Das vertuschte Verbrechen
George Barton
Das vertuschte Verbrechen
Jennie Becker lebte mit ihrem Ehemann Abraham Becker in der New Yorker Bronx und war Mutter mehrerer Kinder. Er arbeitete als Chauffeur, und nichts deutete darauf hin, dass sie nicht so glücklich verheiratet waren wie ein durchschnittliches Ehepaar. Es stimmt zwar, dass die Arbeit des Mannes ihn zu jeder Tages- und Nachtzeit in Anspruch nahm, aber Mrs. Becker schien dies als selbstverständlich hinzunehmen und beschwerte sich nicht.
Jennie Becker war nicht unattraktiv, und einmal hörte man Becker halb im Scherz sagen, wenn er nicht aufpasse, könne er sie verlieren. Sicher ist, dass sie in der Nachbarschaft der East 150th Street, wo sie wohnten, sehr beliebt war. Sie war auch für ihre Zuneigung zu ihren Kindern bekannt. Am Morgen des 7. April 1922 verließ sie ihr Haus, um in die Stadt zu gehen. Sie war ordentlich und sauber, aber nicht modisch gekleidet. Sie trug ein blau-weißes Kleid, einen grauen Pullover, schwarze Schuhe und Strümpfe und einen hübschen Hut. Sie küsste jedes ihrer Kinder, bevor sie das Haus verließ.
Aus dem Reiche der Phantasie – Heft 2 – Die Totenstadt – 3. Teil
Robert Kraft
Aus dem Reiche der Phantasie
Heft 2
Die Totenstadt
Verlag H. G. Münchmeyer, Dresden, 1901
Die Herren der Erde
Es war ein noch junges Ehepaar ohne Kinder, der Mann war Schuster.
Schließlich begriffen sie, dass sie allein am Leben geblieben waren.
»Herrjeh, Marie«, rief der Mann, »wenn niemand mehr lebt, dann gehört doch alles uns!«
Vorsichtig nahm er einen schönen Spazierstock auf, dabei ängstlich nach einem toten Schutzmann blickend, dann warf er ihn Weiterlesen
Varney, der Vampir – Kapitel 46
Thomas Preskett Prest
Varney, der Vampir
oder: Das Blutfest
Ursprünglich als penny dreadful von 1845 bis 1847 veröffentlicht, als es zum ersten Mal in Buchform erschien, ist Varney, der Vampir ein Vorläufer von Vampirgeschichten wie Dracula, die es stark beeinflusst hat.
Anmerkung: Die Kapitel 41 bis 43 sind nicht vorhanden!
Kapitel 46
Die Vorbereitungen zum Verlassen von Bannerworth Hall und das geheimnisvolle Verhalten des Admirals und Mr. Chillingworth
Es schien nun, dass Bannerworth Hall mit dem Einverständnis aller Parteien aufgegeben werden sollte. Obwohl Henry, wie er von Weiterlesen
Der lustige Kirmesbruder – Teil 6
Oskar Ludwig Bernhard Wolff
Der lustige Kirmesbruder
welcher durch listige Ränke auf den Kirmessen die Bauern und andere Personen unterhalten und vergnügt gemacht hat
Fünfte Kirmes
Wie der lustige Kirmesbruder mit einem Dichter bekannt wird und Verse machen lernt
In Hammeldorf wurde ich von ungefähr mit einem reichen Pächter bekannt, und dieser lud mich dann zu seiner Kirmes ein. Wie ich nun überhaupt nicht gern eine Gelegenheit versäumte, wo es etwas zu essen und zu trinken setzte, sintemal der Mensch von diesen Dingen lebt, so ging ich denn auch zu diesem Pächter. Er hatte viele Gäste aus der Stadt eingeladen, unter welchen sich auch ein Dichter befand, der sehr aufgeheitert war und auf alle möglichen Dinge sofort Verse machen konnte. Da die Gesellschaft durch seine sehr lustigen Reime sehr aufgeräumt wurde, so wünschte ich auch diese Kunst zu verstehen und hörte ihm deswegen mit großer Aufmerksamkeit zu. Vor allen Dingen nun machte er Verse auf die Speisen und Getränke, welche aufgetragen wurden. Weiterlesen
Slatermans Westernkurier Ausgabe 02-2025
Auf ein Wort, Stranger, kennst du noch Cherokee Bill, den tollwütigen Hund von Oklahoma?
Crawford Goldspy, besser bekannt als Cherokee Bill, wurde am 8. Februar 1876 in Fort Concho, Texas, als Sohn von George und Ellen Beck Goldspy geboren. Sein Vater war Sergeant des zehnten US-Kavallerieregiments, ein sogenannter Bufallo Soldier und seine Mutter eine Cherokee mit afrikanischen, indianischen und weißen Vorfahren.
Als Crawford sieben Jahre alt wurde, trennten sich seine Eltern und seine Mutter zog mit ihm nach Fort Gibson ins Indianergebiet, wo sie ihren Sohn bald danach auf eine Indianerschule schickte, die er aber nur drei Jahre lang besuchte. Danach brachte Ellen den Jungen in Carlisle, Pennsylvania, in einer Ausbildungsschule für Indianer unter, die er jedoch schon nach zwei Jahren auch verließ. Laut mehreren Quellen konnte er trotz seiner insgesamt fünfjährigen Schulzeit kaum lesen und schreiben.
Als er die Schule in Carlisle verließ und nach Fort Gibson zurückkehrte war er gerade einmal 12 Jahre alt, trotzdem soll er, wenn man den Aufzeichnungen Glauben schenken darf, zu dieser Zeit seinen ersten Menschen erschossen haben. Sein Schwager Weiterlesen
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