Bisonjäger Teil 4
Im ganzen Gebiet der Bisonjäger galt die Familie, d. h. ein Mann mit seiner Frau oder seinen Frauen und den aus dieser Verbindung hervorgegangenen Kindern, als kleinste soziale Gruppe. In einer Kultur, in der viele Männer auf der Jagd und in Kriegszügen ausfielen, war Vielweiberei keine Seltenheit.
Diese beschränkte sich allerdings meistens auf die wirtschaftlich besser gestellte Schicht, wogegen der gewöhnliche Mann sich mit einer Frau zufriedengab.
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Oberhessisches Sagenbuch Teil 57
Oberhessisches Sagenbuch
Aus dem Volksmund gesammelt von Theodor Bindewald
Verlag von Heyder und Zimmer, Frankfurt a. M., 1873
Der Ranzen des Zauberers
Ins Betzenröder Wirtshaus kam im vorigen Jahrhundert einmal der Wasenmeister von Grünberg und bestellte sich bei der Wirtin eine gute Mahlzeit. Seinen ledernen Ranzen, der, wie es schien, ganz leer war, hing er an einen Nagel der Wand auf. Zugleich sagte er der Wirtin, bis das Essen fertig sei, wolle er vorher noch einmal ins Dorf gehen, denn er habe da viele Geschäfte.
»Um Leib und Leben aber rührt mir den Ranzen nicht an«, sprach er bei zwanzig Mal zu der Frau.
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Hannikel – 2. Teil
Christian Friedrich Wittich
Hannikel
oder die Räuber- und Mörderbande, welche in Sulz am Neckar in Verhaft genommen und daselbst am 17. Juli 1787 daselbst justifiziert wurde
Verlag Jacob Friderich Heerbrandt, Tübingen, 1787
Jakob Reinhard ist Hannikels eigentlicher Name. Letzterer wurde ihm erst gegeben, da er als ein echtes Mitglied unter die Zigeuners Familie aufgenommen wurde.
Seine Mutter brachte ihn ohne fremde Hilfe auf offenem Feld und unter freiem Himmel hinter einer Hecke zur Welt. Das Plätzchen war nahe bei Kleinschieberstadt unweit von Mannheim.
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Aus dem Wigwam – Spottvogels Ursprung
Karl Knortz
Aus dem Wigwam
Uralte und neue Märchen und Sagen der nordamerikanischen Indianer
Otto Spamer Verlag. Leipzig. 1880
Vierzig Sagen
Mitgeteilt von Chingorikhoor
Spottvogels Ursprung
ie junge und schöne Prinzessin Neroyah liebte den tapferen Krieger Tonaka, aber die beiden Stämme, zu denen sie gehörten, waren einander sehr feindlich gesinnt. Deshalb konnten die beiden Liebenden ihre geheimen Zusammenkünfte nur mittels einer Verkleidung und unter der größten Vorsicht halten. Glücklicherweise war Tonaka vom Großen Geist, der seine wunderbaren Segnungen immer mit einem alles sehenden Auge nach den künftigen Bedürfnissen des Empfängers verteilt, mit einer ganz ausgezeichneten Nachahmungskraft begabt worden. Er besaß darin ein solches Talent, dass er ohne die geringste Anstrengung die Stimme jedes Vogels und jedes Tieres unter der Sonne nachahmen konnte.
Leben, Taten und Schicksale der merkwürdigsten englischen Räuber und Piraten … Teil 4
Leben, Taten und Schicksale der merkwürdigsten englischen Räuber und Piraten der frühesten bis auf die neueste Zeit
Nach amtlichen Urkunden und anderen glaubwürdigen Quellen von C. Whitehead
Aus dem Englischen von J. Sparschil
Leipzig. 1834
Sawney Beane
Die folgende Erzählung enthält ein solches Gemälde menschlicher Barbarei, dass man es, wenn nicht die unbezweifelbarsten geschichtlichen Beweise vorhanden wären, als fabelhaft und unglaublich verwerfen müsste.
Sawney Beane war in der Grafschaft East Lothian, unter der Regierung des Königs Jacob I. von Schottland Weiterlesen

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