Gesetzlose und Desperados – Tom Tobin
Es war einmal Tom Tobin, einer der letzten berühmten Fallensteller, Jäger und Indianerkämpfer. Er lebte in den frühen Tagen, als die Rocky Mountains für fast alle ein unentdecktes Land waren – außer für die robusten Angestellten der vielen Pelzhandelsgesellschaften und die wenigen in ihren einsamen Wildnissen stationierten US-Truppen. Tom war ein Ire, hitzköpfig und ein treffsicherer Schütze mit Gewehr, Revolver oder dem mächtigen Bowie-Messer. Er kämpfte bei der kleinsten Provokation, doch niemand verließ je hungrig seine Hütte, wenn er einen Laib Brot zu teilen hatte, oder ohne Geld, wenn sich noch etwas in seiner Börse fand.
Wie Kit Carson war er eher unterdurchschnittlich groß, rothaarig und weit entfernt von einem Adonis, aber er hatte ein großes Herz und war so flink wie eine Antilope. Tom spielte eine wichtige Rolle bei der Vergeltung für die Ermordung der Amerikaner im Taos-Massaker und beim Sturm auf das indianische Pueblo. Doch seine größte Errungenschaft war die Tötung des berüchtigten Banditen Espinosa, der auf dem Höhepunkt seiner brutalen Karriere die gesamte Bergregion in Angst und Schrecken versetzte.
Detektiv Nobodys Erlebnisse und Reiseabenteuer Band 1 – Teil 13
Detektiv Nobodys Erlebnisse und Reiseabenteuer
Nach seinen Tagebüchern bearbeitet von Robert Kraft
Band 1
Kapitel 2, Teil 8
Dann noch etwas anderes, was dem Leser ebenfalls nur angedeutet werden kann.
In derselben Nacht, welche diesem Tage folgte, öffnete sich in der dritten Etage eines Hauses, dessen Eingang in der Bedford Street lag, das Fenster eines Hinterzimmers. Ein Mensch bog sich heraus, blickte in den dunklen Hof hinab und sah zu dem finsteren Himmel hinauf, und dann kam eine Hand zum Vorschein und tastete seitwärts nach dem Blitzableiter, und im nächsten Augenblick hing an diesem Blitzableiter zwischen Himmel und Erde die Gestalt eines dunkel gekleideten Mannes, der wieder im nächsten Moment mit der Gewandtheit eines Affen den Blitzableiter emporkletterte, und als er das Dach erreicht hatte, verwandelte sich der Affe in eine Katze, denn mit der Geschicklichkeit einer solchen setzte er seinen Weg auf dem Dache fort, und da gab es kein Hindernis, welches er nicht durch Springen oder Kriechen zu überwinden gewusst hätte.
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Waldmärchen Band 1 – Der Geigenfrieder
M. Friedrichsen
Waldmärchen Band 1
Illustriert von Georg Hinke
Jugend-Verlag Charlottenburg. 1913
Der Geigenfrieder
Es war einmal ein kleiner Junge namens Friedrich. Er wurde aber von allen Frieder genannt. Am bekanntesten war er jedoch als Der Geigenfrieder, denn er zog mit seinem Großvater von Haus zu Haus und spielte den Leuten etwas auf der Geige vor.
Sie waren überall gern gesehen und verdienten sich ihr tägliches Brot redlich.
Seine Eltern hatte Friedrich nicht gekannt.
Solange er sich erinnern konnte, lebte er bei seinem Großvater, der ihm mit großer Herzlichkeit begegnet war. Er hatte ihm das Geigenspiel gelehrt und bis dahin die Höhen und Tiefen ihres Lebens miteinander geteilt.
Die Abenteuer eines Amsterdamer Dieners
George Barton
Berühmte Detektivgeschichten
Die Abenteuer eines Amsterdamer Dieners
Fast dreihundert Jahre bevor Arthur Conan Doyle den fiktiven englischen Detektiv Sherlock Holmes erschuf, lebte ein Magistrat in Amsterdam, der ebenso viele erstaunliche Heldentaten vollbrachte wie Holmes. Er war nicht nur klug, sondern auch gerecht und durchstreifte oft die nächtlichen Straßen der malerischen Stadt, um sicherzustellen, dass allen gleiches Recht zuteilwurde.
Dieser Mann war Ploos van Amstel.
Er war wohlhabend, kultiviert und besaß eine Bibliothek, die zu jener Zeit ein Statussymbol war. Er verbrachte viele Stunden dort, rauchte seine langstielige Pfeife und schaute durch die kleinen Fensterscheiben auf die Inseln, die Kanäle und die zahllosen Windmühlen, die Amsterdam zu einer der malerischsten Städte der Welt machten. Er hatte miterlebt, wie die Stadt sich von einem Fischerdorf zu einer großen Stadt entwickelte, mit Schiffen, die durch die Zuiderzee in alle Himmelsrichtungen segelten.
Nick Carter – Band 18 – Ein Dynamitattentat – Kapitel 5
Nick Carter
Amerikas größter Detektiv
Ein Dynamitattentat
Ein Detektivroman
Kapitel 5
Der Daumenabdruck
»Ich nehme an, Sie möchten Miss Glenn unter vier Augen sprechen?«, fragte Melville gespannt.
»Selbstverständlich. Bitte sagen Sie ihrem Bruder nichts von unserer Wahrnehmung!«
»Unbesorgt, Mr. Carter – ich brächte es nicht über das Herz, den armen Kerl von solch niederschmetternder Entdeckung in Kenntnis zu setzen!«, versicherte Melville.
Als sie sich dem Wohnzimmer näherten, trat Kenneth mit der Meldung auf sie zu, dass ein Mann namens Gleason darin auf sie Weiterlesen

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