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Literatur

Die wunderbare und merkwürdige Geschichte vom Zauberer Virgilius … Teil 11

Oskar Ludwig Bernhard Wolff
Die wunderbare und merkwürdige Geschichte vom Zauberer Virgilius,
seinem Leben, seinen Taten und seinem Ende
Volksbücher Nr.46, Verlag Otto Wigand, Leipzig

Wie Virgilius eine Bildsäule für seine Gattin machte

Hoch in der Luft machte Virgilius eine Bildsäule, die nicht herabfiel, und die Leute zu Rom konnten nirgends weder Fenster noch Tür öffnen, sie mussten sie sehen. Diese Bildsäule aber hatte die Eigenschaft, dass jeder Frau, so sie gesehen, alle bösen Gedanken vergingen. Das verdross aber die Frauen zu Rom sehr. Sie klagten es der Gattin des Virgilius und baten sie, die Bildsäule zu zerstören. Des Virgilius’ Gemahlin wartete nun ihre Zeit ab, ging auf die Luftbrücke und warf die Bildsäule hinunter. Von nun an hatten die Frauen nach Herzenslust wieder böse Gedanken. Als nun Virgilius kam und das Bild hinab­geworfen sah, zürnte er sehr und sagte, es solle ihnen nichts helfen, und schwor, er werde es schon erfahren, wer das ge­tan hatte. Dann stellte er die Bildsäule wieder hoch in der Luft auf und fragte seine Eheliebste, ob sie dieselbe hinunterge­worfen habe.
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Secret Service Band 3 – Kapitel 7

Francis Worcester Doughty
Secret Service No. 3
Old and Young King Brady Detectives
The Bradys after a million
Oder: Ihre Verfolgungsjagd zur Rettung einer Erbin
Eine interessante Detektivgeschichte aus dem Jahr 1899, niedergeschrieben von einem New Yorker Detective

Wer kennt ihn nicht, den berühmten Detektiv Old King Brady, der mehr Rätsel gelöst hat als jeder andere Detektiv, von dem man je gehört hat.

In der Reihe der Geschichten, die in SECRET SERVICE veröffentlicht werden, wird ihm ein junger Mann zur Seite stehen, der als Young King Brady bekannt ist und dessen einziges Lebensziel darin besteht, Old King Brady darin zu übertreffen, gefährliche Fälle aufzuklären und die Verbrecher zur Strecke zu bringen. Wie gut ihm dies gelingt, wird in den folgenden, im SECRET SERVICE veröffentlichten Geschichten ausführlich geschildert.

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Der mysteriöse Doktor Cornelius – Band 1 – Episode 5 – Kapitel 4

Gustave Le Rouge
Der mysteriöse Doktor Cornelius
La Maison du Livre, Paris, 1912 – 1913
Fünfte Episode 
Das Geheimnis der Insel der Gehenkten 
Viertes Kapitel

Die Insel der Gehängten

Das Land, auf dem die Schiffbrüchigen landeten, ist eine Insel etwas südlich der Aleuten, etwa hundert Kilometer von der Insel Sachalin entfernt. Sie wurde im 18. Jahrhundert von deutschen Seefahrern entdeckt und Sankt-Frederik-Insel genannt. Seither ist sie, da sie nicht auf der Route der Schiffe liegt, nicht nur bei den Seefahrern, sondern auch bei den meisten Geographen völlig in Vergessenheit geraten. Es gab sogar eine Zeit, in der sie zwischen Russland und den Vereinigten Staaten umstritten war. Das eisige Gebiet schien jedoch so uninteressant zu sein, dass die Angelegenheit erst 1901 geklärt wurde. Damals wurde sie offiziell den Weiterlesen →

Der Kurier und der Detektiv – Kapitel 15

Allan Pinkerton
Der Kurier und der Detektiv
Originaltitel: The Expressman and the Detective
Chicago: W. B. Keen, Cooke & Co., 113 and 115 State Street. 1875

Kapitel 15

Samstag, der siebte Mai, war ein arbeitsreicher Tag für meine Mitarbeiter. Maroney verließ das Hotel, gefolgt von Rivers, und ging umher, besuchte verschiedene Geschäfte und blieb schließlich an der Ecke Vine und Third Street stehen. Nach fünf oder zehn Minuten traf er Mrs. Maroney, die von Green verfolgt wurde. Es kam Rivers seltsam vor, dass sie diesen umständlichen Weg gewählt hatten, um sich zu treffen, und er verstand den Grund nicht. Als Mrs. Maroney ankam, nahm Maroney ihren Arm, und sie gingen gemeinsam zum Büro von Alderman G. W. Williams.

Sie blieben etwa eine Viertelstunde im Büro und gingen dann direkt zum Washington House. Wenige Minuten später tauchten sie in Weiterlesen →

Der Märkische Eulenspiegel 20

Der Märkische Eulenspiegel
Seltsame und kurzweilige Geschichten von Hans Clauert in Trebbin
Niedergeschrieben von Oskar Ludwig Bernhard Wolff
Leipzig, 1847
Überarbeitete Ausgabe

Hans Clauert, Schlosser aus Trebbin

Wie Clauert Herr und Narr im Haus wurde

Wenn Hans Clauert gefragt wurde, wer zu Trebbin ein böses Weib hätte, so pflegte er zu sagen, er wisse sonst keinen, als nur einen Einzigen, der dort Bürger geworden wäre, und der ein sehr böses Weib hätte; derselbe hieße Jedermann und unter diesen Orden rechne er auch sich selbst mit, da er ein sehr herbes Kraut im Hause hätte. Weil aber Clauert sehr kurz­weilig und scherzhaft war, wie auch aus seinen Geschichten wohl zu sehen ist, so hatte ihn ein jeder gern bei sich, ungeachtet sie für ihn stets bezahlen mussten.
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