Aus den Geheimakten des Welt-Detektivs – Band 10 – 8. Kapitel
Aus den Geheimakten des Weltdetektivs
Band 10
Der Mann mit den sieben Frauen
8. Kapitel
Das Geheimnis des Schlosses Dunsinam
In diesem Augenblick kamen leise Schritte über die Wendeltreppe herauf. Sherlock Holmes wollte schon rufen: »Harry, bist du es?«, als sein ausgezeichnetes Ohr genau unterschied, dass das nicht der Schritt seines Famulus sein konnte.
Blitzschnell huschte der Detektiv hinter den Koffer und kauerte sich so tief wie möglich auf den Boden.
Draußen hatte der Mond lange mit den Wolken gekämpft, aber nun gelang es ihm, den Schleier der Wolken zu zerreißen, und das Licht der Nacht strömte durch ein kleines Fenster in den Bodenraum.
In diesem Licht tauchte vor Sherlock Holmes die Gestalt Lord Dungraves auf.
Die Hexen von Lancashire Band 1 – Kapitel 8
Die Hexen von Lancashire
Erster Band
Ein Roman aus dem Pendle-Wald von William Harrison Ainsworth
Leipzig, 1849
Einleitung
Der letzte Abt von Whalley
Achtes Kapitel
Der Henker
Nach einer langen und ermüdenden Nacht für viele innerhalb und außerhalb der Abtei brach endlich der Morgen an. Alles deutete auf einen düsteren Tag hin. Die Atmosphäre war feucht und bedrückend, während die raue Kälte spürbar auf die Körper wirkte. Alle Anwesenden waren von Trübsinn und Niedergeschlagenheit erfüllt und wünschten sich insgeheim, dass das tragische Ereignis Weiterlesen
Aus dem Reiche der Phantasie – Heft 5 – Die verzauberte Insel – 5. Teil
Robert Kraft
Aus dem Reiche der Phantasie
Heft 5
Die verzauberte Insel
Verlag H. G. Münchmeyer, Dresden, 1901
Kapitel 5
Die Rätsel mehren sich
Paul war der Erste, der offen murrte und aussprach, was die beiden anderen dachten.
»Mag diese Grotte auch wohnlicher sein als jene Höhle«, sagte er, »so hatten wir dort doch die Hauptsache: Wasser. Hier verschwenden wir hingegen unsere Zeit, die wir zu etwas anderem gebrauchen könnten. Wir hätten nicht gleich ausziehen sollen, nur weil es dem Herrn Unsichtbaren beliebte, uns eine andere Wohnung anzuweisen. In den drei Monaten, die wir für die Weiterlesen
Old Wide West History – Der erste Mountain Man
John Colter war ein guter Jäger und erfahrener Waldläufer. Er kam mit den Indianern gut aus und besaß die Fähigkeit, Gefahren und Härten zu überleben, die andere Männer ins Grab brachten. Im Jahr 1806 war er auf dem Rückweg von den Dörfern der Mandan am Missouri River nach St. Louis, Missouri, und zur Zivilisation. Er gehörte zu den Männern von Meriwether Lewis und William Clarks Corps of Discovery. Sie hatten Wunder vollbracht. Sie überquerten den Kontinent bis zum Pazifik. Sie erforschten ein riesiges Stück der nördlichen Rocky Mountains und kartierten es. Sie entdeckten und markierten einen Weg über die Kontinentalscheide. Sie dokumentierten den Verlauf des Columbia River bis zum Meer. Sie ernährten sich auf dem gesamten Weg von der Natur. Und sie haben sich mit fast allen Indianern gut verstanden.
Diese Männer waren bereit für St. Louis, für das Essen, mit dem sie aufgewachsen waren, für Whisky – Colter mochte Whisky –, für Frauen und für Gesellschaft. Und für Anerkennung. Sie waren Helden.
Aber Colter war anders. Er konnte zwar keine Karte erstellen, brauchte aber auch keine. Er hatte ein Auge und ein Gedächtnis für die Gebirgszüge der Rocky Mountains und die wilden Flüsse, die sie in ihre verrückten Formen schnitten. Er verbrachte seine Tage gerne allein, jagte, beobachtete und lernte. Und er sehnte sich nicht nach dem, was die zivilisierte Welt ihm bot.
Deadwood Dick – Der schwarze Reiter der Black Hills – Kapitel 11
Deadwood Dick – Der Prinz der Straße
Oder: Der schwarze Reiter der Black Hills
Von Edward L. Wheeler
Kapitel 11
Die Pocket-Gulch-Minen – Eindringlinge
Wir halten es für angebracht, den Schauplatz noch einmal in die Pocket Gulch, die Heimat der süßen, traurig dreinblickenden Anita, zurückzuverlegen. Es war ein Monat später – ein langer, ereignisreicher Monat, seit Justin McKenzie Ned Harris unweit von Deadwood unter der Mittagssonne erschossen hatte.
Als wir auf dem Weg zur zerklüfteten Quer-Schlucht zum Flower Pocket zurückkehrten und durch die klaffende Spalte gingen, bot sich uns ein Anblick, der nicht von schlummernder Schönheit, sondern von reger Geschäftigkeit geprägt ist. Beim letzten Besuch im blumenübersäten Paradies der Hügel hatten wir das nicht vorgefunden.
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