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Im Gespräch mit Ben Calvin Hary über WEGA 2: Die Rollende Stadt

Im Gespräch mit Ben Calvin Hary über WEGA 2: Die Rollende Stadt

Alexandra Trinley: Ben, du schreibst ja auch eigene Romane. Bei Wega tauchst du aber in die Vorstellungswelt des Exposéautors ein. Wie fühlt sich der Übergang an?

Ben Calvin Hary: Das ist für mich eigentlich das Standardszenario. Klar habe ich auch für Maddrax und Ikarus geschrieben und drei eigene Buchromane veröffentlicht, wo man sich seine Exposees selbst schreibt. Aber mein erster Profi-Roman war ja für Perry Rhodan-Arkon, und davor schrieb ich schon Fan-Fiction in der Dorgon-Serie. Das Schreiben nach Vorgabe ist daher für mich die Norm.

Ehrlich gesagt ist der »Übergang« gar nicht so krass, wie man denken würde. Mit ein paar Wochen Abstand, wenn die Distanz zum Text wächst, fühlt sich auch das eigene Exposee an, als hätte es ein anderer geschrieben. Weiterlesen →

Abenteuer des Captains Bonneville 47

Washington Irving
Abenteuer des Captains Bonneville
oder: Szenen jenseits der Felsengebirge des fernen Westens
Verlag von J. D. Sauerländer. Frankfurt am Main, 1837

Sechundvierzigstes Kapitel

Die Skynse – Ihr Handel – Ihre Jagd – Ihre Nahrung – Pferde – Pferderennen – Frömmigkeit der Skynse, der Nez Percé und Flathead – Gebete – Ermahnungen – Ein Prediger zu Pferde – Wirkung der Religion auf die Sitten der Stämme – Ein neues Licht.

Während der Abwesenheit dieser Partie war ein geselliger Umgang zwischen der Hauptpartie und den Skynse Weiterlesen →

Lucie – Die Hexe von Poel

Die Entstehung

Die Idee, mich mit Lucie Bernitt auseinanderzusetzen, kam mir in dem Moment, als ich ihren Namen an diesem Schaukasten am Ortseingang von Brandenhusen las. Zu diesem Zeitpunkt arbeitete ich noch an meinem ersten Roman Hochzeit auf der Konradsburg, zu dem mich ein Kreuz mit einer kopflosen Jesusfigur, das in der Klosterkirche der Konradsburg bei Aschersleben/Sachsen-Anhalt hängt, inspiriert hatte.

Ich machte ein Foto von der Infotafel, um den Namen nicht zu vergessen, und begann mit der Recherche. Viel gab es nicht zu finden, aber das Wenige reichte aus, um eine Idee entstehen zu lassen. Doch ich merkte, dass das Wenige, was ich herausfinden konnte, noch nicht reichen würde, um eine halbwegs glaubwürdige und spannende Geschichte daraus zu machen. Die wichtigsten Fragen wurden mir nämlich nicht beantwortet: Wer war Weiterlesen →

Deutsche Märchen und Sagen 112

Johannes Wilhelm Wolf
Deutsche Märchen und Sagen
Leipzig, F. A. Brockhaus, 1845

147. Dreikreuzmesser

Bei dem Flecken Poucke wohnte ein begüterter Bauer. Dem wurde auf einmal seine Frau todkrank und sein Vieh begann auch zu siechen, die Ochsen, Kühe und Pferde legten sich alle auf die Streu und wollten nicht mehr aufstehen. Vergebens zog der Mann die Ärzte zu Rate. Was die auch beginnen mochten, nichts half und das Übel wurde nur schlimmer und schlimmer.

Da sprach endlich einer der Knechte zu ihm: »Mit rechten Dingen kann das nicht zugehen, lasst uns darum eine Weiterlesen →

Aus dem Wigwam – Eine Hexengeschichte

Karl Knortz
Aus dem Wigwam
Uralte und neue Märchen und Sagen der nordamerikanischen Indianer
Otto Spamer Verlag. Leipzig. 1880

Noch vierzig Sagen
Mitgeteilt vom Navajohäuptling El Zol

Eine Hexengeschichte

in junger Mann, der sich einst auf der Jagd überhitzt und danach ein kaltes Bad genommen hatte, war fieberkrank geworden. Da seine Freunde glaubten, dass er besiegt sei, ließen sie den alten Zauberer Trezue holen. Derselbe war ebenfalls ihrer Meinung, sagte aber, er könne in dieser Angelegen­heit nicht eher etwas tun, bis sie ihm eine Flasche Rum aus dem nächsten Kramladen geholt hätten.

Dies geschah denn auch. Nachdem der Alte manchen herzhaften Schluck getan hatte, gab er die verlangte Auskunft. Der Patient hatte nämlich einem seiner Hunde nicht genug zu essen gegeben, worüber sich derselbe tief beleidigt gefühlt hatte und zu den Wölfen gelaufen war, die darauf beschlossen, den grausamen Herrn zu behexen.
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