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Aus dem Wigwam – Die versteigernde Quelle bei Racine, Wiskonsin

Karl Knortz
Aus dem Wigwam
Uralte und neue Märchen und Sagen der nordamerikanischen Indianer
Otto Spamer Verlag. Leipzig. 1880

Die versteigernde Quelle bei Racine, Wiskonsin

Die Tochter des berühmten Häuptlings Kenoscha hatte die Gewohnheit, jeden Morgen ihre Füße in einer klaren Quelle unweit des Wigwams zu waschen. Am Morgen ihres Hochzeitstages aber hatte sie das Unglück, ihre Füße plötzlich zu Stein verwandelt zu sehen. Augenblicklich wurde ein berühmter Medizinmann gerufen, der dahin entschied, man müsse sie verbrennen, da ein böser Geist in sie gefahren sei.

Ihr braver Bräutigam, der alles vergebens aufgeboten hatte, dieses Urteil rückgängig zu machen, bat schließlich um die Gnade, an ihrer Seite mitverbrannt zu werden, eine Vergünstigung, die ihm auch bereitwillig gewährt wurde. Beide liegen oberhalb der Quelle begraben, und alte Leute erzählen, dass sie oft an schönen Sommerabenden das Plätschern der Füße des unglücklichen Mädchens gehört hätten.

Seit jener Zeit verwandelt diese Quelle alles in Stein und kein Mädchen wagt es, die Füße darin zu baden.

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