Westward! Ho! – Erinnerungen eines Trappers – Kapitel 51
Wir setzten unsere Reise am frühen Morgen des Einundzwanzigsten fort, überquerten Henry’s Fork und ritten weiter, bis wir die Umgebung von Pierre’s Hole erreichten. Dort nimmt das Land ein hügeliges Erscheinungsbild an und ist hier und da mit Espenhainen übersät. Beim Betreten dieses Tals wechselten wir zu Pierre’s Fork hinüber, in dessen Nähe wir die Fährte unserer Truppe entdeckten. Wir folgten ihr in schnellem Tempo etwa drei Meilen weit und holten sie genau in dem Moment ein, als sie im Begriff waren, ihr Lager aufzuschlagen. Nach gegenseitigen Glückwünschen zog ich mich erschöpft zur Ruhe zurück. Von Mr. Montour erfuhr ich, dass die Jäger mehrere Bullen, einen kahlen Adler und eine Gans erlegt hatten. Sie waren stark von erstickenden Staubwolken geplagt worden, die unter den Hufen ihrer Pferde aufwirbelten und Lungen, Augen sowie die Luft um sie herum auf einige Distanz füllten.
Am Zweiundzwanzigsten blieben wir am Ort, um Fleisch zu trocknen, das bis zum Abend vorbereitet und für den Transport verpackt war. Am nächsten Morgen setzten wir unsere Reise fort, zogen südostwärts nach Pierre’s Hole und machten im Gebirge auf einem Pfad halt, der darüber hinwegführte. Während unseres Marsches erlegten wir fünf Büffel und eine Antilope. Einer unserer Indianer fand in Pierre’s Hole ein Paar Stiefel und einige Kleidungsstücke in der Prärie, die offensichtlich schon lange dort gelegen hatten – vermutlich waren sie im letzten Jahr von einem weißen Mann verloren worden.
Der Kurier und der Detektiv – Kapitel 25
Allan Pinkerton
Der Kurier und der Detektiv
Originaltitel: The Expressman and the Detective
Chicago: W. B. Keen, Cooke & Co., 113 and 115 State Street. 1875
Kapitel 25
Die beiden Frauen ließen Barclay fassungslos zurück und begaben sich in den Garten. Mrs. Maroney kündigte an, am nächsten Morgen nach New York zu reisen, um ihren Mann zu besuchen, und bat Madam Imbert, sie zu begleiten. Diese willigte bereitwillig ein, da sie ohnehin einige Einkäufe zu erledigen hatte. Ihr Plan stand fest: Sie wollten für den Morgen Stemples Gespann mieten, nach Philadelphia fahren, die Pferde dort in einem Mietstall unterstellen und mit dem Zug nach New York weiterreisen. Nach dem Besuch bei Maroney sollte es auf demselben Weg zurückgehen, sodass sie am Abend wieder zu Hause wären.
Der Tag in New York verlief ohne nennenswerte Zwischenfälle. Green, der von ihren Plänen wusste, beschattete sie auf Schritt und Weiterlesen
Eine Reise ins Jahr 2000 – Kapitel 16
William Wallace Cook
Eine Reise ins Jahr 2000
Kapitel 16
Die Statue und die Truhe
Lumleys Abscheu vor resoluten Damen war schlichtweg eine Marotte seines ansonsten brillanten und wohlgeordneten Geistes. Er hatte sich längst davon überzeugt, dass die zarten Leidenschaften nicht sein Metier waren; die Symptome dieser Krankheit, wie sie Miss Tibijul zur Schau stellte, versetzten ihn in schiere Panik.
Im Jahr 1900 lag die Initiative in solchen Dingen noch beim vermeintlich starken Geschlecht – ein Schutzschild, hinter dem Lumley sich stets sicher gewähnt hatte. Doch nun, da das Werben zu einer dezidiert weiblichen Fertigkeit geworden war, erkannte er seine Hilflosigkeit. Rettung versprach allein der Rückzug.
Und so floh er. Dass seine Flucht eher einem kopflosen Davonstürmen glich, war lediglich ein Zeugnis seines erschütterten Weiterlesen
Bräute für das Biest – Kapitel 6
Wayne Rogers
Bräute für das Biest
Ein Mystery-Thriller voll herzzerreißendem Grauen
Ein wahnsinniges Wesen durchstreift die Bergwildnis und versetzt die Bergbewohner in Angst und Schrecken. Gleichzeitig erfüllte es das Herz von Minna Talbot mit quälenden Zweifeln. Ein wahnsinniger Wissenschaftler flüsterte ihr Geheimnisse über die Geburt ihres Geliebten zu – Geheimnisse über ein grausames Experiment mit einem Menschenaffen.
Kapitel 6
Die Nahrung des Hasses
Das grelle Licht brannte noch immer über ihr, als ihr Verstand langsam wieder aus der Umnachtung erwachte. Es schmerzte in den Augen und zwang sie zum Blinzeln. Über ihr hing eine Lampe am Dach einer Höhle. Minna lag auf einem harten Steinboden; ihre schmerzenden Hand- und Fußgelenke waren so fest verschnürt, dass sie sich nicht rühren konnte.
Aus den Geheimakten des Welt-Detektivs – Band 10 – 9. Kapitel
Aus den Geheimakten des Weltdetektivs
Band 10
Der Mann mit den sieben Frauen
9. Kapitel
Um Leben oder Tod
Es war eine hochgewachsene, schöne, bleiche Frau mit langem, flatterndem, schwarzem Haar. Sie zitterte vor Todesangst und flüchtete, denn hinter ihr folgte der Lord auf dem Fuße.
»Zu mir – zu mir«, heulte das Scheusal von Dunsinam, »haha – hoffe nicht, mir zu entkommen. Hier bist du von aller Welt verlassen und mir verfallen. Aus diesem Turmgemach dringt dein Hilfeschrei nicht heraus. Hier gibt es keinen Retter für dich …«
»Du irrst, Lord Dungrave«, donnerte plötzlich eine Stimme, und eine schwarze Gestalt richtete sich vor dem Schlossherrn auf.
»Der Retter ist da, und mit ihm zugleich der Rächer!«
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