Die Sage des Billy the Kid – Kapitel 12 Teil 1
Die Sage des Billy the Kid
Kapitel 12 Teil 1
Ein Frieden auf Haaresbreite
Hass stirbt nur langsam, und der Friede kehrte nur zögerlich ein. Die Ruhe, die sich versuchsweise über Lincoln legte, glich einem hochempfindlichen Abzug – an sich harmlos, doch der kleinste Fingerzeig genügte, um ihn tödlich werden zu lassen.
Murphy war nicht mehr am Leben, um den Triumph seiner Fraktion zu genießen. Er starb in Santa Fe kurz vor jener Schlacht, die mit einem Schlag sowohl McSweens Leben als auch dessen Hoffnung auf Macht beendete. Vielleicht war es besser so. Der Krieg hatte Murphy ruiniert. Sein Besitz war verpfändet worden, um seine Kämpfer zu bezahlen. Seine Gläubiger pfändeten seine Rinderfarm, sein Handelsunternehmen sowie sein Hotel; der Big Store wurde schließlich zum Gerichtsgebäude. Einst der Herr der Berge, reich und von immenser Macht, starb er praktisch mittellos.
Doch der Krieg hatte auch das finanzielle Glück von McSween zunichtegemacht. Er hinterließ seiner Witwe kaum mehr als ein Erbe aus Weiterlesen
Das Gespensterbuch – Zwölfte Geschichte – Teil 1
Das Gespensterbuch
Herausgegeben von Felix Schloemp
Mit einem Vorwort von Gustav Meyrink
München 1913
Nikolaus Gogol
Wij, der Fürst der Dämonen – Teil 1
Einst bogen während einer Ferienreise drei Scholaren aus Kiew von der Landstraße ab, um beim ersten besten Gehöft, auf das sie stießen, den schon längst geleerten Sack mit neuen Vorräten zu versorgen. Dies waren der Theologe Haljawa, der Philosoph Choma Brut und der Rhetor Tiberius Gorobetz.
Es war schon Abend, als sie von der Landstraße abbogen; die Sonne war eben untergegangen, und noch spürte man in der Luft die Wärme des Tages. Der Theologe und der Philosoph marschierten schweigsam mit der Pfeife im Munde dahin und der Rhetor, Tiberius Weiterlesen
Die Geheimnisse Londons – Band 1- Kapitel 14
George W.M. Reynolds
Die Geheimnisse Londons
Band 1
Kapitel 14
Das Bahnhofsgebäude
Von all den Personen, die sich im Spielhaus befanden, als die Polizei – alarmiert durch den Pistolenschuss – die Türen einschlug, wurde Richard Markham als Einziger gefasst. Die anderen, die auf solche Notfälle vorbereitet waren, waren über die Treppen auf das Dach geflohen. Durch die angrenzenden Häuser gelangten sie ins Freie und schlichen sich einzeln davon, sobald es auf der Straße wieder ruhig war.
Der Polizist führte Markham zur nächsten Wache. Sie betraten einen niedrigen, dunklen und düsteren Raum, der durch eine dicke Holzbarriere in zwei Hälften geteilt war. In einem Sessel am kargen Kaminfeuer saß der Inspektor – ein kleiner, untersetzter Mann Weiterlesen
Die Hexen von Lancashire Band 1 – Kapitel 10
Die Hexen von Lancashire
Erster Band
Ein Roman aus dem Pendle-Wald von William Harrison Ainsworth
Leipzig, 1849
Einleitung
Der letzte Abt von Whalley
Zehntes Kapitel
Der Holehouses-Hügel
In diesem Augenblick ertönte Trompetenklang vom Tor her, und der Earl von Derby mit dem Sheriff zu seiner Rechten und Assheton zur Linken kam auf einem reich geschirrten Ross hervor. Vor ihm her schritten vier Wurfspießträger, und hinterher kamen zwei Herolde in ihren Wappenröcken.
Nick Carter – Band 19 – Ein schauerlicher Fund – Kapitel 9
Nick Carter
Amerikas größter Detektiv
Ein schauerlicher Fund
Ein Detektivroman
Kapitel 9
Der Einbruch im Museum
»Hände hoch!«, befahl einer der Männer mit unterdrückter Stimme. Der ohnehin aufgeregte Jeremy Stone, welcher von der Anwesenheit der fünf Unbekannten natürlich keine Ahnung hatte, machte, kaum dass der Befehl laut geworden war, einen Luftsprung, welcher jedem Akrobaten zur Ehre gereicht hätte und den er für kein Geld in seinem Museum hätte zeigen wollen.
Doch ehe er sich umwenden konnte, sagte die raue Männerstimme im vorigen ruhigen Ton wieder: »Wenn Ihr Euch umzudrehen wagt, Nick Carter, so schieße ich Euch in Euren Stiefeln nieder.«
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