen Possen zu spielen. Er nahm deshalb die Katze sei­nes Wirts, ließ sich von der Wirtin ein frisches Hasen­fell geben und nähte die Katze hinein, steckte sie in einen alten Sack, zog Weiterlesen →

Schwäbische Sagen 74

Schwäbische-Sagen

Zweites Buch

Geschichtliche Sagen


Die Eierleger

In Jaxtheim war einmal eine Bauersfrau, die hielt nur ein paar Hühner, brachte aber immer eine große Menge Eier auf den Markt nach Krailsheim. Den Nachbarn war das schon lange verdächtig vorgekommen. Weil sie aber nicht herausbringen konnten, wie dies Weiterlesen →

Interessante Abenteuer unter den Indianern 93

Interessante-Abenteuer-unter-den-IndianernJohn Frost
Interessante Abenteuer unter den Indianern
Erzählungen der merkwürdigsten Begebenheiten in den ersten indianischen Kriegen sowie auch Ereignisse während der neueren indianischen Feindseligkeiten in Mexiko und Texas

Indianische Bärenjagd

In den nördlichen Teilen des amerikanischen Kontinents können die unterirdischen Verstecke des Schwarzbären leicht durch den Nebel entdeckt werden, der stets über dem Eingang seiner Höhle hängt, da die Hitze und das Atemholen des Tieres verhindert, dass die Öffnung dieser Höhle sich gänzlich schließt, wenn auch der Schnee noch so tief liegt. Da der Schwarzbär gewöhnlich sein Winterquartier bezieht, ehe eine bedeutende Quantität Weiterlesen →

Oberhessisches Sagenbuch Teil 13

Oberhessisches Sagenbuch
Aus dem Volksmund gesammelt von Theodor Bindewald
Verlag von Heyder und Zimmer, Frankfurt a. M., 1873

III.

Umzüge der Götter
Der König Nimrod

Der König Nimrod war solch ein gewaltiger Jäger, dass er darüber alles vergaß. Als er nun auf dem Abschied lag, galt ihm seine Seligkeit auch nicht einen Pfifferling. Da ihm unser Herrgott die Wahl ließ, ob er in den Himmel zu ihm kommen oder wie sonst seiner Jägerei nachgehen wollte, bedachte er sich nicht lange, sondern griff nach Weiterlesen →

Till Eulenspiegel in 55 radierten Blättern – 46. Blatt

Till Eulenspiegel in 55 radierten Blättern
von Johann Heinrich Ramberg, mit Text nach der Jahrmarkts-Ausgabe. Verlag C. B. Griesbach. Gera. 1871

Eulenspiegel gibt sich in Aschersleben für einen Kürschnergesellen aus.

ls Eulenspiegel nach Aschersleben kam, hatte er kein Geld mehr. Er sah sich um, ob nicht jemand einen Gesellen nötig hätte. Es war niemand als ein Kürschner, der eines Gesellen bedurfte. Bei diesem meldete sich Eulenspiegel und gab sich für einen Kürschnergesellen aus.

Als er nun vom Meister in Arbeit genommen war und die Pelze mit zubereiten helfen sollte, war er den Geruch nicht gewohnt und sagte: »Pfui, pfui, du bist so weiß wie Kreide und riechst so übel wie Dreck.«

Der Kürschner sprach: »Riechst du das nicht gern?«

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