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Literatur

Der lustige Kirmesbruder – Teil 2

Oskar Ludwig Bernhard Wolff
Der lustige Kirmesbruder
welcher durch listige Ränke auf den Kirmessen die Bauern und andere Personen unterhalten und vergnügt gemacht hat

Erste Kirmes

Wie der lustige Kirmesbruder seltsame Dinge unternimmt und mit einer artigen Erzählung beschließt

Einstmals war ich in dem Dorf Freudenfeld bei einem Flei­scher zur Kirmes. Verschiedene Mannspersonen und Frauenzim­mer aus der Stadt kamen dahin, und außerdem waren auch nicht wenig Landleute da. Nachdem wir gegessen hatten, spielten wir insgesamt den Kirmesbauer. Am Abend aber sagte der Hauswirt zu mir, dass ich etwas zum Zeitvertreib anstellen sollte, wo­bei er zugleich den Stadtleuten einen Vorschmack von meiner Lebensart gab. Ich hatte mich schon auf einige Späßchen vor­bereitet und versprach demnach, dass ich Raben machen wollte, die sich in der Stube sollten sehen lassen, ohne die Anwesenden zu beschädigen, und dass sie auch Hühner sollten zu Gesicht bekom­men, auf welchen weiße Hähne sitzen und welche in der Stube Weiterlesen →

Das Geisterschiff – Kapitel 16

John C. Hutcheson
Das Geisterschiff
Kapitel 16

Volle Fahrt voraus

Ich war so empört über das, was der boshafte kleine Kerl gesagt hatte, dass ich mich sofort auf dem Absatz umdrehte und ihn ohne ein weiteres Wort verließ. Ich ging nach vorne zur Brücke, um dem Kapitän Stoddarts Botschaft zu überbringen.

Hier sah ich Colonel Verekers imposante Gestalt, die überall auffallen würde. Er ragte über die Reling hinaus und seine fast herkulischen Proportionen, gepaart mit dem traurigen Ausdruck in seinem edlen Gesicht, erinnerten mich irgendwie an die Bilder der alten Kavaliere aus den Stuart-Tagen. Dies ließ mich die grundlose Unterstellung, er sei ein Betrüger, umso mehr verabscheuen.

Die Vorstellung, dass so etwas möglich sein könnte, konnte nur einem niederträchtigen Geist wie dem von Spokeshave einfallen. Weiterlesen →

Die Virginier Erster Band – 9. Kapitel

William Makepeace Thackeray
Die Virginier
Erster Band
Wurzen, Verlags-Kontor, 1858
9. Kapitel

Gastfreundlichkeiten

Seine Exzellenz der Oberbefehlshaber setzte seinen Besuch bei Madame Esmond mit so viel Glanz und Staat in Szene, wie es der höchsten Persönlichkeit in Seiner Majestät sämt­lichen Kolonien, Plantagen und Besitzungen von Nord­amerika zukam. Seine Garde von Dragonern geleitete ihn aus Williamsburg unter den unaufhörlich gellenden Zurufen einer ergebenen, vorwiegend schwarzen Bevölkerung. Der General fuhr in seiner eigenen Kutsche. Hauptmann Tal­madge, Seiner Exzellenz Stallmeister, erwartete ihn an der Tür des wuchtigen, wappengezierten Vehikels und ritt während der ganzen Fahrt von Williamsburg bis zu Madame Esmonds Haus neben dem Wagen her. Major Danvers, Adjutant, teilte den Rücksitz mit dem kleinen Postdirektor aus Philadelphia, Mr. Franklin. Denn Weiterlesen →

Der Kurier und der Detektiv – Kapitel 3

Allan Pinkerton
Der Kurier und der Detektiv
Originaltitel: The Expressman and the Detective
Chicago: W. B. Keen, Cooke & Co., 113 and 115 State Street. 1875

Kapitel 3

Mr. Porter hatte eine sehr beschwerliche Reise nach Montgomery und wurde einige Tage auf dem Weg aufgehalten. Es herrschte tiefster Winter, und im Norden waren die Straßen durch Schnee blockiert, während es im Süden ständig regnete. Die Flüsse waren überflutet, rissen Brücken mit sich und spülten die Böschungen der Eisenbahnen weg, was das Reisen erheblich behinderte.

Bei seiner Ankunft in Montgomery traf er den Generaldirektor und übergab ihm sein Schreiben. Er erhielt von ihm die Einzelheiten des Raubüberfalls in Höhe von vierzigtausend Dollar und berichtete sie sofort an mich.

Der Generaldirektor wies ihn an, die Bewegungen von Maroney zu überwachen – beschatten, wie wir es nennen –, herauszufinden, wer Weiterlesen →

Der mysteriöse Doktor Cornelius – Band 1 – Episode 4 – Kapitel 3

Gustave Le Rouge
Der mysteriöse Doktor Cornelius
La Maison du Livre, Paris, 1912 – 1913
Vierte Episode
Die Lords der Roten Hand
Drittes Kapitel

Die Halluzination

Die Brüder Kramm und ihr Komplize befanden sich nun in einem großen, gewölbten Raum, der von zahlreichen elektrischen Lampen erhellt wurde und in dem sich eine Vielzahl seltsamer Maschinen und Geräte unbekannten Zwecks befanden. Sie nahmen in bequemen Sesseln Platz, um einen kleinen Tisch, auf den der dienstbeflissene Léonello eine Flasche Extra-Dry und drei Kristallgläser sowie eine Schachtel Zigarren aus einer Manufaktur in Havanna stellte.

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