Westward! Ho! – Erinnerungen eines Trappers – Kapitel 48
Am 1. April verließ Pillet das Handelshaus in Cotena in Begleitung der drei Männer von dort. Am selben Tag traf ein Halbblut ein und überbrachte die Nachricht, dass seine Freunde in ein oder zwei Tagen vom Flathead Lake hier sein würden. Am 11. erreichte uns ein Indianer, der einer Gruppe voraus war, die vom Bitter Root River kam. Er berichtete, dass drei Flathead in diesem Gebiet von den Blackfeet getötet worden waren. Am 12. kam der Indianer Pillet, den der Leser vielleicht noch als meinen freundlichen Gastgeber vor einigen Tagen in Erinnerung hat, um ein Geschenk entgegenzunehmen, das ich ihm als Dank für seine Gastfreundschaft versprochen hatte. Er teilte mir mit Bedauern mit, dass Tloght in einem Kampf mit einem Luchs schwer verletzt worden sei und er befürchte, er könne sich nie erholen. Ich war wirklich betrübt über diese Nachricht, da ich den Wert des Freundes kannte, den er wahrscheinlich verlieren würde. Aber damit der Leser nicht das Gefühl hat, dass er später möglicherweise fehl am Platz sein könnte, informiere ich ihn schnell: Tloght, der arme verwundete Tloght, war von der Spezies Canidae. Ja, Leser! Er war, obwohl einer der Edelsten seiner Art, nur ein Hund, ein großer, kräftiger, schwarzer Jagdhund, der äußerst schnell war und gut im Jagen ausgebildet worden war. Er hat oft große Hirsche ohne Hilfe gefangen und getötet. Er jagte auch gerne Luchse und andere sehr starke und wilde Tiere. Tatsächlich verdanke ich Tloghts Mut und Agilität mehr als einmal eine köstliche Mahlzeit aus dem Fleisch dieser Tiere. Als Pillet mit seinem treuen Hund jagte, stellte dieser einen Luchs, den der Indianer tötete. Im Schnee unter einem Baum fand er nicht weniger als drei prächtige Hirsche, die der Luchs getötet und dort vergraben hatte. Durch die Klugheit seines Hundes wurden alle zu einer Beute für den Jäger. Weiterlesen
Slatermans Westernkurier – Ausgabe 10/2025
Auf ein Wort, Stranger, kennst du noch Entique Henry Garfias, die Legende von Phoenix?
Die Zeitung THE REPUBLICAN schrieb über ihn, dass es in Arizona viele tapfere Männer gab, aber keinen mit einem solchen bescheidenen, unaufdringlichen Auftreten und Nerven wie Stahlseile. Der PHÖNIX HERALD lobte seinen Ruf, dass es keinen Mann gab, den er verfolgte und der nicht mit ihm zurückkehrte – ob tot oder lebendig. Andere Blätter behaupteten, dass er nie Furcht kannte, sondern stets seine Pflicht tat – egal, wie groß die Gefahr war, die ihm drohte.
Er wurde mit Wyatt Earp und Wild Bill Hickok verglichen, und seine Taten wurden zum Stoff, aus dem Legenden gemacht werden. Doch aus irgendeinem Grund wird er auch heute noch weitgehend von der Geschichte ignoriert.
Doch dazu später mehr.
Enrique Garfias wurde 1851 als Sohn von Manuel Garfias und Maria Luisa Avila im Orange County in Kalifornien geboren. Er lebte Weiterlesen
Bräute für das Biest – Kapitel 4
Wayne Rogers
Bräute für das Biest
Ein Mystery-Thriller voll herzzerreißendem Grauen
Ein wahnsinniges Wesen durchstreift die Bergwildnis und versetzt die Bergbewohner in Angst und Schrecken. Gleichzeitig erfüllte es das Herz von Minna Talbot mit quälenden Zweifeln. Ein wahnsinniger Wissenschaftler flüsterte ihr Geheimnisse über die Geburt ihres Geliebten zu – Geheimnisse über ein grausames Experiment mit einem Menschenaffen.
Kapitel 4
Blutige Spur
Als Mina langsam wieder zu sich kam, lag sie immer noch in ihrem Bett. Das Zimmer war dunkel, das Fenster schimmerte schwach, genau wie zuvor. Kein kauernder Affe, kein knurrendes Gesicht, das sich über sie beugte. Vielleicht war dieser Schrecken doch nur ein weiterer Albtraum, heraufbeschworen von ihrem gequälten Geist.
Al Capone – Band 27
Al Capone
Band 27
Wird Eveline Gangstermädchen?
1. Kapitel
Ed Weller sucht Eveline
Bevor wir in unserem Bericht über Wellers Schicksal fortfahren, wollen wir dem Leser noch kurz berichten, was in dem Theater Grand Guignol geschah, als die Schauspieler sich einstellten, um das an den Anschlägen angekündigte Stück zu spielen.
Die Verblüffung der Darsteller war riesengroß, als die meisten von ihnen feststellen mussten, dass aus ihren Zimmern die Polizeiuniformen verschwunden waren, die sie unbedingt brauchten, um ihre Rollen in dem Drama Nick Carter spielen zu können.
Der Erste, der eintraf, fand die Eingangstür für die Schauspieler angelehnt; darüber wunderte er sich aber nicht, denn im Allgemeinen wurde sie immer schon lange vor Beginn der Aufführung geöffnet.
Der Detektiv – Band 30 – Der Stern von Siam – Kapitel 5
Walter Kabel
Der Detektiv
Band 30
Kriminalerzählungen, Verlag moderner Lektüre GmbH, Berlin, 1920
Der Stern von Siam
5. Kapitel
Der Trieb der Malcapier
Wir drei standen nun dicht beieinander im Kessel. Harst berichtete im Depeschenstil: »Noch eine Viertelstunde haben wir Zeit für die Ausführung meines Planes. Die Prau ist nämlich schon in Sicht, wenigstens ihre Positionslaternen. Aber ein anderer Dampfer kommt uns mit Kurs auf Lakon entgegen. Den müssen die Piraten erst vorüberlassen. Die Sachlage ist Folgende: Der größere Teil der Besatzung ist im hinteren Laderaum von den Chinesen eingesperrt worden, die die beiden Ausgänge verrammelt haben. Wie viele Opfer der Kampf gefordert hat, kann ich nicht sagen. Die Passagiere sind in ihre Kabinen eingeschlossen. Zurzeit sind die Weiterlesen
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