Varney, der Vampir – Kapitel 65
Thomas Preskett Prest
Varney, der Vampir
oder: Das Blutfest
Ursprünglich als penny dreadful von 1845 bis 1847 veröffentlicht, als es zum ersten Mal in Buchform erschien, ist Varney, der Vampir ein Vorläufer von Vampirgeschichten wie Dracula, die es stark beeinflusst hat.
Kapitel 65
Varneys Besuch im Keller des einsamen Gefangenen in den Ruinen
Es war offensichtlich, dass Marchdale bei Weitem nicht so gewissenhaft war wie Sir Francis Varney, in dem, was er zu tun pflegte. Er hätte ohne Zögern das Leben jenes Gefangenen im einsamen Kerker geopfert, von dem wir – ohne den Verstand unserer Leser beleidigen zu wollen – annehmen dürfen, dass sie ihn längst als Charles Holland identifiziert haben.
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Der Märkische Eulenspiegel 29
Der Märkische Eulenspiegel
Seltsame und kurzweilige Geschichten von Hans Clauert in Trebbin
Niedergeschrieben von Oskar Ludwig Bernhard Wolff
Leipzig, 1847
Überarbeitete Ausgabe
Hans Clauert, Schlosser aus Trebbin
Wie Clauert früher schon einen anderen an seiner Stelle gefangen setzte
Auf dieselbe Weise hatte es Clauert zuvor auch zu Trebbin getrieben. Als er nämlich einmal wegen einiger Verbrechen neben einem Weib, die Reiderin genannt, zu Trebbin in Fesseln gelegt worden war und beide nun im Rathaus gefangen waren, kam der Stadtdiener des Abends zu ihnen, brachte Holz und Kohlen und machte ihnen ein Feuer, damit sie sich wärmen könnten. Eine solche Wohltat gedachte Clauert zu vergelten; er gab Geld her und ließ den Stadtdiener sogleich Bier holen. Clauert stellte sich, als ob er selbst am Weiterlesen
Auf den Spuren der Wegbereiter 09
George Bird Grinnell
Auf den Suren der Wegbereiter
Originaltitel: Trails of the Pathfinders. New York. Charles Scribner’s Sons. 1911
Kapitel 10
Lewis und Clark Teil 3
Sie hatten nun den Milk River und den Dry Fork passiert, und im Tagebuch heißt es: »Das Wild ist nun in gewaltigen Mengen vorhanden, besonders die Elche und Büffel; letztere sind so zahm, dass die Männer gezwungen sind, sie mit Stöcken und Steinen aus dem Weg zu treiben.« Bären gab es im Überfluss, und fast jeden Tag wurde einer erlegt.
Sie näherten sich den Bergen, und die Frühjahrsstürme, die hier bis Mitte Juli andauern, machten ihnen mit heftigen Regenfällen und schlechter Sicht zu schaffen. Am 10. erreichten sie die Mündung des Musselshell River. Sie drangen weiter vor und fanden sich nach kurzer Zeit in den Badlands des oberen Missouri wieder. Nun waren sie gezwungen zu treideln: Eine Anzahl von Männern ging mit einer Weiterlesen
Die Schwarzmäntel – Band 1 – Kapitel 1
Paul Féval
Die Schwarzmäntel
Originaltitel: Les Habits Noirs
Band 1
Anstelle eines Vorwortes
Lange bevor moderne Mafia-Epen oder Superhelden-Comics die Popkultur beherrschten, erschuf der französische Autor Paul Féval mit seinem Zyklus Les Habits Noirs ein literarisches Universum, das den Grundstein für den modernen Kriminalroman legte. Zwischen 1863 und 1875 veröffentlicht, entfaltet Féval eine düstere Vision der Gesellschaft, in der das Verbrechen nicht mehr nur das Werk Einzelner ist, sondern ein unsichtbares, perfekt organisiertes Imperium.
Im Zentrum steht die titelgebende Geheimgesellschaft – die Les Habits Noirs; die Schwarzmäntel. Dabei handelt es sich nicht um gewöhnliche Straßendiebe, sondern um eine kriminelle Elite, die alle sozialen Schichten durchdringt. Vom Aristokraten im Ballsaal Weiterlesen
Die Virginier – Erster Band – 14. Kapitel
William Makepeace Thackeray
Die Virginier
Erster Band
Wurzen, Verlags-Kontor, 1858
14. Kapitel
Harry in England
Als der berühmte trojanische Wanderer der Königin Dido seine Flucht und Abenteuer schilderte, zeigte Ihre Majestät, wie wir lesen, größtes Interesse an dem faszinierenden Geschichtenerzähler, der so beredt von seinen Gefahren berichtete. Es folgte eine Geschichte, die rührender war als alle vorangegangenen Ereignisse im Leben des frommen Äneas, und die arme Prinzessin hatte Grund, den Tag zu bereuen, an dem sie jenem glatten und gefährlichen Redner gelauscht hatte.
Harry Warrington besaß nicht die Redegewalt des frommen Äneas, und seine betagte Tante war, wie wir vermuten dürfen, keineswegs Weiterlesen
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