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Des Teufels Reise durch einen Teil des Protestantismus 07

Des Teufels Reise durch einen Teil des Protestantismus
Aufzeichnungen einer hochgestellten Person
Verlag von Wilhelm Jurany. Leipzig. 1847

Unterredung mit seinem Sohn

H. betrat den Raum, verbeugte sich demütig, war blass im Gesicht, hatte abgezehrte Züge und seine sonst schönen Augen waren trübe.

Satanas erhob sich ehrwürdig von seinem Sofa, ging H. einige Schritte entgegen, reichte ihm freundschaftlich die Hand, welche jener in kindlicher Dankbarkeit küsste. »Mein Sohn, wie siehst du aus? Ich erkenne dich kaum wieder. Dein Aussehen macht mir Sorgen und verdoppelt meine Liebe zu dir. Sind es deine Studien, die dich so mitgenommen haben? Lass das Hebräische und widme dich nur deiner Zeitschrift. Oder hast du familiäre Probleme mit Frau und Kindern? Ich erschrecke bei deinem Anblick! Was fehlt dir? In finanzieller Hinsicht kannst du ja nicht klagen. Sprich, mein Sohn, und mache ein Ende meinen großen Befürchtungen um dich und Weiterlesen

Der mysteriöse Doktor Cornelius – Band 1 – Episode 6 – Kapitel 2

Gustave Le Rouge
Der mysteriöse Doktor Cornelius
La Maison du Livre, Paris, 1912 – 1913
Sechste Episode
Die Ritter des Chloroform

Zweites Kapitel
Die Erzählung von Oscar Tournesol

Mit einer autoritären Geste half Fred Jorgell dem zerlumpten Buckligen, der neben ihm stand, in das Taxi, das sofort im dritten Gang in Richtung Stadtzentrum losfuhr.

»Du bist ein mutiger Junge«, sagte der Milliardär plötzlich zu seinem seltsamen Begleiter. »Du hast mir das Leben gerettet. Aber ich schwöre dir, dass du heute Abend deine Zeit nicht verschwendet hast. Und zunächst einmal, wie heißt du?«

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Der Detektiv – Band 30 – Der Stern von Siam – Kapitel 3

Walter Kabel
Der Detektiv
Band 30
Kriminalerzählungen, Verlag moderner Lektüre GmbH, Berlin, 1920
Der Stern von Siam

3. Kapitel
Der Kesselreisende

Wir fanden einen plumpen Kahn, ketteten ihn los und ruderten in einem großen Bogen an den Stern von Siam heran. Harst kletterte als Erster auf Deck, wobei er sich der beiden Ruder als Kletterstangen bediente. Nach etwa drei Minuten warf er mir ein Tau zu, zog mich nach oben und ebenso unsere Koffer. Hier auf dem Achterdeck war es bei dem unfreundlichen Wetter völlig leer. Wir schlichen bis zum Mittelaufbau, wo nach Backbord hin Tompsons geräumige Kajüte mit Schlafkabine lag. Sie war unverschlossen. Wir huschten hinein und setzten uns in der Schlafkabine auf das Bett. In der Kajüte selbst hatte Licht gebrannt. Weiterlesen

Das schwarze Schiff – Kapitel 10

Beadle’s Half Dim Library
John S. Warner
Das schwarze Schiff
Kapitel 10

Aus dem Gefängnis, und doch nicht frei

Es war mittlerweile weit nach Mitternacht, aber niemand dachte daran, den Besuch im Gefängnis zu verschieben. Seine Lage war in jeder Hinsicht vorteilhaft. Und obwohl das Gefängnis gut bewacht wurde, würde Johns Charakter, den er so leicht annehmen konnte, ihn sicher hindurchbringen, da Dutch Peter oft spät in der Nacht herumstreifte.

»Wir sind fast da, Ronald«, bemerkte sein Begleiter schließlich und durchbrach damit das Schweigen. »Wie ich schon sagte, ich weiß, dass Mr. Merton sich in diesem Gebäude befindet, aber in welchem Teil, weiß ich nicht.«

»Nun gut«, antwortete der Schotte entmutigt. »Was sollen wir dann tun?«
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Al Capone – Band 26

Al Capone
Band 26
Ed Wellers Befreiung

1. Kapitel
Capones Vorschlag

Al Capone betrat seine Privatwohnung. Dort vollbrachten seine geübten Hände eine ganz bestimmte Manipulation an dem sehr komplizierten Schloss eines großen Geldschrankes.

In diesem Geldschrank, über den man sich in ganz Chicago Geschichten erzählte, bewahrte Al Capone häufig riesige Summen auf, deren Höhe manchmal fantastisch war.

Aus diesem berühmten Geldschrank holte Al Capone nun die Summe von einer Million Dollar heraus. Er stellte sie aus Banknoten desselben Betrags zusammen, wie sie ihm Big Jim Colosimo ausgehändigt hatte, um im äußersten Fall die unglaubliche Geldgier Weiterlesen