Elbsagen 09
Elbsagen
Die schönsten Sagen von der Elbe und den anliegenden Landschaften und Städten
Für die Jugend ausgewählt von Prof. Dr. Oskar Ebermann
Verlag Hegel & Schade, Leipzig
9. Das Mauerschiner Försterhaus
In einem Wald zwischen Saubernitz und Krünitz stand vor mehreren Jahren ein altes Försterhaus, das im Volksmund das Mauerschiner Försterhaus genannt wurde. Da der Förster schon alt und kränklich war und den Dienst nicht mehr recht versehen konnte, nahm er einen Forstgehilfen zu sich, der aber nach kurzer Zeit im Walde erschossen aufgefunden wurde. Ebenso erging es einem Zweiten und Dritten. Jedes Mal auf derselben Stelle Weiterlesen
Elbsagen 08
Elbsagen
Die schönsten Sagen von der Elbe und den anliegenden Landschaften und Städten
Für die Jugend ausgewählt von Prof. Dr. Oskar Ebermann
Verlag Hegel & Schade, Leipzig
8. Die drei Jungfrauen
Ein Mann aus Nestomitz, gegenüber von Schwaden, ging in der Adventszeit, ohne dass er Zeit und Stunde wusste, von Hause fort, um in Außig am Gottesdienst teilzunehmen. Als er zu der Schwadener Fähre kam, stand plötzlich ein kleines graues Männlein vor ihm und bat ihn flehentlich, mit ihm zu gehen. Er sagte, es solle sein Schade nicht sein. Jener wollte zunächst nicht auf die Bitten des Kleinen hören. Als der aber nicht abließ und Weiterlesen
Oberhessisches Sagenbuch Teil 18
Oberhessisches Sagenbuch
Aus dem Volksmund gesammelt von Theodor Bindewald
Verlag von Heyder und Zimmer, Frankfurt a. M., 1873
Der wilde Jäger und die Kinder
Wo dem Busenbörner Kastenmeister sein Haus war, stand ehemals eine Scheuer, zwerchüber der Straße. Wenn nun der wilde Jäger vom Oberwald herabkam, allemal in der Zeit vor Weihnachten, dann fuhr er gemeiniglich da hindurch. Meistens merkte man sein Kommen gegen Abend hin. Am Himmel wurde es so hell, als ob irgendwo Feuer angegangen wäre. Vorablich sah man einen feurigen Schwanz ihm nachziehen, so lang wie ein Wiesbaum. Kinder sahen ihn einmal daherfahren, als sie mit ihrem trockenen Abendbrot vor dem Haus standen, und riefen Weiterlesen
Sammlung bergmännischer Sagen Teil 42
Das arme Bergmannsleben ist wunderbar reich an Poesie. Seine Sagen und Lieder, seine Sprache, seine Weistümer reichen in die älteste Zeit zurück. Die Lieder, die wohlbekannten Bergreihen, die Sprachüberreste, die Weistümer sind teilweise gesammelt. Die Sagen erscheinen hier zum ersten Mal von kundiger Hand ausgewählt und im ganzen Zauber der bergmännischen Sprache wiedergegeben. Das vermag nur zu bieten, wer ein warmes Herz für Land und Leute mitbringt, wo diese uralten Schätze zu heben sind; wer Verständnis für unser altdeutsches religiöses Leben hat, wer – es sei gerade herausgesagt – selbst poetisch angehaucht ist. Was vom Herzen kommt, geht wieder zum Herzen, ist eine alte und ewig neue Wahrheit. Hat der Verfasser auch nur aus der Literatur der Bergmannssagen uns bekannte Gebiete Weiterlesen
Elbsagen 07
Elbsagen
Die schönsten Sagen von der Elbe und den anliegenden Landschaften und Städten
Für die Jugend ausgewählt von Prof. Dr. Oskar Ebermann
Verlag Hegel & Schade, Leipzig
7. Der Jungfernsprung bei Tichlowitz
Zur Zeit, als an der oberen Elbe schon jedermann sich zum Christentum bekannte, blieb ein alter Ritter, der auf der Burg Sperlingstein hauste, allein dem heidnischen Glauben noch treu. Deshalb lag er in blutiger Fehde mit all seinen Nachbarn. Diese umzingelten seine Burg. Als der Heidenritter keinen Ausweg mehr sah, brachte er den Göttern sein letztes Opfer dar und stürzte sich von der höchsten der drei Klippen in die grauenvolle Tiefe hinab. Weiterlesen
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