TSB John Sinclair – Folge 83
Geisterjäger John Sinclair
Maringo, der Höllenreiter
Nach dem Roman von Jason Dark
Tonstudio Braun, MC JS 026, 1988, 52:45 Minuten
Buch: Max Braun, Regie: Erwin Scherschel, Musik: Peter Seidel, Illustration: Vicenç Badalona Ballestar
Sprecher: Erzählerin: Marianne Mosa, John Sinclair, Erzähler: Helmut Winkelmann, Suko: Peter Niemeyer, Bill Conolly: Aart Veder, Spuk: Peter Joseph Schmitz, Herbie: Peter Hackenberger, Maringo: Gisbert Rüschkamp, Schwarzer Tod: Erwin Scherschel, tanzender Bär: Alfred Böckel u.a.
Synopsis:
Der Schwarze Tod hatte einen neuen Plan ausgeheckt, um mich zu vernichten. Er weckte den Höllenreiter aus seinem 1000-jährigen Schlaf. Mit ihm zusammen, stellte er mir eine raffinierte Falle …
Myxin teilt John mit, dass der Schwarze Tod den furchterregenden Höllenreiter Maringo in Amerika erweckt hat. Gemeinsam mit Suko macht sich John auf den Weg dorthin und trifft auf einen weisen alten Mann, der Maringo kennt und weiß, wo der Höllenreiter, der tausend Jahre geschlafen hat, begraben liegt. Bei ihrem Besuch der Grabstätte erscheint der Schwarze Tod unerwartet und stürzt beide in einen Abgrund hinein. Während Suko sich noch retten kann, wird John in eine andere Dimension katapultiert. Zusammen mit Herby reist Suko in das kleine Dorf Hickory, wo Maringo auftauchen soll. Dort schenkt ihnen ein weiser Apache-Medizinmann einen magischen Stab, mit dem sie den Höllenreiter besiegen können. Als Maringo in die Stadt reitet, stellt sich Suko ihm mutig in den Weg. Gleichzeitig gelangt John ins Reich der Geister, wo er auf die vier apokalyptischen Reiter trifft, denen Maringo später den Weg freimachen soll. Der Geist zeigt John ein Portal, durch das er Sukos Kampf verfolgen kann. Nach einem harten Kampf gelingt es Suko, Maringo mit magischen Lassos zu fesseln, doch dann erscheint der Schwarze Tod. In diesem Moment sprießt John durchs Portal und steht an Sukos Seite. Bevor der Schwarze Tod handeln kann, tritt Manitous Geist auf und treibt den Superdämon fort. Mit Maringos eigener Lanze gelingt es John schließlich, den Höllenreiter zu besiegen und das Gleichgewicht der Welten wiederherzustellen.

Wenn sich die Elite der Unterwelt in einem einzigen Abenteuer versammelt, schlägt das Herz jedes Gruselfans höher. Maringo, der Höllenreiter liefert genau das: eine beeindruckende Vielfalt an ikonischen Gegnern, die der Geschichte eine herrlich düstere Tiefe verleiht. Myxin, der Schwarze Tod, der Spuk und sogar die furchteinflößenden Horror-Reiter geben sich die Ehre. Welchen finsteren Zweck die Horror-Reiter letztlich erfüllen, bleibt erfreulicherweise noch im Dunkeln – ein cleverer erzählerischer Kniff, der Spannung für kommende Entwicklungen aufbaut.
Besonders spannend ist der Blick auf die Figuren. Myxin zeigt in dieser Episode eine bemerkenswerte Weiterentwicklung, wenn man sich an seine frühere Erweckung erinnert. Er wirkt überraschend zugänglich und fast schon freundlich, auch wenn er bislang noch nicht endgültig zum Sinclair-Team übergelaufen ist. Diese Ambivalenz macht ihn zu einem der faszinierendsten Charaktere der Folge.
Doch auch die Helden-Seite liefert grandios ab: John und Suko agieren in gewohnt professioneller Klasse. Suko beweist einmal mehr absoluten Mut und stellt sich dem übermächtigen Dämon, dem Schwarzen Tod, furchtlos entgegen – Gänsehaut pur! Für Dynamik und wilde Action sorgt Maringo, dessen turbulentes Rodeo richtig Leben in die ansonsten todbringende Szenerie bringt.
Auf der technischen Seite gibt sich die Produktion absolut keine Blöße. Die musikalische Untermalung ist von hervorragender Qualität und hüllt das Geschehen in einen dichten, atmosphärischen Klangteppich. Getragen wird das Ganze von einem durchweg exzellenten Sprecher-Ensemble. Besonders Herbie, der Spuk, der Schwarze Tod und Maringo füllen ihre Rollen mit so viel Talent und hörbarer Leidenschaft aus, dass es eine wahre Freude ist, ihnen in den Abgrund zu folgen.
Solide, stark und definitiv über dem Durchschnitt!
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