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Im Original Karl Knortz

Aus dem Wigwam – Eine zoologische Fabel

Karl Knortz
Aus dem Wigwam
Uralte und neue Märchen und Sagen der nordamerikanischen Indianer
Otto Spamer Verlag. Leipzig. 1880

Eine zoologische Fabel

ikwaju, der Hamster, ging einst auf die Jagd und nahm seinen kleinen Bruder mit. Sie waren sehr erfolgreich und legten sich Vorrat für den ganzen Winter an.

In der Mitte des Winters kam ein kleiner Kerl mit Namen Abistanauch, der Marder, zu ihnen auf Besuch, und zwar lediglich in der Absicht, sich an ihren köstlichen Speisen zu laben. Kurz danach kam ein anderer Freund, nämlich Abligumuch, das Kaninchen. Beide wurden in der freundlichsten Weise empfangen. Sie aßen, tranken und erzählten allerlei schnurrige Geschichten.

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Aus dem Wigwam – Nisowassa

Karl Knortz
Aus dem Wigwam
Uralte und neue Märchen und Sagen der nordamerikanischen Indianer
Otto Spamer Verlag. Leipzig. 1880

Nisowassa

ie Indianer, welche früher die Umgegend von Milwaukee bewohnten, hatten sich einst, um ihren beständigen Feindseligkeiten ein Ziel zu setzen, zu einem allgemeinen Verbrüderungsfest versammelt. Ein Häuptling jedoch, der nur mit vieler Mühe zur Teilnahme bewogen werden konnte, glaubte nicht an einen günstigen Ausgang und wünschte ihn offenbar auch nicht, denn er steckte heimlich ein scharfes Messer zu sich, trotzdem ein jeder unbewaffnet den Ort der Verhandlung betreten sollte.

Seine einzige Tochter, Nisowassa, bemerkte dies aber, schlich ihm heimlich nach und verbarg sich hinter ihm, als er seinen Platz im Rat einnahm. Sie hoffte auf eine allgemeine Versöhnung der feindlichen Stämme und lauschte den Weiterlesen →

Aus dem Wigwam – Ni-Ni-Wah

Karl Knortz
Aus dem Wigwam
Uralte und neue Märchen und Sagen der nordamerikanischen Indianer
Otto Spamer Verlag. Leipzig. 1880

Ni-Ni-Wah

m romantischen Ufer des Peoriasees, ungefähr an derselben Stelle, wo heute die gleichnamige Stadt steht, dehnte sich früher ein großes Indianerdorf aus, das lange Zeit als die Hauptniederlassung des kriegerischen Stammes der Peorier galt. Auf der anderen Seite des Sees wohnten die blutdurstigen Mackinah, die mit den Peoriern in beständigem Kampf und Streit lebten.

Nun traf es sich einst, dass der Sohn Pu-ah-nahs, des Peorier-Häuptlings, auf der Jagd die schöne Ni-Ni-Wah, die Tochter des Mackinah-Häuptlings, sah und ihre Liebe gewann. Seit jener Begegnung besuchten sie sich so häufig, wie es die wachsamen Augen der verfeindeten Rothäute zuließen, doch es dauerte nicht lange, so wurde den Weiterlesen →

Aus dem Wigwam – Die ersten Chippewa

Karl Knortz
Aus dem Wigwam
Uralte und neue Märchen und Sagen der nordamerikanischen Indianer
Otto Spamer Verlag. Leipzig. 1880

Die ersten Chippewa

ie Chippewa wohnten anfänglich im Himmel. Da ließ einst der Große Geist ein Paar von ihnen in Krähengestalt… Weiterlesen →

Aus dem Wigwam – Die versteigernde Quelle bei Racine, Wiskonsin

Karl Knortz
Aus dem Wigwam
Uralte und neue Märchen und Sagen der nordamerikanischen Indianer
Otto Spamer Verlag. Leipzig. 1880

Die versteigernde Quelle bei Racine, Wiskonsin

ie Tochter des berühmten Häuptlings Kenoscha hatte die Gewohnheit, jeden Morgen ihre Füße in einer klaren Quelle unweit des Wigwams zu waschen. Am Morgen ihres Hochzeitstages aber hatte sie das Unglück, ihre Füße plötzlich zu Stein verwandelt zu sehen. Augenblicklich wurde ein berühmter Medizinmann gerufen, der dahin entschied, man müsse sie verbrennen, da ein böser Geist in sie gefahren sei.

Ihr braver Bräutigam, der alles vergebens aufgeboten hatte, dieses Urteil rückgängig zu machen, bat schließlich um die Gnade, an ihrer Seite mitverbrannt zu werden, eine Vergünstigung, die ihm auch bereitwillig gewährt wurde. Beide liegen oberhalb der Quelle begraben, und alte Leute erzählen, dass sie oft an schönen Sommerabenden das Plätschern Weiterlesen →