Nick Carter – Band 16 – Haken-Max – Kapitel 6
Nick Carter
Amerikas größter Detektiv
Haken-Max
Ein Detektivroman
Der Doppelgänger
Der so prompt aus Peteys Biertunnel Beförderte eilte schnell über die Straße, doch verringerte er sein Tempo in dem Augenblick, als er sich davon überzeugt hatte, dass er nicht verfolgt wurde.
Dann schlenderte er langsam weiter, bis er endlich eine dunkle, enge Sackgasse erreicht hatte. In diese schlüpfte er und machte sich daran, sein Äußeres durchgreifend zu verändern.
»Na, das ging ja noch glücklich«, brummte er vor sich hin, als er im Handumdrehen zu einem grundverschiedenen Mann geworden war, welcher dem braven Sam Bulger zum Verwechseln ähnlich sah. »Ich denke, es schadet nichts, halten mich die Weiterlesen
Westward! Ho! – Erinnerungen eines Trappers – Kapitel 39
Wir zogen langsam nach Jackson’s Hole, eine Strecke von zwanzig Meilen, und hielten am 31. des Monats an einem kleinen Slough westlich des Lewis River. Mit diesem Wort bezeichnet man in den Bergen den Teil eines Flusses, der durch eine Insel vom Hauptstrom getrennt ist. Wir passierten einige riesige Schneebänke in den Bergen, die wir aber ohne Probleme, wenn auch mit einigen Schwierigkeiten, überwinden konnten. Nach dem anstrengenden Tagesmarsch wurden wir abends von einem Regenschauer durchnässt, der, wie der Leser mit Recht annehmen darf, keineswegs zu unserer Behaglichkeit und Selbstzufriedenheit beitrug.
Als wir am Morgen des 1. Juni wenig erfrischt aufstanden und feststellten, dass der Regen immer noch in Abständen fiel, waren wir mit dem Wetter sehr unzufrieden. Trotzdem brachen wir das Lager ab, stiegen etwa 15 Meilen das Tal hinauf und hielten uns auf der östlichen Seite des Flusses auf. Wir fanden eine große Büffelherde im Tal und erlegten mehrere Tiere, darunter auch einen großen Bären, der seine Kühnheit, auf uns zu warten, mit dem Leben bezahlte.
Am nächsten Tag verließen wir den Fluss und gingen etwa vier Meilen ostwärts zu einem etwa vierzig Schritt breiten Bach, der in den Fluss mündet und Gros Vent’s Fork genannt wird. Dieser Name stammt von einem Stamm, der hier vor einigen Jahren auf dem Weg zu den Anipahoes vorbeikam, mit denen sie freundschaftliche Beziehungen unterhalten und die sie häufig besuchen. Der Bach ist ziemlich Weiterlesen
Der Kurier und der Detektiv – Kapitel 15
Allan Pinkerton
Der Kurier und der Detektiv
Originaltitel: The Expressman and the Detective
Chicago: W. B. Keen, Cooke & Co., 113 and 115 State Street. 1875
Kapitel 15
Samstag, der siebte Mai, war ein arbeitsreicher Tag für meine Mitarbeiter. Maroney verließ das Hotel, gefolgt von Rivers, und ging umher, besuchte verschiedene Geschäfte und blieb schließlich an der Ecke Vine und Third Street stehen. Nach fünf oder zehn Minuten traf er Mrs. Maroney, die von Green verfolgt wurde. Es kam Rivers seltsam vor, dass sie diesen umständlichen Weg gewählt hatten, um sich zu treffen, und er verstand den Grund nicht. Als Mrs. Maroney ankam, nahm Maroney ihren Arm, und sie gingen gemeinsam zum Büro von Alderman G. W. Williams.
Sie blieben etwa eine Viertelstunde im Büro und gingen dann direkt zum Washington House. Wenige Minuten später tauchten sie in Weiterlesen
Der Märkische Eulenspiegel 20
Der Märkische Eulenspiegel
Seltsame und kurzweilige Geschichten von Hans Clauert in Trebbin
Niedergeschrieben von Oskar Ludwig Bernhard Wolff
Leipzig, 1847
Überarbeitete Ausgabe
Hans Clauert, Schlosser aus Trebbin
Wie Clauert Herr und Narr im Haus wurde
Wenn Hans Clauert gefragt wurde, wer zu Trebbin ein böses Weib hätte, so pflegte er zu sagen, er wisse sonst keinen, als nur einen Einzigen, der dort Bürger geworden wäre, und der ein sehr böses Weib hätte; derselbe hieße Jedermann und unter diesen Orden rechne er auch sich selbst mit, da er ein sehr herbes Kraut im Hause hätte. Weil aber Clauert sehr kurzweilig und scherzhaft war, wie auch aus seinen Geschichten wohl zu sehen ist, so hatte ihn ein jeder gern bei sich, ungeachtet sie für ihn stets bezahlen mussten.
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Die wunderbare und merkwürdige Geschichte vom Zauberer Virgilius … Teil 10
Oskar Ludwig Bernhard Wolff
Die wunderbare und merkwürdige Geschichte vom Zauberer Virgilius,
seinem Leben, seinen Taten und seinem Ende
Volksbücher Nr.46, Verlag Otto Wigand, Leipzig
Wie Virgilius einen Obstgarten mit einer schönen und herrlichen Quelle anlegte
Große Wunder verrichtete Virgilius zu seiner Zeit, denn nachdem er den Palast erbaut hatte, legte er einen herrlichen Obstgarten mit allen Arten von Fruchtbäumen und prächtigen Blumen an. Täglich sah man dort neue reife Früchte an den Bäumen hängen und neue schöne Blumen blühen. In der Mitte aber sprudelte eine schöne Quelle, die reinste und schönste, welche Menschenaugen je gesehen hatten. Auch sangen dort die verschiedenartigsten Vögel, denn alle Vögel konnten wohl hinein, aber keiner wieder heraus, denn die Lüfte hielten sie wie in einem Netz gefangen. Ferner gab es in diesem Obstgarten alle Arten zahmer Tiere, so dem Menschen von Nutzen sind. Aus der Quelle floss ein Bächlein unter den Bäumen hin, in welchem alle Arten von Fischen, die man sich nur denken konnte, spielten. Es war ein so schönes, heiteres und luftiges Leben in dem Garten, aber Virgilius machte noch herrlichere Dinge. Er Weiterlesen
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