Mad Dan, der Spion von 1776 – Kapitel 21
C. B. Lewis
Mad Dan, der Spion von 1776
Kapitel 21
Zwanzig Meilen weiter
Kaum war es auf dem Pass hell geworden, meldeten die auf den Felsen postierten Wachen den Vorstoß der britischen Kavallerie und die Verstärkung ihres Wachpostens. Noch vor zehn Uhr traf eine starke Kavallerieabteilung von Norden her ein, der Feind brach sein Lager ab und bezog Stellung näher am Fuße des Berges, als sei er entschlossen, die Feindseligkeiten sofort wieder aufzunehmen.
»Jetzt siehst du, dass ich mit meiner Behauptung recht hatte«, sagte der Quäker, als die Nachricht Captain Tracy erreichte. »Du wirst hier gebraucht, um die Männer anzufeuern, während ich so gut wie unbehelligt bleibe.«
Bald nach Mittag verstärkte weitere Kavallerie den Feind, und als der Pfarrer sich auf den Weg machte, waren die Kolonisten damit beschäftigt, sich zu befestigen, zu verstärken und auf den bevorstehenden Angriff vorzubereiten. Der Quäker wagte es nicht, der Weiterlesen
Das alte Haus
Das alte Haus
Eine Novelle von L. Du Bois
Meine Frau und ich, wir saßen in unserem Wohnzimmer. Es war noch nicht viel über neun Uhr abends, allein in der damaligen Zeit pflegte man früh zu Bett zu gehen. Wir hatten das Nachtessen daher längst genossen, die Kinder befanden sich im Bett, und alles im Haus war still. Müde von des Tages Arbeit, lehnte ich mich halb schlummernd in meinen Armstuhl zurück, als meine Frau, ihre weibliche Handarbeit niederlegend, mich mit folgenden Worten erweckte: »Hast du über unseren beabsichtigten Umzug auf das Land nachgedacht, Alfred, und schon etwas zu diesem Zweck getan?«
Ich hatte, um die Wahrheit zu gestehen, zwar schon viel darüber nachgedacht, aber noch nichts getan. Von meinem Hausarzt war mir allerdings gesagt worden, dass unser kleiner Philipp in der engen, dunstigen Wohnung von London nie zu einem gesunden Knaben aufwachsen werde. Ich war um mein Kind gewiss so besorgt, wie ein Vater es nur immer sein konnte; allein ich wusste auch aus Erfahrung nur zu gut, wie unzureichend die Mittel eines armen Zeichenlehrers zu solchen Zwecken sind. All dieses sagte ich nun meiner Frau, welche die mich drückenden schweren Sorgen redlich teilte. Die Mutterliebe verdrängte jedoch bei ihr jede andere Weiterlesen
Aus den Geheimakten des Welt-Detektivs – Band 5 – 4. Kapitel
Aus den Geheimakten des Welt-Detektivs
Band 5
Die Menschenfalle im alten Haus
4. Kapitel
In der Opiumkneipe
Der elegant gekleidete Verbrecher hatte sich umgewandt und schritt schnell davon. Holmes sah ihm einen Augenblick nach, aber er machte keine Miene, den gefährlichen Menschen zu verfolgen.
»Schade, schade«, meinte der Detektiv, »ich lege meine Hand ins Feuer, dass dieser Bursche den Mann im Café genau kennt und mit ihm unter einer Decke steckt. Aber das lässt sich ja nicht beweisen. Es ist mir heute nicht zum ersten Mal passiert, dass ein gefährlicher Verbrecher, der gerade seine Strafe verbüßt, mir entgegentrat und mit seiner Rache drohte. Drohungen sind in England nicht strafbar, ich kann ihm also nichts anhaben. Also drei Tage noch haben mir die Herren gegönnt. Nun, wir wollen sehen, ob sie Wort Weiterlesen
Der Detektiv – Band 27 – Die Uhrkette des Bill Hamilton – Teil 6
Walter Kabel
Der Detektiv
Band 27
Kriminalerzählungen, Verlag moderner Lektüre GmbH, Berlin, 1920
Die Uhrkette des Bill Hamilton
Teil 6
Harst mit seinen eisernen Nerven war tatsächlich im Nu eingeschlafen und auch ich schlief bald ein.
Vormittags fütterte die als Mann verkleidete Frau uns abermals. Der Tag verging, ohne dass sich etwas Besonderes ereignete. Harst machte sich nicht ein einziges Mal frei. Die Laterne stand nun wieder auf dem Koffer. Ich sehnte mich danach, meine Arme ein wenig bewegen zu können. Aber meine Zeichen mit dem Kopf und meine Grimassen schien Harst nicht verstehen zu wollen.
Die Nacht brach an. Um zehn Uhr trat die maskierte Frau wiederum ein; nach einer halben Stunde nochmals. Sie prüfte nun unsere Weiterlesen
Die Gespenster – Vierter Teil – 10. Erzählung
Die Gespenster
Kurze Erzählungen aus dem Reich der Wahrheit von Samuel Christoph Wagener
Allen guten Schwärmern, welchen es mit dem Bekämpfen und Ablegen beunruhigender Vorurteile in Absicht des Geisterwesens ernst ist, liebevoll gewidmet von dem Erzähler Friedrich Maurer aus dem Jahr 1798
Vierter Teil
Zehnte Erzählung
Die Doppelerscheinung des Freiherrn von Reisewitz in Oberschlesien
Nebst einem Anhang
Um das Jahr 1736 unterhielt der damalige Besitzer der Herrschaft Muschen in Oberschlesien, Herr Freiherr von Reisewitz, der nämliche, welcher nachher als Hofmarschall des Prinzlich-Ferdinandischen Hofes um das Jahr 1761 zu Berlin starb, freundschaftlichen Umgang mit dem zu Ranken bei Brieg verstorbenen, damals aber noch zu Löwen als Prediger angestellten Magister Rötscher. Einst war Weiterlesen
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