Michael Kibler – Engelsblut
Margot Hesgart und Steffen Horndeich von der Mordkommission Darmstadt werden Sonntagnacht zu einer Frau gerufen, die vom Zug überfahren wurde. Während die Beamten vor Ort Mühe haben, die einzelnen Teile der Leiche, die überall verstreut sind, zusammenzutragen, sprechen die beiden Kommissare mit dem Lokführer, der völlig durch den Wind ist. Sein Name ist Reinhard Zumbill.
Im Lauf der Ermittlungen stellt sich heraus, dass er der Freund des Opfers war, das Susanne Warka hieß, und mit ihr und ihrer kleinen Tochter, dem Kind eines Amerikaners, zusammenlebte. Zumbill und seine nun tote Freundin hatten sich offensichtlich am Abend gestritten, bevor er zur Arbeit musste.
Hat Susanne Warka sich tatsächlich das Leben genommen, wie zuerst zu vermuten war, oder wurde sie ermordet?
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Andrea Maria Schenkel – Tannöd
Andrea Maria Schenkel – Tannöd
Die Autorin erzählt eine Geschichte von einem einsamen Hof auf dem Land in Bayern, die in den 50er Jahren spielt. Sechs Menschen werden auf diesem Hof mit der Spitzhacke erschlagen, unter ihnen zwei Kinder.
Der Roman basiert auf einem Fall, der sich ähnlich tatsächlich zugetragen hat. Andrea Maria Schenkel erzählt diese Geschichte jedoch nicht in der klassischen Art, in welcher Krimis üblicherweise erzählt werden, sondern sie schildert in vielen kleinen Abschnitten die Aussagen von Zeugen, Opfern und Täter. Auf diese Weise entsteht ein Mosaik des Falls, das zudem die ländliche Idylle des Tatortes und der Dorfbevölkerung als Brutstätte von Gewalt, Bigotterie und Inzest entlarvt.
Es scheint, als habe die Autorin all diese Aussagen von den wirklichen Augenzeugen des Falles erhalten und protokolliert. Entstanden ist jedenfalls ein erschütternder, aber gleichermaßen interessanter Bericht über die Menschen, die im Weiterlesen
Peter Probst – Im Namen des Kreuzes
Peter Probst – Im Namen des Kreuzes
Das Buch beginnt damit, dass ein vierzehnjähriger Jugendlicher namens Patrick, der wiederholt straffällig geworden ist, mit Pater Anselm, einem Bewohner des Klosters St. Joseph in Steinsberg bei München, über seine Taten redet. Der Pater sagt ihm, dieses Haus der Gnade sei seine letzte Chance, ins normale bürgerliche Leben zurückzukehren.
Unwillkürlich drängt sich dabei dem Leser das Bild des pädophilen Priesters auf, der ihm anvertraute Jungen missbraucht.
Im weiteren Verlauf stellt der Autor dann den pensionierten Polizisten und Privatermittler Anton Schwarz vor, einen Mann mittleren Alters mit jüdischen Wurzeln. Dieser wird von der Mutter des Priesteramtskandidaten Matthias Sass engagiert, um den Selbstmord ihres Sohnes zu durchleuchten. Genauer gesagt geht es Irmgard Sass vor allem um die Frage, ob der Priester Wolfgang Heimeran, der Mentor und väterlicher Freund ihres Sohnes war, diesen sexuell missbraucht Weiterlesen
Max Bentow – Die Puppenmacherin
Max Bentow – Die Puppenmacherin
In Berlin lebt Josephin Maurer, eine junge Frau, die Amigurumi-Puppen, das heißt, kleine, gestopfte Tiere oder menschenähnliche Kreaturen, häkelt und strickt. Nach der Fertigstellung einiger Schweine, Hasen und Igel ist sie nun dazu übergegangen, Menschenpuppen im Manga-Stil herzustellen.
Josie, wie sie von Freund und Freundinnen genannt wird, hat gerade eine Puppe, die ihren Namen trägt, für einen Horror-Animationsfilm in Slow-Motion-Technik hergestellt, den ihr Freund Milan gedreht hat, und der beim siebenten Berliner Animations-Kurzfilm-Festival gezeigt wird. Während Milan keinen Preis für seine Arbeit bekommt, erhält Josie den Preis für die beste Ausstattung.
Karen, Josies beste Freundin, und Dr. Hagemuth, ihre Ärztin, beglückwünschen die Preisträgerin, während Milan artig fotografiert. Am Ende gratuliert auch er seiner Freundin, und eine Frau namens Frida König, die offensichtlich ein Fan ihrer Weiterlesen
Wenn der Tod lachen könnte
Sophie Sumburane (Hrsg.)
Wenn der Tod lachen könnte
25 Krimiautoren geben sich in der vorliegenden Anthologie ein Stelldichein. Zu Beginn des Buches liest man Geschichten über den Tod selbst, seine Mitarbeiter, den Konkurrenzdruck und sein Geschäft mit dem Sterben von Mensch und Tier.
Im weiteren Verlauf folgen Kurzkrimis, die es in sich haben. Vor allem handeln diese von verpatzten Mordversuchen, die manchmal zynisch, manchmal absurd oder auch moralisierend daherkommen.
Dabei wird dem Leser klargemacht, dass das Morden nicht immer so einfach und problemlos gelingt, sondern oft auch missglückt. Am Ende lacht dann eigentlich keiner mehr, außer dem Tod selbst. Manchmal erleidet hier der vermeintliche Täter selbst den Tod, den er jemand anderem zugedacht hatte, manchmal auch ein Dritter, der gar nicht mit dem Weiterlesen


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