Die Jesse James Storys – Band 1 – Kapitel 3
W.B. Lawson
Die Jesse James Storys – Band 1
Jesse James, der Outlaw
Kapitel 3
Jesse James’ Geheimnis
Gemäß meinem Versprechen gegenüber Jesse James, dem Gesetzlosen, suchte ich am nächsten Morgen in aller Frühe den von Hügeln und Wäldern umgebenen Rückzugsort der James-Brüder auf.
Der Rückzugsort war sicher. So gut ich auch zu Pferd war und so gut ich mir auch Landmarken merken konnte, ich hätte es niemals ohne Hilfe bis zu dem Blockhaus der Farm geschafft. Der gleiche Junge, der mich am Vortag zur Straße geführt hatte, wartete dort, um mir den Weg zurück zu zeigen.
Bis zu diesem Punkt hatte ich festgestellt, dass die felsige Straße und die Reitwege gründlich, aber unauffällig bewacht wurden. Weiterlesen
Nick Carter – Band 19 – Ein schauerlicher Fund – Kapitel 2
Nick Carter
Amerikas größter Detektiv
Ein schauerlicher Fund
Ein Detektivroman
Kapitel 2
Das Rätsel des Frachtwaggons
Stone zündete sich ebenfalls eine Zigarre an, lehnte sich in seinem Schaukelstuhl zurück und berichtete dem aufmerksam lauschenden Detektiv: »Also hört meine Geschichte. An dem Morgen, an dem ich meinen Brief an euch schrieb, begab ich mich zum Frachtbahnhof, um nach einer Sendung zu fragen, die sich unterwegs befand.«
»Aber es war nicht der besagte Frachtwaggon, oder?«, meinte Nick Carter und zwinkerte mit den Augen.
»Allerdings, der war es nicht. Es war ungefähr neun Uhr vormittags, als ich mich auf den Weg zum Frachtbahnhof machte. Ich Weiterlesen
Die letzte Fahrt der FLYING SCUD – Kapitel 13
Die letzte Fahrt der FLYING SCUD
Eine spannende Geschichte aus alten Freibeuterzeiten
Von einem alten Hasen geschrieben
Kapitel XIII.
Thad vernimmt sein Urteil
Es war Abend. Die Schatten spielten fantastische Streiche auf dem Wasser, während die beiden Schiffe, die RED RAVEN und die FLYING SCUD, friedlich in Richtung Osten segelten.
Für Unschuldige sind die Wellen in der Nacht von erhabener Schönheit, für Menschen mit einem schlechten Gewissen erscheinen sie hingegen wie Gespenster, die die Bösen in ein kaltes, nasses Grab locken.
Genau diesen Effekt hatten sie auf die Besatzung des Piratenschiffs.
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Westward! Ho! – Erinnerungen eines Trappers – Kapitel 49
Am dreißigsten erfuhren Mr. Ermatinger und ich, dass eine Gruppe Flathead ihr Lager etwas oberhalb der Mündung des Bitterroot River aufgeschlagen hatte. Wir machten uns im Galopp auf den Weg, um sie zu besuchen. Gegen Mittag kamen wir an. Kaum hatten wir die langwierige Zeremonie des Händeschüttelns hinter uns gebracht, traf eine große Gruppe aus Buffalo ein, darunter mein alter Kamerad Newell und mehrere Engage. Von ihm erfuhr ich Folgendes: Im vergangenen Herbst hatte Dripps eine Eilbotschaft von Fontenelle erhalten. Darin stand, dass zwei seiner Männer während der Herbstjagd getötet worden waren, vermutlich von den Blackfeet. Dripps hatte den Winter an der Flussgabelung verbracht, wo ich ihn im November verlassen hatte. Dort hatte er ebenso viele Büffel vorgefunden wie im vorangegangenen Winter, und ihm war kein Unglück widerfahren. Am späten Nachmittag traf unsere Gruppe ein und wir beschlossen, einige Zeit hier zu bleiben, um unsere Pferde ausruhen zu lassen.
Am Abend des 3. Mai vergnügte sich eine Gruppe Indianer mit einem Kriegstanz. Einer von ihnen, ein Zuschauer, der unachtsamerweise sein Kinn auf den Lauf seines Gewehrs gestützt hatte, wurde durch einen unerwarteten Schuss sofort getötet. Das Gewehr wurde wahrscheinlich versehentlich durch den Fuß oder das Knie einer Person ausgelöst, die in der Menge vorbeiging. Am nächsten Tag wurde die Leiche sorgfältig mit einem sauberen Hemd und einer Decke bekleidet. Dann wurde sie von Kopf bis Fuß wie eine ägyptische Mumie mit Gewändern und Fellen umhüllt. Diese wurden gut um den Körper festgebunden. Schließlich wurde die Weiterlesen
Tür des Todes – Kapitel 4
John Esteven
Tür des Todes
Kapitel 4
Francis Ballion
Er stand in der Tür und betrachtete uns. Ich spürte sofort die Dominanz seiner Persönlichkeit wie ein Gewicht. Es war etwas Katzenhaftes an ihm, aber eher wie bei einem Löwen: seine arrogante Haltung, das implizite Gefühl von Macht und seine bedrohliche Wachsamkeit. Dass er wütend war, war offensichtlich, denn er trug das weiße Band der Leidenschaft auf seiner Stirn und seine Augen glühten, wenn er uns ansah. Aber ansonsten waren seine Bewegungen bedächtig. Es war die Ruhe einer langsam brennenden Zündschnur. Ohne den Blick abzuwenden, zog er ein Etui aus der Tasche, zündete sich eine Zigarette an und atmete langsam aus. Doch jede seiner Gesten strahlte Verachtung aus. Und als er endlich sprach, klang die Tiefe und Höflichkeit seiner Stimme giftig.
»Meine Herren! Sie haben mir gegenüber den Vorteil des Namens. Vielleicht kann mir der eine oder andere von Ihnen sagen, ob Weiterlesen
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